113: Podcasthon-Special (mit Jan Hendrik Wegermann, Gründer von Zukunft und Natur e. V. aus Wuppertal, Klimaschutzpate)

Shownotes

/In dieser Episode des BlueScreen-Podcasts spricht Alex mit Jan Hendrik Wegermann, Gründer von Zukunft und Natur e. V. aus Wuppertal, Klimaschutzpate für Wuppertal, Team Klimadeckel Unser Gespräch dreht sich um die Mission des Vereins, der sich aktiv für den Naturschutz und die Förderung einer nachhaltigen Lebensweise in der Region einsetzt. Jan erläutert die verschiedenen Projekte, die der Verein ins Leben gerufen hat, darunter regelmäßige Baumpflanzaktionen und das Sammeln von Kronkorken für umweltfreundliche Recyclingprogramme. Diese Programme sollen nicht nur zur Verbesserung der Umwelt beitragen, sondern auch direkt einen Nutzen für die Gemeinschaft liefern.

Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die Veränderung der Wahrnehmung des Stadtbildes in Wuppertal. Jan spricht über die positive Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes und die verschiedenen ehrenamtlichen Initiativen, die dazu beigetragen haben, ein sichereres und einladenderes Umfeld zu schaffen. Wir reflektieren über die Herausforderungen des sozialen Wandels und die Notwendigkeit, Orte für Obdachlose und Bedürftige zu schaffen, anstatt diese Probleme zu ignorieren.

Im Verlauf der Unterhaltung diskutieren wir auch die persönliche Umstellung von Jan auf eine nachhaltigere Lebensweise, die durch seine Beobachtungen in der Natur und ein wachsendes Bewusstsein für Umweltthemen angestoßen wurde. Jan schildert, wie er seine Ernährung umgestellt hat und welche Herausforderungen er dabei bewältigen musste. Zudem spricht er über die Bedeutung der Jugendarbeit, in der er aktiv ist, und die wertvollen Lektionen, die er von der jüngeren Generation über Umweltschutz und soziale Verantwortung erhalten hat.

Ein weiterer spannender Punkt in unserem Gespräch ist der Einfluss von Technologie auf Umweltfragen, insbesondere im Hinblick auf den Energieverbrauch von künstlicher Intelligenz und digitalen Innovationen. Jan macht deutlich, dass die Herausforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien und der effizienten Nutzung von Ressourcen uns in der Zukunft vor große Aufgaben stellen werden. Dabei hebt er die Notwendigkeit hervor, von fossilen Brennstoffen wegzukommen und auf nachhaltige Alternativen umzuschwenken.

Wir gehen außerdem auf die Herausforderungen ein, die die Gründung eines Vereins mit sich bringt, und erörtern die Wichtigkeit von rechtlichen Strukturen, um Projekte zu organisieren und Spenden zu akquirieren. Jan gibt Einblick in die inspirierenden Resultate der Vereinsarbeit und die Möglichkeiten, wie die Gemeinschaft die Arbeit des Vereins unterstützen kann. Informationen dazu, wie Interessierte aktiv werden oder spenden können, werden in den Shownotes bereitgestellt.

Zum Abschluss der Episode reflektieren wir über die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels hin zu mehr Verantwortung für unsere Umwelt, einschließlich des Verhaltens im Alltag – von der Müllentsorgung bis hin zum bewussten Konsum. Jan ermutigt alle, sich aktiv für eine bessere Zukunft einzusetzen und betont, dass auch kleine Schritte einen großen Einfluss haben können.

Shownotes:

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Speaker1: Hi und willkommen bei BlueScreen, eurem Lieblingstech-Podcast.

Speaker1: Ich bin wie immer Alex und die Folge hier ist Teil des Podcastern 2026.

Speaker1: Wir geben gemeinnützigen Organisationen

Speaker1: die Bühne und die Sicherheit und wenn ihr mögt auch Spenden.

Speaker1: Heute zu Gast Jan Hendrik von Zukunft und Natur e.V. aus Wuppertal.

Speaker1: Ich sage es gleich dazu, das ist kein Werbegespräch. Wir reden über Wirkung,

Speaker1: wir reden über Grenzen und Reibung und darüber, was bei euch im Alltag tatsächlich

Speaker1: einen Unterschied machen kann.

Speaker1: So, Jan Hendrik, bevor wir über Projekte und Zahlen sprechen,

Speaker1: in einem Satz, wofür steht denn Zukunft und Natur e.V.? Und was machst du?

Speaker0: Guten Tag erstmal, danke für die Einladung. Ja, wir setzen uns leidenschaftlich

Speaker0: gerne für Naturschutz und Umweltprojekte bei uns in der Stadt ein.

Speaker0: Wir fördern soziale Gerechtigkeit und versuchen, nachhaltige Lebensweise in

Speaker0: der Region voranzubringen.

Speaker0: Und zu meiner Person, ich bin hier groß geworden, aufgewachsen in der Stadt

Speaker0: Wuppertal, arbeite hier, lebe hier.

Speaker1: Ja, vielen Dank dafür. Wir haben ja beide Wuppertal im Lebenslauf stehen und

Speaker1: du hast mir auch verraten, wo du wohnst, in welcher Straße.

Speaker1: Ich habe gesehen, wir waren damals, als ich noch in Wuppertal war,

Speaker1: fast zwei Kilometer nur auseinander.

Speaker1: Theoretisch hätten wir sogar auf die gleiche Schule gehen können.

Speaker0: Ja, das kann gut sein. Also ich bin in Oberbaum groß geworden,

Speaker0: bin jahrelang dort in die Grundschule Germanenstraße gegangen und danach bin

Speaker0: ich weiter zur Hohenstein gegangen.

Speaker0: Und ich lebe und bin groß geworden hier in der Stadt, habe meine Ausbildung hier gemacht.

Speaker1: Ja, es ist interessant und vielleicht seid ihr auch da ein Teil davon,

Speaker1: dass das so sich entwickelt hat.

Speaker1: Als ich das letzte Mal mit der Familie in Wuppertal war, vor zwei Jahren,

Speaker1: war ich überrascht, da gab es das Bahnhofsumfeld, wo auch der Schwebebahnhof Endstation ist.

Speaker1: Da habe ich mich dran anders erinnert. Also es war aufgeräumt,

Speaker1: es gab da auch so ein Spielgerät auf dem großen Vorplatz und es war weitaus

Speaker1: weniger dreckig und weitaus weniger, in Anführungszeichen, interessante Menschen, die da rumhängen.

Speaker1: Also es war ein Gefühl von Sicherheit, was ich so aus Wuppertal nicht kenne.

Speaker0: Ja, es ist unterschiedlich. Also ja, der Bahnhofsvorplatz hat sich schon in

Speaker0: den letzten Jahren sehr gewandelt.

Speaker0: Der Stadtteil hat sich sehr gewandelt.

Speaker0: Aber es gibt unheimlich viel Ehrenamt, was da stattfindet.

Speaker0: Der Spielplatz oder diese Spielgeräte werden betrieben vom Zielfeld im Oberbaum da vor Ort.

Speaker0: Und die kümmern sich, machen Spielzeugmobil, da bieten da an im Stadtteil,

Speaker0: dass da für die Kinder ein Ort geschaffen wird, wo sie sich wohlfühlen,

Speaker0: wo sie was erleben können.

Speaker0: Und die Stadt ist da wirklich dran, auch da Leben in den Stadtteil zu bekommen,

Speaker0: an die Plätze, damit man sich sicherer fühlt, damit keine Orte entstehen,

Speaker0: wo Leute sich unwohl fühlen und nicht hinwollen.

Speaker1: Ja, das hat auf jeden Fall funktioniert. Also wenn ich mich daran erinnere,

Speaker1: in meiner Kindheit war direkt in Oberbarm neben meinem Kindergarten eine Obdachlosenunterkunft

Speaker1: und da saßen schon die besoffenen Menschen auf dem Weg zum Kindergarten in so

Speaker1: einer kleinen Gasse auf dem Boden,

Speaker1: schon eine Flasche Schnaps vor der Nase und haben dann jedes Mal gemeint,

Speaker1: Lena, hast du mal einen Haiermann? Und ich wusste natürlich nicht, was ein Heiermann ist.

Speaker1: Also 5 Mark für die Leute, die nicht in der Zeit aufgewachsen sind.

Speaker1: Und das war so meine Erfahrung in dieser Gegend.

Speaker1: Na klar, heile Welt, weil man in dem Elternhaus, wo auch mein Oma und Opa gewohnt

Speaker1: haben, da war natürlich alles prima. Ja.

Speaker1: Ich war überrascht darüber. Wir waren auch da in Wuppertal vor sieben Jahren oder so mit dem Auto.

Speaker1: Letztes Mal waren wir am Tölle-Turm im Wohnmobil gestanden.

Speaker1: Und wie wir da mit dem Auto oben waren, ich hätte extra noch gesagt,

Speaker1: ich hätte gerne einen Parkplatz, dem Hotel.

Speaker1: Dann komme ich rein, sage hier so und so, Reservierung. Wo ist denn der Parkplatz?

Speaker1: Jetzt sagt er, oh, oh, wir haben keinen Parkplatz für Sie.

Speaker1: Da sage ich, er kann nicht auf der Straße parken. Er sagt, was fährst du denn

Speaker1: für ein Auto? Da sage ich, ein Audi.

Speaker1: Ich sage, nee, dann stell nicht auf die Straße. Fahr lieber zwei Blöcke weiter,

Speaker1: da ist ein bewachtes Parkhaus.

Speaker1: Ansonsten kann es sein, dass deine Karre morgen weg ist. Da habe ich mir auch

Speaker1: nur gedacht, na Gott sei Dank. Jetzt habe ich aber einen richtigen Volltreuch hier gelandet.

Speaker1: Ja, aber es ist halt Wuppertal gewesen.

Speaker0: Also so schlimm ist es nicht. Also so schlimm habe ich es noch nicht erlebt.

Speaker0: Ich parke ja eigentlich überall in meinem Auto. Aber ja,

Speaker0: es gibt natürlich Orte, die eher in den Bekanntenkreis oder so als gefährlicher

Speaker0: eingestuft werden, wo man jetzt nicht sagen würde, dass man abends da gerne

Speaker0: hergeht, alleine vor allem.

Speaker0: Aber die Stadt ist da stets bemüht, das zu verbessern, da Leben in die Orte reinzubekommen.

Speaker0: Und also ich fühle mich hier sicher, ich bin hier gerne unterwegs,

Speaker0: bin in der Jugendarbeit groß geworden, ich kenne die Orte, wo Jugendliche sich

Speaker0: gerne aufhalten, ich weiß, dass da auch gefährlichere Ecken sind,

Speaker0: damit muss man umgehen lernen, ich glaube, das hat jede Stadt für sich,

Speaker0: diese Orte und wenn man damit groß wird, fängt man damit an zu leben und weiß,

Speaker0: wie das ist und wo man aufpassen muss in gewisser Weise.

Speaker1: Ja gut, Bahnhof ist ja immer so ein beliebtes Eck, auch Frankfurt.

Speaker1: Ich bin jetzt dann in Frankfurt wieder diese Woche und das letzte Mal,

Speaker1: wie ich in Frankfurt im Zug ankam, gedacht, ach, das ist auf dem Handy geguckt,

Speaker1: wo ich hin muss, das ist nur ein Kilometer, den laufe ich.

Speaker1: Ich gehe aus dem Bahnhof raus und dann saß schon die ersten Leute,

Speaker1: die irgendwie komplett drauf waren und irgendwelche Menschen, die rumgebrüllt haben.

Speaker1: Nee, da habe ich mir gedacht, ich laufe jetzt lieber nicht, wo ist der Taxistand?

Speaker1: Da bin ich halt für einen Kilometer halb mit dem Taxi gefahren.

Speaker0: Ja, also ich war jetzt zuletzt, war ich in Hamburg mit meiner Freundin zusammen,

Speaker0: da haben wir auch ein Hotel gehabt, weil wir da ein Musical uns angeguckt haben.

Speaker0: Und da waren wir auch mit dem Hotel direkt an so einem Platz,

Speaker0: wo auch die ganze Szene sich getroffen hat.

Speaker0: Wo man auch dachte, da guckte man beim Frühstück aus dem Fenster und sah,

Speaker0: wie die sich eine Spritze setzten oder sonst was. Das ist kein schönes Bild,

Speaker0: aber ich glaube, das ist ein großes Problem, ein Suchtproblem bei den Leuten.

Speaker0: Irgendwo müssen diese Leute auch hin können.

Speaker0: Und da müssen wir auch Orte schaffen, wo diese Leute aufgenommen werden.

Speaker0: Wo diese Leute Möglichkeiten haben, auch im Prinzip ihren Rausch, ihre Drogen zu nehmen.

Speaker0: Versuchen wir natürlich immer irgendwie wegzudrücken aus den Stadtbildern,

Speaker0: aber diese Leute haben halt ein Problem und das müssen wir lösen an der Stelle.

Speaker0: Ja, aber so löst man, glaube ich, nicht das Problem.

Speaker0: Das ist eine Verschleierung von einem Problem, was besteht.

Speaker0: Also wir haben auch Obdachlose in der Stadt. Die Zahlen sind auch gestiegen,

Speaker0: so wie ich weiß, im letzten Jahr hier in Wuppertal.

Speaker0: Aber das sind alles Einzelschicksale. Man muss sich mal überlegen,

Speaker0: es sind immer noch Menschen, die irgendwelche Schicksale erlebt haben,

Speaker0: denen irgendwie das Leben nicht gut mitgespielt

Speaker0: hat teilweise und dafür Auffangstellen, die sich darum kümmern.

Speaker0: Und ich plädiere da auch immer für anzurufen oder anzusprechen die Leute,

Speaker0: freundlich zu fragen, können wir ihnen helfen, haben sie ein Problem,

Speaker0: soll ich jemanden anrufen und dann wird denen auch geholfen.

Speaker0: Also es gibt unheimlich viele Menschen.

Speaker0: Stellen, wo im Prinzip angerufen werden kann, wo man sich melden kann und sagen

Speaker0: kann, hier ist jemand, könnt ihr mal jemanden vorbeischicken und dann schicken

Speaker0: die auch jemanden vorbei.

Speaker0: Also das haben wir hier, eine Kälte-Hotline in Wuppertal, die jetzt auch in

Speaker0: den letzten Monaten sehr häufig genutzt wurde, die auch genutzt werden muss,

Speaker0: weil in der Kälte da draußen die Leute liegen zu haben.

Speaker1: Absolut nicht. Und was natürlich auch ein großes Problem ist,

Speaker1: und da muss ich meinem Aufklärungsauftrag ein bisschen nachkommen,

Speaker1: den ich natürlich auch mit dem Podcast habe.

Speaker1: Das wissen viele nicht, aber Obdachlose werden häufig auch missbraucht,

Speaker1: um zum Beispiel Bankkonten zu eröffnen, wo dann später halt Gelder hinüberwiesen

Speaker1: werden, wenn irgendwo ein Erpressungsfall erfolgreich ist.

Speaker1: Dann geht das Geld ganz häufig oder auch mit Rechnungs-Iban-Betrug,

Speaker1: wenn irgendwo eine Rechnung, eine gefälschte, dann an den Empfänger geht,

Speaker1: dann sind es oft frische Konten, die eben jetzt erst aufgemacht worden sind,

Speaker1: weil es gibt Menschen, die gehen dann zu den Obdachlosen hin und sagen,

Speaker1: hier, pass mal auf, du kriegst 500 Euro von mir und noch vielleicht eine Flasche Schnaps obendrauf.

Speaker1: Du musst nur einmal hier in das Handy nachher reingucken, dann rufen wir jemanden

Speaker1: an für dich, dann musst du einmal sagen, ja, ich bin der und der,

Speaker1: Musst den Ausweis in die Kamera halten und dann wird das Konto für dich halt

Speaker1: mit dieser Online-Betrug, Legitimation halt eröffnet.

Speaker1: Du hast natürlich nachher nichts von dem Geld, was da auf dem Konto eingeht.

Speaker1: Derjenige, der halt die Person überzeugt hat, dass es tun soll,

Speaker1: ist meistens auch irgendwie verbunden mit den betrügerischen Organisationen.

Speaker1: Und das ist natürlich auch eine miese Nummer, weil am Ende, wenn sich dann die

Speaker1: Nummer auflöst, weil es ist ja bekannt, wer die Person ist, der das Konto gehört,

Speaker1: dann wird halt die obdachlose Person verhaftet und ins Gefängnis gestopft und

Speaker1: das Geld ist meistens aber dann schon weg.

Speaker1: Also das haben wir regelmäßig, dass solche Fälle dann in der Aufklärung auf

Speaker1: obdachlose Personen zurückgeführt werden.

Speaker1: Und ja, das Geld ist weg, das Opfer bleibt geschädigt und das ist schon eine sehr miese Geschichte.

Speaker1: Gut. Vielleicht noch ein, zwei Worte zum Thema Podcaston.

Speaker1: Was ist das überhaupt? Diese Geschichte wurde erstmalig 2023 durchgeführt.

Speaker1: Da gehört die Althove Foundation dazu, namentlich die Mitgründer Jérémy Mani und Yves Del Nutt.

Speaker1: Ich weiß nicht, ob ich es richtig ausspreche. Ich bin kein Franzose oder ich

Speaker1: spreche auch nicht Französisch.

Speaker1: Und das Ziel ist es, gemeinnützige Organisationen ins Rampenlicht zu rücken

Speaker1: und den Organisationen Reichweite, Aufmerksamkeit und vielleicht neue Unterstützer zu verschaffen.

Speaker1: Und das ist genau das, was wir eben jetzt auch mit dir heute machen.

Speaker1: Ich habe schon die erste Folge zum Podcast Don für meinen Zweitpodcast Bildschirm Buddies aufgenommen.

Speaker1: Die erscheint am Freitag, jetzt muss ich kurz auf meinen Kalender gucken, am Freitag den 20.

Speaker1: März kommt die raus. und da haben wir auch über gemeinnützige Arbeit in der Politik gesprochen.

Speaker1: Zu Gast hatte ich den Tino Schopf,

Speaker1: Mitglied des Abgeordnetenhauses in Berlin und da haben wir auch über Ehrenamt

Speaker1: im Politikwesen gesprochen, also Leute, die halt auch plakatieren,

Speaker1: wenn wieder Wahlen sind. Aktuell sind ja gefühlt überall Wahlen.

Speaker1: Und genau, das Thema Ehrenamt finde ich tatsächlich sehr gut und auch bedeutsam.

Speaker1: Deswegen passt das auch ganz gut mit eurem Verein, weil viel zu wenig Leute

Speaker1: eigentlich wissen, dass man da auch ohne weiteres tatsächlich gut mithelfen kann.

Speaker1: Also man muss jetzt nicht großartig, man muss nicht zur Feuerwehr,

Speaker1: zur Polizei, zum technischen Hilfswerk gehen, wobei das auch wichtig ist.

Speaker1: Und da brauchen wir auch Leute. Ich war selber beim THW zehn Jahre lang.

Speaker1: Und ja, sollte man sich mal überlegen, was kann man zurückgeben und nicht nur

Speaker1: nutzen und nehmen, sondern auch vielleicht selber mal dafür sich einsetzen,

Speaker1: dass man was tut und dass es halt besser wird.

Speaker1: Und du machst ja ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit Dinge und Klimaschutz

Speaker1: ist auch ein Schwerpunkt bei euch. Wie kann man da mitmachen bei euch?

Speaker0: Wie man bei uns mitmachen kann, bei unseren Aktionen kann man da gezielt mitmachen.

Speaker0: Wir setzen uns für Naturschutz hier ein und haben da Baumpflanzaktionen hier

Speaker0: jedes Jahr regelmäßig, immer am 3.

Speaker0: Oktober, wo wir dann in der Stadt auf Grünflächen Bäume pflanzen,

Speaker0: unterschiedliche Arten.

Speaker0: Meist nehmen wir Obstbäume, da wir da einen Mehrwert schaffen wollen für die Bevölkerung,

Speaker0: damit auch nochmal was vom Baum im Prinzip wiedergegeben wird in eine Art von

Speaker0: Früchten, die dann auch jedem zugänglich sind, die jeder dann pflücken gehen kann.

Speaker0: Und dann haben wir die Aktion den Klimadeckel im Verein,

Speaker0: wo wir konkret Kronkorken sammeln, die ganzen Metalldeckel von den Getränkeflaschen,

Speaker0: wo wir die dann zum Recycling weitergeben, dass die im Recyclingprozess ankommen.

Speaker0: Und wir kriegen dann einen gewissen Erlös daraus von den Metallhändlern und

Speaker0: den setzen wir dann wieder für Pflanzaktionen für Blühwiesen in der Stadt ein,

Speaker0: wo wir Frühblüher pflanzen,

Speaker0: damit die Insekten und Bienen jetzt im Frühjahr früh Nahrung finden können nach

Speaker0: der Winterzeit oder wir machen Baumpflanzaktionen davon. Genau.

Speaker1: In den Kronkorken ist Weißblech drin wahrscheinlich, ne?

Speaker0: Genau, die Kronkorken bestehen aus Weißblech. Da wir das halt alles sammeln,

Speaker0: Sortenreihen, also relativ Sortenreihen,

Speaker0: können wir das natürlich dem Recyclinghof wesentlich oder dem Metallhändler

Speaker0: wesentlich besser zur Verfügung stellen, was er dann auch wieder besser in den

Speaker0: Recyclingprozess eingliedern kann, weil der Schmelzpunkt dann halt wesentlich

Speaker0: besser getroffen werden kann, mal wieder einschmelzen,

Speaker0: wenn wir einen sortenreinen Stoff sammeln.

Speaker0: Dazu zählen auch die Einweggläserdeckel von den ganzen Marmeladendeckeln oder Gurkengläsern.

Speaker0: Die sind auch aus Weißblech, was viele nicht wissen.

Speaker0: Also es ist alles derselbe Material, selbe Werkstoff, der sehr gut wiederverwertet werden kann.

Speaker1: Was mit dem Gummi, der da dran ist, damit es dicht bleibt?

Speaker0: Ja, der Gummi, der verbrennt. Also wir reden ja von 1600 Grad ungefähr beim Wiedereinschmelzen.

Speaker0: Der verbrennt sehr schnell beim Wiedereinschmelzen und wird dann als Schlacke oben abgetragen.

Speaker0: Also das hat nicht große Relevanz bei der Wiedereinschmelzung.

Speaker1: Okay, danke dir. Ja, du hattest mir

Speaker1: im Vorfeld gesagt, dass du Maschinenbautechniker bist und Betriebswirt.

Speaker1: Und jetzt die Kombination ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit,

Speaker1: Maschinenbautechniker, Betriebswirt und Klimaschutz als Schwerpunkt,

Speaker1: das ist eine schöne Mischung aus Hands-on und Systemdenken, wie ich finde.

Speaker1: Welche Erfahrung aus der Jugendarbeit hat dich denn am stärksten geprägt und

Speaker1: wo taucht die Erfahrung heute im Vereinsalltag auf?

Speaker0: Ja, die Arbeit in der Jugendarbeit hat mich natürlich am meisten geprägt durch

Speaker0: die Jugendlichen an sich.

Speaker0: Die Jugendlichen an sich haben ganz andere Werte, ganz andere Ideen,

Speaker0: Perspektiven auf Dinge.

Speaker0: Und die zeigen mir halt, die gehen ganz anders an Sachen dran,

Speaker0: wie meine Generation, deine Generation, an Problemlösungen.

Speaker0: Also sie beschäftigen sich sehr tief mit dem Umweltschutz, weil es natürlich

Speaker0: auch auf sie viel mehr Auswirkungen hat als auf uns.

Speaker0: Oder sie wissen, wie wichtig die Dinge sind, die umgesetzt werden müssen für

Speaker0: ihre Zukunft, damit sie noch einen Planeten haben, auf dem sie leben können.

Speaker0: Und das spiegelt sich bei mir in der Arbeit halt wieder im Verein,

Speaker0: gerade durch die Baumpflanzaktionen, wo die Jugendlichen erst so sagen, nee...

Speaker0: Erde buddeln habe ich jetzt irgendwie so nicht so drauf, aber im Endeffekt,

Speaker0: wenn sie es dann gemacht haben oder dabei sind, merken sie, wie toll die Arbeit

Speaker0: ist, wie viel es einem gibt, im Prinzip einen Baum zu pflanzen,

Speaker0: wie auch hinterher einen entstehenden Ort zu sehen, der dadurch entstanden ist,

Speaker0: dass sie angepackt haben, dass

Speaker0: sie einen Baum gepflanzt haben und den Mehrwert sehen sie auch direkt.

Speaker0: Also ein Jahr später machen wir dann meist auch Baumschnitt von den Bäumen nach Pflege der Bäume.

Speaker0: Und da sind die Jugendlichen aktiv bei, sehen, was gemacht werden kann.

Speaker0: Und das ist sehr motivierend für uns und auch für die Jugendlichen.

Speaker0: Und bei den Müllsammelaktionen mit Kronkorken sammeln sie sehr aktiv die Deckel

Speaker0: überall ein auf der Straße, wissen sofort,

Speaker0: die Straße ist sauberer und sie wissen, da können wir wieder einen neuen Baum

Speaker0: vorn pflanzen oder halt eine Blühwiese anlegen.

Speaker0: Und das gibt den Jugendlichen unheimlich viel, mit den kleinen Dingen Größeres zu bewirken.

Speaker1: Ja, absolut. Und ich denke mal, ihr kriegt ja für den Recycling auch irgendwie

Speaker1: Geld von den Kronkorken, vielleicht vom Schrotthändler oder vom Recycler?

Speaker0: Genau. Das Geld bekommen wir. Das bringen wir dann immer in größeren Mengen

Speaker0: dahin, damit es sich auch lohnt.

Speaker0: Wir wollen natürlich Fahrtwege vermeiden und möglichst effizient das Ganze zum

Speaker0: Metallhändler bringen.

Speaker0: Und das machen wir dann in größeren Mengen und dann kriegen wir pro Kilogramm

Speaker0: aktuell glaube ich 13 bis 15 Cent,

Speaker0: Und über die Menge, die wir da sammeln, können wir dann halt die neuen Projekte

Speaker0: oder die neuen Bäume finanzieren, was uns allen natürlich hilft.

Speaker1: Ja, darauf wollte ich raus. Die Frage eben, weil es halt auch so ein bisschen

Speaker1: Wirtschaft hat an der Stelle,

Speaker1: dass man halt sieht, guck mal, ich sammle hier was, dann kriege ich dafür was

Speaker1: und dann kann ich dafür Samen oder Dinge kaufen, die wir dann wieder zurückbringen

Speaker1: in die Natur. Und das ist schon wirklich eine coole Erkenntnis.

Speaker1: Ich glaube, da kann auch kein Wirtschafts- und Sozialkundeunterricht in der

Speaker1: Schule mithalten, weil da siehst du halt auch den Kreislauf von Sachen.

Speaker1: Aber so ist es halt wirklich zum Anpacken. Das ist super.

Speaker0: Ja, es sind die, es ist vor allem die kleinen Dinge.

Speaker0: Also es sind wirklich pragmatisch gesehen schön, dass Sie sehen können,

Speaker0: wir sammeln jetzt, ich sammle jetzt zu Hause 20 Deckel, aber aus 20 Deckeln

Speaker0: kann auch wieder der Werkstoff gewonnen werden.

Speaker0: Sie sehen wirklich, die Ressource kann wiederverwendet werden und können dann

Speaker0: sehen, wir können sogar noch was von den Ressourcen, die wir jetzt gesammelt haben,

Speaker0: auch nochmal Schönes entstehen lassen in der Natur, in unserer Umgebung und

Speaker0: können proaktiv agieren und sind nicht davon abhängig, dass andere proaktiv

Speaker0: reagieren und irgendwas umsetzen.

Speaker1: Ja, vor allem ist es halt in einem kontrollierten Umfeld mit einer vernünftigen

Speaker1: Ausstattung, mit wahrscheinlich Handschuhen und einem Müllgreifer,

Speaker1: sodass man halt nicht wie die Pfandsammler da wirklich mit blanken Händen in

Speaker1: irgendeiner Tonne rumwühlt, um da irgendwie Pfandflaschen rauszuziehen und Dosen.

Speaker1: Weil das finde ich ehrlich gesagt auch immer sehr, sehr krass, wenn du das siehst.

Speaker1: Ich habe letztens auch eine alte Frau, also die war bestimmt schon über 80,

Speaker1: und die wühlte dann auch in so einer Tonne rum und kam da nicht richtig rein.

Speaker1: Die hatte schon einen offenen Schnitt am Handgelenk. Ich habe dann auch gesagt, komm, lass sein.

Speaker1: Ich habe ihr 10 Euro gegeben, habe gesagt, komm, lass den Mülleimer in Frieden.

Speaker1: Ich habe noch zweimal dagegen getreten, weil ich gedacht habe,

Speaker1: vielleicht kriege ich den ja ein bisschen ausgehängt, damit man besser reingreifen kann.

Speaker1: Aber das muss halt einfach nicht sein. Mir tut es halt leid,

Speaker1: dass es Leute nötig haben, so zu agieren. Also das ist schon nicht gut.

Speaker0: Nee, das ist nicht schön. Das ist keine schöne Sache. Aber da gibt es auch eine

Speaker0: schöne Lösung hier in Wuppertal zumindest.

Speaker0: Ich weiß nicht, ob es in anderen Städten das auch gibt. Da gibt es jetzt so Pfandringe.

Speaker0: Die wurden auch von so einem Schulprojekt bei uns hier umgesetzt,

Speaker0: wo dann wirklich auch die Pfandflaschen an der Straßenstange im Prinzip in so

Speaker0: einem Ring gesammelt werden können, damit die Leute nicht tauchen müssen,

Speaker0: damit ein bisschen mehr Würde bei dem Ganzen auch ist.

Speaker0: Und bei den Menschen bleibt, weil es sind Menschen scheinbar sehr stark teilweise

Speaker0: darauf angewiesen, noch Pfandflaschen zu sammeln für sich.

Speaker0: Und um das allzu vermeiden, sind diese Pfandringe wirklich schön,

Speaker0: dass sie nicht in die Mülltonnen tauchen.

Speaker0: Man weiß ja auch nicht, was da drin ist. Die verletzen sich,

Speaker0: die tun sich weh und das muss alles nicht sein.

Speaker0: Und um da nochmal eine Lösung zu finden, fand ich dieses Schulprojekt sehr schön,

Speaker0: was hier auch gefördert wurde von der Stadt.

Speaker0: Und das ist ein Mehrwert für alle.

Speaker1: Ja, absolut. Bei uns haben sie Getränkekästen an die Mülltonnen außen ran geschraubt

Speaker1: und da steht dann auch noch groß drauf, Pfand gehört daneben,

Speaker1: damit das eben nicht notwendig ist zu tauchen.

Speaker0: Sehr schön, das ist ja super.

Speaker1: Ja, das ist schon wirklich eine gute Geschichte. Wann wurde denn das Thema Umwelt

Speaker1: und Klimaschutz für dich vom wichtig zu ich ändere mein Leben und passe mein Leben darauf an?

Speaker0: Ja, das ist vor ein paar Jahren passiert, ehrlich gesagt, rein zufällig,

Speaker0: weil ich hatte die Serie The World Most Wanted Dangerous angeguckt von Joko Winterscheidt.

Speaker0: Das war eine Show bei Amazon, meine ich, und dort ging es um eigentlich ein

Speaker0: relativ großes Gebiet, einen Gasweilern-Tagebau hier in NRW.

Speaker0: Kennt man den eigentlich schon von den Nachrichten und all solchen Dingen,

Speaker0: die da passiert sind. dieses Riesenloch und ich hatte diese Bilder aber noch nie so reell vor Augen.

Speaker0: Also ich fand die Technik hinter diesen Riesenmaschinen natürlich faszinierend

Speaker0: als Maschinenbautechniker.

Speaker0: Aber wenn man dieses Riesenloch mal betrachtet und ich bin dann ein paar Tage,

Speaker0: Wochen später mal dahin gefahren und habe mir das vor Ort angeschaut. Also es ist...

Speaker0: Unglaublich, was wir der Natur und dem Planeten antun.

Speaker0: Also dieses Riesenloch im Prinzip nur, damit wir da unsere Energie rausziehen

Speaker0: können in die Kohle, die wir aus der Erde holen.

Speaker0: Und ich war entsetzt. Also ich war wirklich entsetzt.

Speaker0: Und das war so für mich der Kipppunkt, wo ich für mich entschieden habe,

Speaker0: ich muss mein Leben ändern.

Speaker0: Ich muss mehr tun als das, was ich bis dahin getan habe. Ich habe mich entschieden,

Speaker0: mich vegetarisch zu ernähren.

Speaker0: Ich bin auch teilweise auf vegan umgestiegen, wo es meine Grenzen mir zulassen.

Speaker0: Gerade in meiner Branche ist das sehr ungewöhnlich, würde ich sagen,

Speaker0: weil bei uns ist in der Woche üblich, Mettbrötchen zu essen,

Speaker0: Bockwürstchen mitzubringen. Und dann wird da gemütlich zusammen gegessen in der Kantine.

Speaker0: Und ja, da gibt es den Mettwoch ganz klassisch bei uns, wo dann Mettbrötchen verteilt werden.

Speaker0: Die Kollegen bringen Zwiebeln mit, der eine Kollege die Brötchen, der nächste das Mett.

Speaker0: Und da bin ich leider raus mittlerweile, weil ich einfach sage,

Speaker0: für ein Kilogramm Fleisch, da verbrauchen wir 15.000 Liter Wasser und 8 Kilogramm Getreide ungefähr.

Speaker0: Mathematisch macht es für mich keinen Sinn. Also solange wir noch einen Welthunger

Speaker0: haben und es wirklich noch Leute gibt, die,

Speaker0: Keine Lebensmittel zur Verfügung oder kein sauberes Wasser zur Verfügung haben,

Speaker0: kann ich nicht sagen, ich esse jetzt ein Stück Fleisch, wo so viel verbraucht wird.

Speaker0: Also die Ressourcen, die wir auf diesem Planeten haben, sind sehr viele, sehr endlich.

Speaker0: Und da müssen wir uns alle klar drüber werden, weil mathematisch gesehen werden

Speaker0: wir nicht weniger, wir werden mehr.

Speaker0: Und da habe ich meine Konsequenzen rausgezogen und habe gesagt,

Speaker0: an der Stelle kann ich mein Leben ändern und das war so der erste greifbare

Speaker0: Schritt für mich, wo ich sagen konnte, jo, das kann ich mal eben umstellen.

Speaker0: Es gibt natürlich Produkte, wo es mir unheimlich schwerfällt, was Eier angeht.

Speaker0: Eier verzichten ist sehr schwierig oder auf Käse teilweise zu verzichten ist

Speaker0: sehr schwierig, weil die Alternativen einfach nicht so lecker sind.

Speaker0: Wie die richtigen Sachen, aber,

Speaker0: Aber größtenteil geht das richtig gut und da gibt es super Alternativen mittlerweile

Speaker0: und das muss aber jeder für sich selber wissen.

Speaker0: Also ich möchte ja kein Moralapostel werden, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Speaker0: Aber das sind die kleinen Dinge, die jeder ändern kann für sich, wenn er das möchte.

Speaker1: Ja, da hast du komplett recht. Und wir haben auch mal zu Hause es bis zum Veganen geschafft.

Speaker1: Und dann waren wir einen Monat in Amerika und dann lernst du ganz schnell,

Speaker1: dass Veganismus in den USA nicht gut funktioniert.

Speaker1: Also geht schon, aber dann musst du die goldene Amex mitbringen oder viel Geld im Portemonnaie haben.

Speaker1: Also da gab es so einen Farmers Market und das ist unglaublich.

Speaker1: Wir haben da einmal so eingekauft, wie wir es gerne hätten, haben da am Ende 200 Dollar bezahlt.

Speaker0: Wahnsinn.

Speaker1: Ja, und du wirst auch sofort schief angeguckt. Wir waren im Supermarkt und haben

Speaker1: ein bisschen Obst gekauft und Gemüse, weil wir überall in unseren Unterkünften

Speaker1: so eine kleine Kitchenette hatten.

Speaker1: Und dann habe ich auch gesagt, nee, nee, hinten steht ja immer einer,

Speaker1: der packt alles in Plastiktüten ein. Dann habe ich gesagt, nee,

Speaker1: keine Plastiktüten, das geht schon so.

Speaker1: Und dann habe ich noch in Cash bezahlt und sagte zu meiner Frau,

Speaker1: muss sich jetzt nicht wundern, wenn gleich draußen der Sheriff steht,

Speaker1: weil wir sind sehr suspicious mit unserem Verhalten hier gerade.

Speaker0: Ja.

Speaker1: Am Ende ist noch irgendwie Terrorverdacht, weil wir komisch sind.

Speaker0: Ja, das kann natürlich passieren. in Amerika ist es sehr speziell,

Speaker0: was seine Verbrauchsgüter angeht.

Speaker0: Die kennen da keine Grenzen nach oben. Das ist ein ganz anderes Leben. Das ist ja alles extrem.

Speaker0: Ich kenne nur dieses Super Size Me von McDonalds.

Speaker0: Was wir hier gar nicht so kennen mit diesen XXL Menüs und alles muss immer größer, weiter, besser sein.

Speaker0: Das ist vom Auto bis hin zum Essen. Die kennen da nicht klein.

Speaker0: Die Kinder immer nur groß, groß, größer.

Speaker1: Aber weil du gesagt hast, Mettbrötchen, also ich kriege jetzt gerade wieder Bock drauf.

Speaker1: Also wenn du das so erzählst, so mit Zwiebeln und so, hätte ich jetzt gerade

Speaker1: tatsächlich auch Bock drauf. Aber ich würde es danach bereuen.

Speaker1: Weil mein Magen würde es mir dann schon erzählen, ob das eine gute Idee ist.

Speaker0: Ja, also Bock habe ich ehrlich gesagt. Also Fleischkonsum habe ich überhaupt

Speaker0: gar keinen Verlangen irgendwie nach.

Speaker0: Ich mache das jetzt, glaube ich, seit drei, vier Jahren ungefähr.

Speaker0: Und ich habe da keinen großen... Wenn ich natürlich irgendwo durch die Stadt

Speaker0: gehe und man riecht dann so ein leckeres Grillen und so, da denkt man dann auch,

Speaker0: jo, da hätte ich jetzt... Da ist so der Moment, ja, das riecht gut.

Speaker0: Aber dann, wenn ich da vorstehe, nee. Also mir reicht auch ein veganes Würstchen,

Speaker0: was dann nicht so häufig bei so Grillpartys oder so angeboten wird.

Speaker0: Für mich wird dann meist was extra angeschafft oder so.

Speaker0: Aber ja, aber so im allgemeinen Umfeld verzichte ich dann darauf.

Speaker0: Schwierig ist es dann eher bei Salaten. Also wenn ich dann auf so einer Grillparty

Speaker0: bin und irgendwo einen Salat suche, den ich dann essen möchte,

Speaker0: wo dann mal kein Fleisch drin ist, das ist schon schwierig.

Speaker0: Weil du siehst ja auch nicht, du siehst von außen, was drin ist,

Speaker0: aber du weißt ja auch nicht, was da noch alles sonst reingemixt wurde und,

Speaker0: Das ist wiederum sehr schwierig, wenn man sich darauf fokussiert und mit seinen

Speaker0: Lebensmitteln, die man konsumiert, beschäftigt.

Speaker1: Was immer schade ist, wenn Sachen mal gut funktionieren für mich,

Speaker1: so Beyond Meat zum Beispiel.

Speaker1: An dieser Stelle keine Werbung, keine Werbung. Lieber Podcast-Host,

Speaker1: das ist keine Werbung. Ich muss es nicht als Werbung kennzeichnen.

Speaker1: Aber Beyond Meat ist da ein Klassiker dafür. Das Zeug war gut,

Speaker1: also egal, ob das der Döner war von denen oder auch irgendwie Würstchen und

Speaker1: so. Aber jetzt verschwindet es immer mehr aus den Märkten, weil scheinbar keiner das kauft.

Speaker1: Und McDonald's verzichtet auch immer mehr auf Beyond Meat Produkte.

Speaker1: Witzigerweise nur in Deutschland. In Österreich gibt es noch alles,

Speaker1: was die Veggie- und Plant-Based Sachen sind. In Österreich gibt es alles nach wie vor.

Speaker1: In Deutschland verschwindet es immer mehr von der Karte. Schade.

Speaker0: Das ist ein Rückschritt natürlich. Dieses ganze Beyond Meat ist super gewesen.

Speaker0: Wir haben ja auch einige Restaurants, die sich wirklich nur auf vegetarisch

Speaker0: eingestellt hatten. Die sind auch aus der Innenstadt verschwunden mittlerweile,

Speaker0: wo ich mich auch frage, warum. Eigentlich ist die Community riesig.

Speaker0: Es war auch eigentlich gefragt, aber es reicht halt nicht, um wirklich so ein

Speaker0: Geschäft am Laufen zu halten am Ende des Tages.

Speaker0: Und das ist schade. Ja, wenn man so McDonalds als Beispiel nimmt,

Speaker0: die tragen natürlich eine unheimliche Verantwortung.

Speaker0: Gerade was ihre Lebensmittel angeht,

Speaker0: Verpackungsmüll, müssen wir gar nicht drüber reden, der da anfällt.

Speaker0: Da hat man ja im Moment diese Möglichkeit, dass man sagt, man möchte zumindest

Speaker0: die Getränke in einem Mehrwegbecher haben, wo man dann noch 2 Euro Pfand bezahlt, meine ich aktuell.

Speaker0: Da ist zum Beispiel Frankreich wesentlich weiter. Die sagen,

Speaker0: für alle Getränkebecher bei McDonalds zahlst du, wenn du den normalen Pappbecher

Speaker0: nimmst, zahlst du 25 Cent Aufpreis, um diesen Pappbecher zu bekommen.

Speaker0: Du kannst den Mehrweg immer kostenlos haben, aber wenn du den,

Speaker0: Einwegbecher nimmst, dann zahlst du einen Aufpreis, eine CO2-Abgabe im Endeffekt.

Speaker0: Das wäre mal ein Umdenken, ein neuer Weg, aber ich verstehe nicht,

Speaker0: warum es dann immer nur in bestimmten Ländern umgesetzt wird.

Speaker0: Gerade in so einem umsatzstarken Land wie Deutschland müsste sowas eigentlich auch umgesetzt werden.

Speaker1: Ja, absolut, also da muss ich auch geistig applaudieren für diese Maßnahme,

Speaker1: weil ich mag auch diese Pappbecher ehrlich gesagt gar nicht,

Speaker1: das ist ähnlich wie diese Papierstrohhalme, das ist zwar ganz nett die Idee,

Speaker1: aber am Ende des Tages ist es halt meistens Matsch, bis ich mit dem Getränk fertig bin,

Speaker1: also da gäbe es ja Alternativen, wie hohle Nudeln zum Beispiel,

Speaker1: oder ich habe jetzt auf Glas Trinkhalme zu Hause umgestellt,

Speaker1: das funktioniert und warum nicht?

Speaker0: Also es reicht nicht immer nur von außen das Label auf grün zu ändern.

Speaker0: McDonalds war rot-gelb immer. Sie haben jetzt auf grün umgeschwenkt,

Speaker0: auch in ihrer Inneneinrichtung und so.

Speaker0: Das ist eine Außenwirkung, aber es hilft nichts, wenn ich nicht das lebe.

Speaker0: Also klar ist dieser Mehrwertungspülaufwand gar keine Frage,

Speaker0: aber wenn der Kunde sieht, das Unternehmen ändert sich, es möchte mehr in die

Speaker0: Nachhaltigkeit gehen, was allen helfen würde, weniger Verpackungsmüll,

Speaker0: dann würden alle mitgehen.

Speaker0: Also da wäre auch, glaube ich, jeder bereit, die 10 Cent bei McDonald's dann

Speaker0: noch mehr zu bezahlen, bei den Beträgen, die sowieso für das Essen genommen

Speaker0: werden und der Qualität, die es dann hat am Ende.

Speaker0: Also es ist halt ein Fastfood-Restaurant, da ist jedem bewusst,

Speaker0: ich gehe da hin, um schnell einen Burger zu bekommen, um schnell eine Cola und

Speaker0: eine Pommes zu bekommen.

Speaker0: Da gehe ich nicht hin, um ein Gourmet-Restaurant zu besuchen.

Speaker1: Man muss auch sagen, das Zeug ist eigentlich immer noch zu billig.

Speaker1: Sonst würden es die Leute nicht kaufen in solchen Mengen.

Speaker1: Das ist wie bei vielen Sachen auch, da gehe ich mit dem Held der Steine mit, mit seiner Meinung.

Speaker1: Lego ist auch zu billig. Ob jetzt ein Set 100 Euro oder 300 Euro kostet,

Speaker1: die Leute würden es sowieso kaufen. Das ist egal.

Speaker1: Das Zeug ist meistens nicht gut, die Sets sind nicht gut.

Speaker1: Und was es dann kostet, am Ende, die Leute zahlen es eh, weil es halt von Lego ist.

Speaker1: Und so ist es mit McDonalds und Co. genauso.

Speaker0: Das ist, ja, nur gebrauchtes Lego ist gutes Lego, wie der Held immer sagt.

Speaker0: Richtig, so ist es. Das ist, also ich bin ja auch, ich muss sagen,

Speaker0: ich bin ja auch von Lego weg, bin ja bei Blue Bricks und Alternativ-Klemmbausteinherstellern gegangen,

Speaker0: weil ich einfach die Sets schöner fand und ich bin ein leidenschaftlicher Klemmbausteinbauer

Speaker0: auch und habe meine Sets hier auch stehen und ja, aber man kann so viele schöne

Speaker0: Sachen da selber draus bauen.

Speaker0: Und es gibt so viele Mocks im Internet, die angeboten werden.

Speaker0: Wenn ich einmal so ein Set gekauft habe, auch von Lego, sei es von Lego,

Speaker0: kann ich ein Alternativ-Set daraus bauen.

Speaker0: Und für alle, die nicht so kreativ sind, gibt das Internet so viel her, was das angeht.

Speaker0: Da brauche ich nicht dieses teure Kunststoff im Prinzip von Lego zu kaufen.

Speaker0: Ich kann auch gebraucht gut am Gebrauchtmarkt gucken, was ist da,

Speaker0: was kann ich mir da besorgen in meiner Umgebung. und dann kann ich das gebrauchte

Speaker0: Lego nehmen und selber was Schönes draus bauen.

Speaker0: Mit Set-Anleitung aus dem Internet, die wirklich für jeden kostenlos angeboten werden.

Speaker1: Das stimmt. Ein Freund von mir hat sich damit den Umbau von seinem Häuschen finanziert mit Lego.

Speaker1: Der ist Softwareentwickler und hat sich einen Kaufroboter entwickelt.

Speaker1: Sobald jemand bei Kleinanzeigen oder so irgendwas einstellt,

Speaker1: verhandelt der Bot erstmal mit demjenigen, der da eingestellt hat.

Speaker1: Und wenn der Preis passt, dann gibt es eine Info und dann fährt er hin und holt

Speaker1: das Zeug ab. Er hat sich so ein paar große Waschmaschinen hingestellt in den

Speaker1: Keller, dann kommt das neue Lego erstmal in den Bettlaken oder in den Überzug,

Speaker1: dann wird es zweimal gewaschen, dann wird es sortiert.

Speaker1: Der hat richtige Greiferkästen im Keller, wo er dann einfach,

Speaker1: wenn er dann sagt, hier, ich will jetzt irgendwie den Millennium-Falken bauen,

Speaker1: dann hat er den Zettel hinten, die Pickliste und packt das ganze Zeug zusammen

Speaker1: in eine Tüte und eine ausgedruckte Bauanleitung dazu.

Speaker1: Und dann kostet der Millennium-Falke halt 100 Euro statt 300 Euro.

Speaker0: Wahnsinn. Das ist richtig toll. Ja, ich mache das auch.

Speaker0: Also ich habe Röhmner auch gebraucht. Ich lege und sortiere dann die Steine

Speaker0: aus mit dem Kleber drauf und packe die dann in diese Waschbeutel rein,

Speaker0: also im ganz Kleinen, und tue die dann auch einmal in eine Waschmaschine durchjagen,

Speaker0: weil man weiß ja nicht, wo die Steine vorher waren.

Speaker0: Dann lege ich die zum Trocknen in die Sonne und fertig ist das Ding.

Speaker0: Also das ist auch kein großer Aufwand.

Speaker0: Geringe Gradzahl einstellen, ab in die Waschmaschine und die Steine sind wie neu.

Speaker0: Die sind 30 Jahre alt, die Steine, und sind wie neu, kommen wie aus der Waschmaschine.

Speaker0: Also da ist kein Qualitätsverlust.

Speaker0: Und deswegen, das ist Kunststoff, der wird ewig halten. Der baut sich so schwer

Speaker0: ab. Da können auch Generationen weiter mitbauen.

Speaker1: Richtig, aber du kannst die Aktion halt nicht beliebig oft machen,

Speaker1: weil du hast gerade gesagt, ich lege sie in die Sonne. Sonne und Wuppertal beißt sich bei mir im Kopf.

Speaker0: Ja, also ich habe ein Balkonkraftwerk. Also so schlecht ist die Sonneneinstrahlung da nicht.

Speaker0: Also ich kann davon gut haushalten. Im Sommer sind wir autark damit und im Moment geht es auch schon.

Speaker0: Die ersten Sonnentage waren schon richtig gut. Da konnten wir dann auch so 24

Speaker0: Stunden mit der Sonne noch den Speicher, wird damit gefüttert und da konnten

Speaker0: wir dann damit auskommen.

Speaker1: Okay. Ja, mein Opa hat früher immer gesagt, in Wuppertal ist es immer nur am Schütten.

Speaker1: Und wenn es immer wieder besonders auf den Nerv gegangen ist,

Speaker1: hat er gesagt, am besten machst du einen großen Balken über die Stadt, über das Tal.

Speaker1: Und dann sollen die Wuppertaler einmal in der Woche da raufgehen,

Speaker1: dann kannst du den ganzen Driss zuscheißen.

Speaker1: Das war seine Meinung dazu.

Speaker0: Ja, Wuppertal ist immer die regenreichste Stadt hier in Deutschland.

Speaker0: Das ist bekannt, man sagt ja auch, Wuppertaler werden mit dem Regenschirm zur Welt gebracht.

Speaker0: Das ist so ein gängiger Spruch. Ich persönlich habe selber gar keinen Regenschirm,

Speaker0: weil ich finde immer, es gibt nur schlechte Kleidung im Prinzip.

Speaker0: Deswegen, mir macht der Regen nichts aus. Ich freue mich ehrlich gesagt,

Speaker0: wenn es mal regnet, weil die Natur braucht das Wasser, den Regen.

Speaker0: Und da sind wir noch ganz gut mit dabei hier in Wuppertal, also da haben wir,

Speaker0: Und letztes Jahr hatten wir im März eine ziemlich lange Trockenheitsphase,

Speaker0: wo wir wirklich kurz vorher hatten wir noch eine Pflanzaktion gemacht,

Speaker0: glaube ich, mit 1100 Bäumen im Ronsdorf an der Talsperre, wo wir die im Wald

Speaker0: gepflanzt haben. Und dann war sechs Wochen lang nur Dürre.

Speaker0: Da hatten wir auch schon Sorgen, dass die Bäume das nicht aushalten.

Speaker0: Die haben es aber zum Glück echt gut ausgehalten, die Sprösslinge,

Speaker0: und sind echt was geworden, was uns richtig stolz gemacht hat und das hier auch überlebt haben.

Speaker0: Aber die müssen sich an diese Klimabedingungen eben halt gewöhnen.

Speaker0: Die Natur muss lernen, damit umzugehen, weil die Veränderung ist da und die

Speaker0: können wir leider nicht mehr rückgängig machen. Wir können nur versuchen, es zu stoppen.

Speaker0: Und deswegen ist das sehr wichtig, dass wir da dranbleiben.

Speaker1: Aber das ist doch der saure Regen, der uns immer erzählt wurde früher.

Speaker1: Ich kann mich noch erinnern, wenn wir irgendwo langgefahren sind,

Speaker1: da waren dann so Wälder, die halt hauptsächlich für die Produktion von Papier

Speaker1: zum Beispiel gedacht waren, die sind halt relativ astarm.

Speaker1: Und das waren dann so halbkahle Wälder und dann hieß es immer,

Speaker1: ja, der saure Regen, da hat mein Papa sich einmal drüber lustig gemacht.

Speaker1: Nee, die Bäume, die sollen so aussehen.

Speaker0: Ja, ja, klar.

Speaker1: Nachher die Arbeit mit dem Forrester weniger ist bei der Entastung.

Speaker1: Also, die Bäume werden ja sowieso geschlagen. Also,

Speaker0: Ja, das hast du natürlich. Aber wir haben hier einen relativ guten Mischwaldbestand in Wuppertal.

Speaker0: Wir haben eigentlich nicht so die Wälder, wo man sagen würde,

Speaker0: wir haben wirklich da auch jetzt diesen Samstag haben wir wieder in Ronsdorf

Speaker0: an der Talsperre auch so um die 1200 Bäume gepflanzt.

Speaker0: Da haben wir auch Esskastanien und Eichen gepflanzt.

Speaker0: Und das ist halt ein Mischwald, der da entsteht.

Speaker0: Die werden auch immer im Wechsel gepflanzt, weil der eine Baum mit dem anderen

Speaker0: natürlich dann gut zusammenpasst. Und ja, da werden wir auch betreut von Forstamt,

Speaker0: die kennen sich damit aus, da sind wir nicht die Fachleute drin.

Speaker0: Und die sagen uns, was funktioniert, was kann funktionieren,

Speaker0: was kann den Witterungen Bestand halten und auch den Borkenkäfern und allen

Speaker0: Unwidrigkeiten, die da immer kommen von der Natur.

Speaker1: Ja, wir waren jetzt letztens bei einer Aktion vom Bayerischen Vogelschutzbund.

Speaker1: Da ging es auch darum, Baumschlag nicht mit großen Maschinen,

Speaker1: sondern mit Pferden zu machen.

Speaker1: Und das war super spannend, einfach weil du nicht solche riesengroßen Rückegassen

Speaker1: brauchst, wenn du mit Maschinen arbeitest.

Speaker1: Und die haben dann auch erzählt, dass eben viel der Baumschläge gemacht werden,

Speaker1: um halt dem Boden mehr Licht zu verschaffen, damit dann halt junge Bäume auch

Speaker1: wachsen können, weil die brauchen ja trotzdem auch ein bisschen Licht.

Speaker1: Und ich weiß nicht, also das war für mich auch neu, dass die haben gesagt,

Speaker1: dass das Aufbereiten des Bodens, also das Auflockern, das Mulchen, das bringt alles Geld.

Speaker1: Also es gibt staatliche Förderung dafür, wenn du dich halt so um einen Quadratmeter

Speaker1: Waldboden kümmerst, da gibt es Geld dafür,

Speaker1: du machst halt Fotos, dokumentierst das Ganze und dann gibt es einen Antrag

Speaker1: und dann wird es halt auch finanziert, weil viele halt auch sagen,

Speaker1: ja warum soll ich das machen, ist doch mir egal, was auf dem Waldboden los ist.

Speaker1: Aber wenn man den Leuten Geld dafür gibt, dann wird es auf einmal doch gemacht.

Speaker0: Ja, das ist natürlich dann wieder der andere Gedanke, der wirtschaftliche Gedanke,

Speaker0: der dann in einem hochkommt.

Speaker0: Ja, ich habe ein wirtschaftliches Interesse daran, jetzt den Wald doch mich

Speaker0: darum zu kümmern, gerade wenn ich Inhaber eines Waldes bin und versuche dann

Speaker0: natürlich das Geld abzugreifen.

Speaker0: Aber ja, das ist ja wie mit allen Förderungen, die wir so haben.

Speaker0: E-Auto-Förderung, Solar- und Kraftförderung oder halt eine Wärmepumpen- oder

Speaker0: eine Energiewendenförderung.

Speaker0: Das sind alles Anreize, die geschaffen werden müssen, um die Leute zu motivieren,

Speaker0: darüber nachzudenken, ob ich nicht doch lieber auf eine Alternative gehe.

Speaker0: Ja, das ist aber das, was funktioniert, was die Leute motiviert.

Speaker0: Das war wie mit der Abwrackprämie. Das hat auch wunderbar funktioniert.

Speaker0: Die Leute sind nicht schnell genug mit ihren Autos losgeworden,

Speaker0: nur um die Abfragprämie zu bekommen.

Speaker0: Das waren ein Wahnsinnsphänomen von ein paar Jahren, wie die Leute ihre Autos

Speaker0: alle losgeworden sind und haben noch Gebrauchte gekauft teilweise,

Speaker0: nur um diese Abfragprämie zu bekommen. Also Wahnsinn.

Speaker1: Ja, hat den Ersatzteilmarkt leider nachteilig beeinflusst.

Speaker1: Du kriegst halt keine Autos mehr beim Schlachter, das ist das Problem.

Speaker1: Und auch keine Teile für manche Autos mehr.

Speaker1: Und das ist echt schwierig. Also auch im Zweiradbereich ist das auch so.

Speaker1: Italien hat ja auch eine Umweltprämie für Roller und auf einmal kriegst du halt

Speaker1: keine Ersatzteile mehr für Vespa und Co. Das ist echt schade.

Speaker0: Ja, also was im Moment so ein bisschen Gespräch ist, ist ja diese im Prinzip

Speaker0: Prämie dafür für Reparaturen.

Speaker0: Also es soll ja eine Prämie geben, das wird von der EU gerade beschlossen oder

Speaker0: ist im Gespräch, dass man ein Recht auf Reparatur hat, was meine Elektrosachen

Speaker0: angeht, zu Hause wie ein Laptop, mein Handy.

Speaker0: Es geht kaputt, ich habe ein Recht, es reparieren zu lassen und damit eben halt

Speaker0: nicht wieder ein neues Handy angeschafft werden muss.

Speaker0: Und das halte ich für einen guten Weg, um da auch mit einer Prämie vielleicht

Speaker0: zu kommen und sagen, wenn du in ein Reparaturcafé gehst oder eine Reparaturwerkstatt,

Speaker0: dann kriegst du da eine Prämie bei 200 Euro,

Speaker0: kriegst du 5%, 10% des Reparaturpreises zurückerstattet.

Speaker0: Und so kriege ich die Leute auch nochmal damit anders dran, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen.

Speaker0: Muss es jetzt wirklich ein neuer Laptop sein?

Speaker0: Muss die Waschmaschine wirklich jetzt ausgetauscht werden?

Speaker0: Da sind so viele Ressourcen reingeflossen in diese Geräte, in diese Teile und

Speaker0: da muss man gucken, mit so einem Reparaturbonus kann ich nochmal ganz anders

Speaker0: die Leute motivieren, sich mit ihren Dingen auseinanderzusetzen,

Speaker0: die sie so im Alltag benutzen und diese brauchen.

Speaker1: Sicherlich und damit lieferst du eine Rampe zum Thema Green IT und Green Elektrogeräte.

Speaker1: Ich gebe dir da vollkommen recht, gerade bei den Mobiltelefonen und Computern

Speaker1: ist das natürlich ein Problem, aber gerade da spielt natürlich der Lobbyismus

Speaker1: eine große Rolle, weil halt die Hersteller von solchen Geräten auch natürlich damit kalkulieren,

Speaker1: dass das, was da an Gold und sonst was in die Geräte reinfließt,

Speaker1: auch zurück in den Markt kommt.

Speaker1: Es ist einfacher und nachhaltiger für Apple und Samsung, wenn die Geräte geschreddert

Speaker1: werden, weil dann kann ich meine Ressourcen halt da locker wieder rausziehen.

Speaker1: Und wenn du mal guckst, was aktuell Gold kostet oder auch Silber,

Speaker1: dann müsste ich es halt auf dem Markt einkaufen, da habe ich mehr Kosten,

Speaker1: dann muss das Telefon noch teurer werden.

Speaker0: Ja, das ist richtig. Also das ist klar, das ist ein großes, großes Problem.

Speaker0: Wir nutzen Ressourcen, die halt endlich sind.

Speaker0: Und wenn ich allein über ein Handy, ein Smartphone nachdenke,

Speaker0: Wie viel Edelmetalle da drin sind.

Speaker0: Wie du schon sagst, Gold hat Preise mittlerweile, weil es halt nur in bestimmten Mengen vorrätig ist.

Speaker0: Und wie die Bedingungen sind von den Abbaugebieten, da reden wir noch gar nicht drüber.

Speaker0: Und ja, man muss halt gucken, ist es wirklich immer notwendig,

Speaker0: das neueste iPhone, das neueste Samsung zu besitzen?

Speaker0: Kann man nicht auch, also da nehme ich auch die Hersteller in Verpflichtung,

Speaker0: immer diese Software, die dann im Prinzip nach ein paar Jahren nicht mehr aktualisiert

Speaker0: werden, zu sagen, ja, ich lasse jetzt mein Modell auslaufen,

Speaker0: ich habe nächstes Jahr das nächste Modell und dann habe ich noch drei Jahre

Speaker0: und dann läuft es wieder aus, dann wird die Software nicht aktualisiert.

Speaker0: Und ich bin auch auf den Fairphone umgestiegen, weil ich gesagt habe,

Speaker0: ich möchte da nicht mehr mitmachen.

Speaker0: Ich habe dafür Einschränkungen in der geringen Maße, was so die Technologie angeht.

Speaker0: Aber ich sage, ich weiß, da wird es fair gehandelt, da werden die Ressourcen fair eingekauft.

Speaker0: Da weiß ich, da kriege ich jetzt die nächsten zehn Jahre ist mir garantiert

Speaker0: ein Software-Update für mein Handy und da weiß ich, was ich habe und die Leute

Speaker0: müssen sich wirklich überlegen, was stecken da für Ressourcen drin,

Speaker0: womit wurde das produziert und jedes Mal die Energie.

Speaker0: Im Endeffekt ist es immer, das Wort mag ich nicht, Verbraucher,

Speaker0: aber der Verbraucher ist derjenige, der es am Ende kauft.

Speaker0: Und wenn ich diesen Wirtschaftskreislauf ein bisschen durchbrechen möchte,

Speaker0: muss ich mich am Ende entscheiden, muss ich jetzt eine neue Waschmaschine haben

Speaker0: oder kann ich sie nicht reparieren?

Speaker0: Brauche ich einen neuen Laptop? Reicht mir der nicht, den ich habe,

Speaker0: auch wenn die Kamera nicht die neueste ist oder die Software,

Speaker0: die Hardware nicht die neueste ist, kann ich nicht einen Terabyte noch anschließen,

Speaker0: externe Festplatte etc.

Speaker0: Da gibt es Wege, die man gehen kann, um nicht immer das Neueste kaufen zu müssen.

Speaker0: Gebrauchtmarkt ist riesig, der ist wunderbar, den kann jeder nutzen,

Speaker0: gebrauchte Sachen zu kaufen. Wir hatten jetzt einen Umzug im Dezember.

Speaker0: Wir haben unheimlich viel gebraucht gekauft, weil wir auch unsere alten Sachen

Speaker0: teilweise verkaufen mussten aus Platzmangel und haben dann gebraucht,

Speaker0: teilweise die Sachen geholt, die wir dann brauchten, haben sie gekauft.

Speaker0: Entweder verkauft oder zu sozialen Kaufhäusern gebracht, hier in der Umgebung.

Speaker0: Die Tafel deutschlandweit aktiv, die nehmen die Sachen entgegen,

Speaker0: die sind dankbar für die Sachen, die geben sie noch mal weiter,

Speaker0: verkaufen sie, geben den Dingen ein zweites Leben.

Speaker0: Und das ist doch das, wovon wir alle profitieren, indem wir nicht ständig neu produzieren müssen.

Speaker0: Klar, wir sind ein wirtschaftliches Land, wo wir Wachstum generieren müssen.

Speaker0: Das ist keine Frage, aber wir sind Exportweltmeister. Also wir exportieren die

Speaker0: Ware und wir leben alle von dem Konsum im Endeffekt, aber diesen Kreislauf muss

Speaker0: man irgendwann durchbrechen, weil die Ressourcen nun mal endlich sind.

Speaker0: Wir sehen es alle an den Tanksäulen im Moment, was da auf uns zukommt.

Speaker0: Die Produkte werden alle wieder teurer werden.

Speaker1: Ja, also zur Aufklärung, heute ist der 16.3., habe ich letztes Mal auch gesagt,

Speaker1: welches Datum wir haben und habe dann gesagt, wenn jetzt auf der Welt gerade

Speaker1: irgendwas passiert, wir wissen es nicht und kein Wunder, ihr wundert euch nicht,

Speaker1: wenn wir es nicht ansprechen, das war genau der Tag, als der Krieg im Iran losging.

Speaker0: Ja.

Speaker1: Habe ich halt nicht mitgekriegt oder keiner von uns wusste es von den Gästen

Speaker1: und ja, manchmal ist das so.

Speaker1: Aber ich gebe dir schon recht und auch gerade, was das ganze Thema mit den Gerätschaften

Speaker1: angeht, das nennt man geplante Obsoleszenz, was da stattfindet.

Speaker1: Einfach noch mehr draufdrücken und dann sagen, ja, das iPhone geht nicht mehr

Speaker1: und das geht auch nicht mehr, ist jetzt halt so Pech gehabt.

Speaker1: Manche Gerätehersteller machen das ja auch absichtlich. Es gibt da so einen

Speaker1: Lautsprecherhersteller, der hat auch durch ein Update die ganzen Gerätschaften einfach getötet.

Speaker1: Das ist halt verboten. Ich kann nicht ein Update rausgeben und sagen,

Speaker1: ja, alles, was jetzt nicht mehr funktioniert, geht halt nicht mehr.

Speaker1: Kauft ihr was Neues. Ist halt eine Schweinerei.

Speaker0: Ja, natürlich. Aber das ist die Gefahr halt.

Speaker0: Das ist die Gefahr. Das ist ja auch mit den Handys so.

Speaker0: Da geht man ja auch teilweise davon aus, dass da Bauteile eingebaut werden,

Speaker0: die dann irgendwann ablaufen und sagen, ich gebe jetzt den Geist auf,

Speaker0: wie das Display oder sonst irgendwas.

Speaker0: Zum Beispiel auch diese fest verbauten Akkus, die finde ich nicht in Ordnung.

Speaker0: Also ich kann es verstehen, dass man das macht, damit das dann wassergeschützt

Speaker0: ist und das Handy oder Smartphone nicht ins Wasser fallen kann und dann der Akku nicht kaputt geht.

Speaker0: Aber wie oft passiert das? Also wie oft passiert das wirklich,

Speaker0: dass ich mein Handy ins Wasser reinfallen lasse?

Speaker0: Das ist sehr unwahrscheinlich.

Speaker0: Obwohl meiner Mutter das schon

Speaker0: passiert ist. Aber ja, ich finde das mit diesen fest verbauten Akkus.

Speaker0: Ich habe das mal reparieren lassen mit einem fest verbauten Akku.

Speaker0: Da musste es wirklich auseinandergerissen werden und musste der Kleber komplett

Speaker0: gelöst werden, damit der Akku dann einmal ausgetauscht werden konnte.

Speaker0: Aber dafür konnte ich dann das Handy auch wieder drei Jahre länger nutzen.

Speaker0: Und das ist wesentlich effizienter, als wenn ich jetzt mir ein neues Modell

Speaker0: gekauft hätte, weil ich war es auch nicht bereit.

Speaker0: Ich war es einfach nicht bereit. Das Handy war, glaube ich, drei,

Speaker0: vier Jahre alt und ich war nicht bereit zu sagen, wegen dem Akku,

Speaker0: weil die Leistung nach einem halben Tag immer weg war, dass ich jetzt nur wegen

Speaker0: dem Akku da ein neues Handy kaufe.

Speaker0: Das war ich einfach nicht bereit, weil die Preise auch für so ein Gerät ja auch nicht ohne sind.

Speaker0: Also die Reparatur hat mich knapp 100 Euro gekostet.

Speaker0: Neues hat mich den achtfachen Preis gekostet wahrscheinlich.

Speaker1: Ja, und auch da muss man halt auch sagen, man kann es natürlich auch selber machen.

Speaker1: Wobei das ein gefährliches Spiel ist. Also ich habe des Öfteren schon so einen Akku getauscht.

Speaker1: Kann man machen, geht, wenn man vorsichtig ist.

Speaker1: Gerade diese Flachbandkabel, die reißen gerne mal und man darf nicht zu aggressiv an den Akku rangehen.

Speaker1: Das ist mir passiert, ich habe den angestochen und dann fing der an heiß zu

Speaker1: werden und so Rauch von sich zu geben.

Speaker1: Und dann hatte ich Gott sei Dank in der Nähe einen Eimer mit Sand drin,

Speaker1: der war auch für Löschzwecke.

Speaker1: Ich habe das Handy in den Akku dann da drin verbuddelt und habe den in den Eimer

Speaker1: rausgestellt, weil ich gesagt habe, ich weiß nicht, was da noch passiert.

Speaker1: War natürlich an einem Freitag und ich habe den dann mit Abstand zum Haus hingestellt,

Speaker1: in der Hoffnung, dass er nicht umkippt oder wenn er in die Luft geht,

Speaker1: der Akku, dass dann niemand in der Nähe ist, aber das ist schon nicht ganz ungefährlich.

Speaker0: Also ich würde da auch nie jemandem sagen, er sollte das selber machen,

Speaker0: gerade was Elektronik angeht, ist immer ein heikles Thema,

Speaker0: gerade weil man sehr viel selber kaputt machen kann bei Elektronik,

Speaker0: weil sie filigran ist, weil sie klein ist und alles kleiner wird bei Elektronik.

Speaker0: Also entweder in einem Reparaturcafé, da wird einem per Anweisung geholfen,

Speaker0: wenn ich ein freies Reparaturcafé gehe oder ich gehe halt wirklich zu einem

Speaker0: Elektromarkt, der sich auf Reparaturen spezialisiert hat und lasse es dort von

Speaker0: professionellen Leuten reparieren, weil die sich auch erden,

Speaker0: damit keinen elektronischen Einfluss auf das Gerät kommt.

Speaker0: Und ja, deswegen, also ich würde Elektronik immer sagen, das sollte man nicht

Speaker0: selber machen, wenn man da wirklich keine Ahnung von hat und auch nicht mit

Speaker0: irgendwelchen YouTube-Videos, weil man muss sich da wirklich erden, gucken,

Speaker0: dass man jetzt keinen Strom überträgt, gerade was Handys angeht.

Speaker0: Da kann so ein Millistrom auch mal schnell die ganze Platine zerstören.

Speaker1: Ja, und vor allem trockene und saubere Finger, kein Fett da reinbringen.

Speaker1: Das ist der Tod für die Geräte auf Dauer.

Speaker0: Richtig.

Speaker1: Ja, und jetzt haben wir im Prinzip Entsorgung, Recycling. Und dann noch ein

Speaker1: Punkt, den ich an der Stelle anbringen möchte.

Speaker1: Künstliche Intelligenz ist eine Sauerei für unseren Planeten, muss man einfach sagen.

Speaker1: So cool wie das alles ist, aber was für ein Schmarrn betrieben wird mit diesen

Speaker1: Systemen, damit irgendein lustiges Bildchen hier und da irgendein Text oder, oder, oder.

Speaker1: Wir müssen uns halt mal klar sein, dass diese ganze KI-Geschichte wirklich eine

Speaker1: große Sauerei ist. Also der Energieverbrauch ist riesig.

Speaker1: Im Jahr 2021 wurde geschätzt, dass das Training von einem großen KI-Modell CO2

Speaker1: im Bereich von 200 Tonnen verursachen kann.

Speaker1: Natürlich abhängig davon, wo der Strom oder die Energie herkommt.

Speaker1: Also wenn sie jetzt dafür Kohle verbrennen würden, um dann irgendeine Turbine

Speaker1: damit zu betreiben, dann wird es natürlich mehr.

Speaker1: Microsoft beispielsweise baut halt eigene Kernkraftwerke in Amerika.

Speaker1: Die sagen halt, wir wollen uns nicht abhängig machen, wir wollen aber hier ein

Speaker1: Rechenzentrum, weil hier ist die Kombination aus Internetanbindung und Grundstückspreis

Speaker1: super, ja dann bauen wir uns halt ein AKW dahin.

Speaker1: Kann man sich halt auch überlegen, ob das jetzt gut ist, aber Fakt ist, es wird getan.

Speaker1: Ich habe mal mit jemandem gesprochen, der ist dafür zuständig,

Speaker1: Rechenzentrumsfläche einzukaufen in den Staaten und der hat auch gesagt,

Speaker1: naja, wenn ich halt mal ein Quartal nichts eingekauft habe und wir nichts Neues

Speaker1: gebaut haben, war das Budget ja noch über. Das ist wie bei der Bundeswehr.

Speaker1: Die Munition muss verballert werden, sonst kriegst du demnächst mal keine mehr.

Speaker1: Da ist auch so, die Kohle muss ausgegeben werden. Hat er gesagt,

Speaker1: naja, dann baust du dir halt ein Kernkraftwerk oder kaufst eins, was schon da ist.

Speaker0: Ja, das wird die nächsten Generationen das große, große Thema werden. Die Energie.

Speaker0: Die Energie. Wir wissen alle, die Robotertechnologie geht immer weiter voran.

Speaker0: KI ist der Vorreiter. Wir haben alle einen Riesenbedarf in Zukunft.

Speaker0: Wenn wir alle zu Hause einen Roboter haben wollen, wenn wir alle zu Hause oder

Speaker0: in den Firmen, werden viele Jobs wahrscheinlich durch Roboter einfach ersetzt

Speaker0: werden. Und diese Roboter brauchen Strom.

Speaker0: Das ist allen klar. Das ist wie mit unseren Elektroautos. Die ganze Elektromobilität,

Speaker0: die ganze Umstrukturierung auf Elektromobilität.

Speaker0: Wir haben jeder durchschnittlich zwei Autos momentan.

Speaker0: Und ja, wenn jedes ein Elektroauto wird, müssen ja auch alle mit Elektrostrom betankt werden.

Speaker0: Deswegen muss diese erneuerbare Energie, der Ausbau da wesentlich schneller

Speaker0: vorangehen, weil sonst haben wir keine Chance.

Speaker0: Sonst werden eben halt, wie gesagt, Atomkraftwerke wieder gebaut und die Ressourcen

Speaker0: da reingesteckt, anstatt in erneuerbare Energien zu gehen.

Speaker0: Also das sehe ich ja hier in Deutschland, kriegt man das ja tagtäglich mit,

Speaker0: Dass das Netz nicht ausreicht,

Speaker0: für die erneuerbaren Energien werden die dann gedrosselt, die großen Solarfelder,

Speaker0: weil die Netze das nicht auffangen können, gerade in der Sommerzeit,

Speaker0: da wo der meiste Strom produziert wird.

Speaker0: Die Forschung ist da dran, große Speicher zu entwickeln, um Zwischenspeicherungen zu haben.

Speaker0: Da gibt es tolle Projekte, die umgesetzt werden.

Speaker0: Aber da müssen wir viel mehr Power auch weltweit reinstecken.

Speaker0: Also das ist das Thema der nächsten Jahre, weil Strom wird ein Riesenbedarf werden, Riesenbedarf.

Speaker0: Also es wird alles auf Strom gesetzt, alles ist ausgerichtet auf Strom.

Speaker0: Sei es Elektrofahrzeuge, sei es Robotertechnik, alles wird mit Strom betrieben.

Speaker0: Und da muss man gucken, dass man wirklich mit den Erneuerbaren vorankommt, das ausbaut.

Speaker0: Und da haben wir uns schon abhängen lassen mit der Solarzellenforschung und

Speaker0: dem Aufbau der Solaranlagen.

Speaker0: Da ist China-Vorreiter, gar

Speaker0: keine Frage, die schmeißen uns zu mit Solarzellen und Solarkraftwerken.

Speaker0: Was super ist, die sind für wirklich ein kleines Geld, ist jetzt eine Solaranlage

Speaker0: zu haben für jeden zu Hause auf dem Balkon, der die Möglichkeit hat,

Speaker0: einen Balkon und eine kleine Solaranlage hinzuzummern.

Speaker0: Sag ich jedem, macht es. Es hilft nur, es hilft uns allen und der Energiehunger wird steigen.

Speaker0: Gar keine Frage, auch zu Hause im Privaten. Wir haben alle mittlerweile oder

Speaker0: viele steigen jetzt auf diese kleinen Saugroboter um im Freundeskreis.

Speaker0: Die holen sich alle einen Saugroboter und dann fahren die nur noch die Saugroboter.

Speaker0: Aber die werden alle mit Energie und Strom permanent beliefert.

Speaker0: Also das ist ein Trend, der ist nicht mehr aufzuhalten.

Speaker0: Das ist der technologische Fortschritt, der aber auch uns alle viel kosten wird.

Speaker0: Und das fing ja mit dem Bitcoin an.

Speaker0: Der Bitcoin ist auch ein Energiefresser schlechthin, die Kryptowährung.

Speaker0: Also da werden Kraftwerke betrieben in Neuseeland, Irland, glaube ich,

Speaker0: weil da einfach billiger ist, den Strom zu beziehen.

Speaker0: Da werden die Rechenzentren permanent laufen lassen, um diese Formel zu lösen jedes Mal.

Speaker0: Und es ist Wahnsinn, was da Energie rausgeht.

Speaker1: Ja, der Bedarf ist ja da, sieht man ja. Wenn man guckt, was aktuell Arbeitsspeicher

Speaker1: und auch Grafikkarten kosten momentan, das ist irre.

Speaker1: Jetzt ist es halt die KI, die den Preis treibt. Vorher war es halt Bitcoin und

Speaker1: Co., also Crypto-Mining.

Speaker1: Und ja, auch zu dem Thema, was heißt denn das, es verbraucht was,

Speaker1: habe ich auch nachgelesen, so ein KI-Modell wie GPT-3 verbraucht mehrere hundert Megawattstunden.

Speaker1: Es gibt eine Schätzung, dass der Energieverbrauch für das Training eines einzelnen

Speaker1: Modells bei 400 Megawattstunden geschätzt wird. Also das ist irre.

Speaker1: Und auch da muss man sagen, wir sind als Deutsche halt irgendwie zu engstirnig.

Speaker1: In der Wohnanlage, wo ich wohne, die ist 2017 fertiggestellt worden.

Speaker1: Hier hat jeder Parkplatz in der Tiefgarage eine 12-Volt-Steckdose.

Speaker1: Wenn ich da mal so drüber gucke, wie viele Autos da unten geladen werden über

Speaker1: Nacht, das sind mit Sicherheit 12.

Speaker1: Und dann brauchst du dich halt nicht wundern, weil das ganze Zeug ist dafür

Speaker1: nicht ausgelegt. Das sind alles 10-Ampere-Sicherung.

Speaker1: Und dann wird irgendwann mal ein Kabel warm. Das ist klar, weil hier laden nicht

Speaker1: nur normale kleine E-Autos, sondern da sind halt auch Elektro-Porsche und alles

Speaker1: dabei, die saugen halt schon richtig.

Speaker1: Außerdem macht es keinen Spaß mit so einem 12 Volt zu laden.

Speaker1: Es macht einfach keinen Spaß, weil das Auto wird nie voll.

Speaker0: Ja, klar. Also meine Eltern haben das. Sie haben ein Reihenhaus.

Speaker0: Da haben jetzt zwei Häuser, meine ich, eine Wallbox installiert bekommen.

Speaker0: Sie müssen jetzt sich ranhalten, dass sie die dritte bekommen,

Speaker0: sonst wird überhaupt gar kein Haus mehr in der Reihe versorgt mit Wallboxen,

Speaker0: weil das Netz da nicht für ausgelegt ist. Die kriegen gar keine Freigabe bei

Speaker0: der Wallbox-Beantragung.

Speaker0: Die dürfen die Wallbox schon installieren, aber die dürfen sie dann nicht benutzen.

Speaker0: Die wird dann nicht ans Netz angeschlossen, weil die Netze nicht dafür ausgelegt sind.

Speaker0: Da ist die Planung halt sehr spät und wir sind da sehr engstirnig,

Speaker0: was das angeht, allein mit den Balkonkraftwerken. Also diese ganze Diskutiererei,

Speaker0: wie viel so eine Hausleitung aushält, wie viel darf ich einspeisen.

Speaker0: Wir sind jetzt gerade, glaube ich, bei 800 Watt momentan, die wir einspeisen dürfen ins Hausnetz.

Speaker0: Meine Anlage schafft gerade die 900 Watt pro Stunde maximal.

Speaker0: Das reicht auch, den Speicher zu füttern mit seinen 3,2 Kilowattstunden,

Speaker0: den voll zu machen und dann können wir die 800 Watt Maximum,

Speaker0: aber wenn man mal so guckt, wie viel überhaupt so ein Elektrogerät verbraucht,

Speaker0: das wissen die meisten gar nicht wenn ich eine Mikrowelle anmache die ist bei

Speaker0: 1400 Watt also wenn die einmal läuft dann ist es schon vorbei also dann werden

Speaker0: die maximal 800 Watt reingelassen und dann ist Ende, mehr geht nicht.

Speaker0: Eine Waschmaschine, all diese großen Elektrogeräte, die verbrauchen unheimlich

Speaker0: viel Watt. Das wissen die meisten gar nicht. Die beschäftigen sich auch nicht damit.

Speaker0: Deswegen finde ich immer diese Balkongrafwerke sehr schön, weil es nochmal anschaulich

Speaker0: macht vor Ort, wie viel verbrauchen überhaupt meine Elektrogeräte permanent.

Speaker0: Wie viel verbraucht mein Kühlschrank permanent.

Speaker0: Die verbraucht, glaube ich, gerade 37 Watt momentan.

Speaker0: Deswegen also diese ganzen kleinen Kriechströme. Mein Monitor,

Speaker0: der verbraucht 4 Watt, wenn der ausgeschaltet ist.

Speaker0: Trotzdem noch. Also das ist all solche Kleinigkeiten, wo die Leute sich gar

Speaker0: nicht mit auseinandersetzen.

Speaker0: Aber der Energiebedarf, der ist riesig, was angeht.

Speaker0: Allein im Hausbedarf, würde ich jetzt mal so im Durchschnitt sagen,

Speaker0: brauchen wir 100 Watt permanent an der Leitung, die verbraucht werden durch

Speaker0: alle Kriegströme, durch alle Kleinigkeiten, die permanent laufen müssen,

Speaker0: was die Leute aber eigentlich gar nicht so auf den Schirm haben.

Speaker1: Ja, also ich bin halt da ein großer Fan von Selbstnutzen, von dem,

Speaker1: was du nicht verbrauchen kannst.

Speaker1: Puffern und selber nutzen für die Zeit, wenn halt mal die Sonne nicht scheint

Speaker1: oder wenn halt mal von Stadtseite halt kein Strom reinkommt.

Speaker1: Oder wenn du das als Notstrom wirklich benutzen kannst, was ja geht theoretisch

Speaker1: und praktisch geht es auch, also ein Kollege von mir hat das gemacht,

Speaker1: dann halte ich das für sinnvoll und wenn du dann noch zusätzlich variablen Stromeinkauf

Speaker1: irgendwie lösen kannst, was ja noch nicht zulässig ist momentan scheinbar,

Speaker1: dann wird da ein Schuh draus, dass ich sage, ich kaufe halt wenn ich Strom von

Speaker1: außen beziehe immer da den Strom ein, wo er gerade am günstigsten ist.

Speaker0: Also da Da ist jetzt, also meine Eltern haben die Anlage jetzt bekommen,

Speaker0: die haben mit variablen Strom zu Kauf.

Speaker0: Also die können den Speicher nachts füttern mit dem Strom, der dann am günstigsten

Speaker0: ist. Also die können das auch per App alles einstellen.

Speaker0: Das ist alles scheinbar offiziell freigegeben.

Speaker0: Das ist die effizienteste Lösung. Also wirklich den Strom, den ich selber produziere,

Speaker0: auch selber verbrauchen.

Speaker0: Deswegen haben wir auch eine Speicherlösung gesagt, weil wir tagsüber arbeiten sind.

Speaker0: Wir sind nicht hier im Haushalt. Wir haben smarte Steckdosen installiert,

Speaker0: wo eben halt der Kühlschrank sagt, ich brauche jetzt 37 Watt momentan.

Speaker0: Und die werden dann von dem Balkonkraftwerk, entweder wenn du es gerade einspeist,

Speaker0: bereitgestellt vom Speicher oder der Speicher, wenn der voll ist,

Speaker0: sagt er, ich gebe die direkt ab an den Kühlschrank oder jetzt an den Rechner, der gerade läuft.

Speaker0: Das ist alles über smarte Steckdosen. Da gibt es wunderbare Lösungen,

Speaker0: weil eben halt ein Balkonkraftwerk dann erst effizient ist, wenn ich wirklich

Speaker0: den Strom möglichst viel selber verbrauchen kann.

Speaker0: Also wenn ihr, sonst würde ich immer sagen, nehmt eine kleine Lösung,

Speaker0: so sagen wir mal 200 Watt, die reichen vollkommen aussatz sind,

Speaker0: das ist maximal ein Modul, ein großes Modul produziert 400 Watt,

Speaker0: das reicht mit Wechselrichter dran,

Speaker0: die kosten nichts mehr, die kosten 80 Euro die Module, der Wechselrichter noch

Speaker0: dran und dann speist ihr das ein, wenn ihr es nicht mehr auf smarte Weise lösen

Speaker0: wollt und damit habt ihr allen Grundbedarf gedeckt, den ihr produziert momentan.

Speaker1: Ja, siehst du mal, sind wir zu einem ganz anderen Thema abgedriftet,

Speaker1: aber das ist halt auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Speaker1: Ich habe ein hybrides Auto und ich sage halt, ich möchte nicht,

Speaker1: wenn es geht, möchte ich mich nicht auf Benzin bewegen, sondern ich würde gerne

Speaker1: halt die Batterien nutzen in meinem Auto.

Speaker1: Bloß mit dem, was da aus der Steckdose rauskommt, das ist halt so langsam.

Speaker1: Ich bin mir im Klaren, dass es nicht möglich ist, mit einem Hausanschluss die

Speaker1: 18 kW aufzuladen in einer halben Stunde zu Hause. Also dafür bräuchtest du halt

Speaker1: dann einen Schnelllader um die Ecke.

Speaker1: Ich habe einen, aber da müsste ich tatsächlich dann auch im Regen erstmal hinlaufen,

Speaker1: um mein Auto wieder zu holen.

Speaker1: Und dann ist das Problem mit der Blockiergebühr. Wenn ich jetzt abends da hinfahre,

Speaker1: anschließe und nach Hause gehe, zahlst du halt Blockiergebühren.

Speaker1: Zu Recht, weil das ist ja kein Parkplatz. Das ist ja nur dafür,

Speaker1: um halt mal eben Kraftstoff, also Strom zu beziehen.

Speaker0: Ja, also gerade das Ärgerliche ist eigentlich, da ist die Gesetzgebung leider noch nicht weit genug.

Speaker0: Wir haben, also die Leute, die ein Auto haben, ein Elektroauto haben,

Speaker0: Entschuldigung, die haben natürlich im Eigenheim, haben da eine Solaranlage auf dem Dach.

Speaker0: Da haben die im Prinzip einen Speicher neben sich am Haus stehen,

Speaker0: den man auch nutzen könnte.

Speaker0: Also das Auto hat eine Speicherkapazität, die man nutzen könnte.

Speaker0: Wenn jetzt Zeiten sind, wo ich einspeise in den Speicher rein,

Speaker0: ich das Auto aber stehen lasse sowieso und ich damit fahre, könnte es auch direkt

Speaker0: wieder einspeisen und den Hausbedarf decken.

Speaker0: Also diese Speicherlösung, die wurde schon so oft diskutiert,

Speaker0: wird aber noch nicht angewendet, weil das eigentlich eine super Lösung wäre.

Speaker0: Der Speicher ist ja da, der steht vor meiner Tür.

Speaker0: Ich würde gerne auch auf Elektromobilität umsteigen. Ich wurde aber im Mehrfamilienhaus hier in Wuppertal.

Speaker0: Ich habe halt keine Möglichkeit hier vor Ort irgendwie einzuspeisen.

Speaker0: Ich müsste dann ein Kabel über die Straße legen und dann kriege ich wahrscheinlich

Speaker0: noch andere Probleme mit den Nachbarn.

Speaker0: Und deswegen, also mit meinem Balkonkraftwerk komme ich da natürlich auch nicht weit,

Speaker0: aber ich werde da auch demnächst umsteigen und ein Elektroauto mir holen,

Speaker0: weil ich einfach sage, ich muss den Umstieg schaffen und dann werde ich an öffentliche

Speaker0: Ladestellen erstmal gehen müssen, auch wenn die teurer sind.

Speaker0: Aber bei den Energiepreisen, die wir momentan haben, lohnt sich das.

Speaker0: Und der Boom ist ja gerade auch deswegen da, weil die Leute merken, das wird alles teurer.

Speaker0: Das wurde uns ja jetzt jahrelang eigentlich prognostiziert, dass die Energie-

Speaker0: und die Ressourcenpreise steigen werden.

Speaker0: Deswegen ist das ja mit der CO2-Steuer jetzt gekommen, da zu sagen,

Speaker0: ja, wir werden jetzt überall teurer mit den Produkten, der Sprit wird teurer.

Speaker0: Leute, ihr müsst umsteigen. Es ist eigentlich logisch.

Speaker0: Also jeder weiß es, aber ja, dann muss erst wieder so ein Krieg kommen und alle

Speaker0: oh, oh, oh, der Sprit ist so hoch.

Speaker1: Das stimmt, aber das war das letzte Mal mit der Ukraine schon so und jetzt ist

Speaker1: es halt im Iran das Problem.

Speaker1: Und ich habe damals, als wir uns das erste Mal mit Hybrid und E-Auto beschäftigt

Speaker1: haben, sagte auch der beim Händler, ja guck mal hier, was da drüben der Sprit

Speaker1: kostet, dann sprang der gerade auf über zwei Euro um, habe ich gesagt,

Speaker1: ja, das ist halt jetzt gerade mal so.

Speaker1: Aber dass das in so kurzen Zeitsprüngen jetzt sich wiederholt,

Speaker1: konnte halt damals auch keiner ahnen.

Speaker0: Das konnte keiner ahnen. Also die Situation kann keiner abschätzen. Das ist nun mal so.

Speaker0: Aber wir wissen alle, dass es immer verfügbar sein wird für alle.

Speaker0: Deswegen, der Preis wird steigen in den nächsten Jahren. Das ist gar keine Frage.

Speaker0: Deswegen ist es so wichtig, dass man umsteigt. Die, die aufs Auto angewiesen sind, ist klar.

Speaker0: Viele müssen beruflich viele Kilometer.

Speaker0: Ich wohne ja direkt am Ruhrgebiet.

Speaker0: Es pendeln so viele Menschen mit dem Auto jeden Tag, weil sie einfach die Flexibilität

Speaker0: brauchen, weil sie ihre Familien von A nach B bringen müssen.

Speaker0: Und deswegen ist es so nötig, dass sie umsteigen auf Elektromobilität.

Speaker0: Aber die Unternehmen müssen auch mitziehen. Also ich sehe es ja bei meinem Unternehmen,

Speaker0: ich habe das schon so oft angesprochen, wir brauchen Wallboxen auf dem Parkplatz.

Speaker0: Wir brauchen die Möglichkeit, dass die Leute da ihre Autos laden können,

Speaker0: weil wo stehen die Autos meistens rum?

Speaker0: Die stehen entweder vor der Haustür oder an der Arbeit, weil wir da acht bis

Speaker0: neun Stunden unserer Lebenszeit verbringen. Und da könnten die Leute super ihre Autos laden.

Speaker0: Und deswegen, also da musste ein Umdenken auch bei den Unternehmen stattfinden,

Speaker0: dass da Möglichkeiten geschaffen werden, wo die Leute ihre Autos laden können

Speaker0: und dann auch gut zur Arbeit kommen können.

Speaker1: Ja, es gab ja schon mehr solche Versuche, wenn man sagt, die Autos stehen einfach nur rum.

Speaker1: Man könnte ja da auch Car- oder Ridesharing draus machen oder eine fahrende

Speaker1: Packstation. Die Ideen gab es ja alle schon.

Speaker0: Ja, da ist ja, da warte ich ja eigentlich immer auf Tesla.

Speaker0: Die hatten das mal vor ein paar Jahren schon angekündigt, dass sie da so ein

Speaker0: autonomes Fahren ermöglichen wollen, wo man dann so ein Abo-Modell abschließt.

Speaker0: Und ich glaube, das ist noch weite Zukunftsmusik, aber dann werden wir wie ein

Speaker0: Netflix-Abo abschließen in Zukunft,

Speaker0: wo wir dann sagen, ich buche mir mein Auto, ich brauche das morgens um 5.30

Speaker0: Uhr vor meiner Haustür und dann fährt mich mein Auto zur Arbeit.

Speaker0: Und dann, wenn ich um 15 Uhr Feierabend mache, buche ich mir mein Auto wieder

Speaker0: und dann kommt es und holt mich ab.

Speaker1: Ja, wobei dafür Autonomität und Tesla, dafür sind die Aktien noch zu gut.

Speaker1: Da muss erst wieder die Märchenstunde von Elon Musk losgehen,

Speaker1: damit da irgendwas passiert.

Speaker0: Ja, ich hoffe auch nicht, dass es Tesla macht, aber ich persönlich, aber ja,

Speaker0: ich würde mir auch wünschen, wenn es da viel mehr Lösungen aus Deutschland geben

Speaker0: würde, damit man nicht auf andere Weltmarkt ausweichen muss,

Speaker0: auf andere Länder, aber da sind wir halt nicht so weit.

Speaker1: Ja, als in Bayern wohnen, da muss ich sagen, Audi oder BMW sind dafür doch prädestiniert

Speaker1: und als AG mit Hauptsitz in der Nähe von Stuttgart gerne auch Mercedes oder

Speaker1: Porsche, aber dann bitte zu bezahlbaren Preisen.

Speaker0: Genau.

Speaker0: Das wäre die Lösung. Das würde auch vieles erleichtern.

Speaker0: Wir würden weniger Autos kaufen müssen, weil wenn ich ein Abo-Modell habe,

Speaker0: brauche ich mir kein Auto mehr.

Speaker0: Dann kann ich vielleicht noch ein höheres Level buchen, wo ich dann sage,

Speaker0: ich zahle dann jetzt jeden Monat 40, 50 Euro mehr, dann kriege ich die höhere

Speaker0: Preisklasse als Kategorie, als Auto vor die Tür gesetzt.

Speaker0: Das wäre optimal. Das würde viele Probleme lösen.

Speaker0: Aber so weit sind wir noch nicht. Aber das wird in Zukunft so kommen. Gehe ich schwer von aus.

Speaker1: Ja, das sind halt die klassischen Geschäftsfelder, die noch fehlen.

Speaker1: Einfach für ein flexibles Modell. Das ist Mobilität und das sind Immobilien.

Speaker1: Das habe ich schon immer gesagt. Es braucht so ein System wie beim Handy.

Speaker1: Wenn mir das Display zu klein ist oder der Speicher nicht reicht,

Speaker1: gehe ich zum Telekom-Shop.

Speaker1: Auch hier keine Werbung. Ich bin halt Telekom-Kunde.

Speaker1: Sag hier, pass auf. Du kriegst mein iPhone. Ich möchte gerne das iPhone 17++++,

Speaker1: wo du schon so eine Tapete ausklappen musst, wenn du das ganze Display haben willst.

Speaker1: Oder, keine Ahnung, ich habe jetzt Nachwuchs bekommen. Sorry,

Speaker1: ich bräuchte eine größere Wohnung.

Speaker1: Hier, Stadt Regensburg, mach mal was.

Speaker0: Ja.

Speaker1: Ich zahle 10 Euro mehr im Abo und dann bitte, wo ist die Wohnung und dann ziehe ich dahin um.

Speaker0: Genau.

Speaker1: So wäre es ideal.

Speaker0: Das wäre die ideale Lösung.

Speaker1: Ja, jetzt gucke ich gerade mal über die Notizen drüber. Ihr seid ein Verein.

Speaker1: Das heißt, man kann euch bestimmt auch Spenden zukommen lassen, richtig?

Speaker0: Genau. Wir haben ein ganz normales Vereinskonto, wo man auch gerne spenden kann.

Speaker0: Man kann auch zweckgebunden bei uns spenden für unsere unterschiedlichen Projekte,

Speaker0: sei es den Klimadeckel oder für Talbuddeln, wo wir die Pflanzaktionen mitmachen

Speaker0: in der Stadt. Da kann man gerne spenden.

Speaker0: Wir sind aber auch über Better Place gelistet, wo man unsere Projekte einzeln

Speaker0: nochmal mit Spenden versorgen kann.

Speaker0: Also da sind wir offen für jeden und da kann jeder spenden, wie er will und wie er es gerne möchte.

Speaker1: Du schickst mir bestimmt nachher mal ein paar Infos dazu, dann packe ich das

Speaker1: alles unten in die Shownotes rein.

Speaker1: Dann können geneigte Hörerinnen und Hörer sich da gerne finanziell auch äußern

Speaker1: und, wie nennt man das, gütlich tun.

Speaker1: Da freut ihr euch bestimmt drüber und ich freue mich drüber, wenn das funktioniert.

Speaker1: Und falls ihr jetzt irgendwie noch eine Meinung dazu habt und sagt,

Speaker1: hey, ich komme aus der Region und ich würde gerne dem Jan noch irgendwas mitgeben,

Speaker1: was der Verein noch tun sollte, dann nutzt bitte die Gelegenheit für die kostenlosen

Speaker1: Sprachnachrichten, die wir euch hier zur Verfügung stellen.

Speaker1: Wie in jeder Folge gibt es unten den Link zu unserem Voice-Service.

Speaker1: Dann lasst mir gerne eine Nachricht da. Ich werde die dann auch entsprechend

Speaker1: nach Uppertal weiterschicken.

Speaker1: Und vielleicht gibt es ja da auch noch irgendein Feedback von euch.

Speaker1: Da freue ich mich immer sehr.

Speaker1: Ansonsten, wie immer, folgt dem Podcast, abonniert den Podcast,

Speaker1: wo man ihn abonnieren kann.

Speaker1: Wir sind auf allen Podcast-Plattformen dieses Planeten unterwegs.

Speaker1: Ihr findet uns auch auf YouTube.

Speaker1: Hört uns gerne regelmäßig.

Speaker1: Und wenn ihr sagt, ja, der hat vorhin irgendwas von einem anderen Podcast gesagt,

Speaker1: den verlinke ich euch auch mit dieser Folge eben, wo wir uns mit dem Tino Schopf unterhalten haben.

Speaker1: Und auch da kann man folgen und kommentieren und bewerten, was es halt gerade

Speaker1: in eurer Plattform gibt.

Speaker1: Ob das jetzt Bäume oder Smaggles sind oder was auch immer, Daumen hoch oder Palmen.

Speaker1: Gerne auch Bewertungen dalassen und einen Kommentar dazu abgeben,

Speaker1: das hilft der Reichweite von den Podcasts ungemein, nicht nur von dem hier, sondern von allen.

Speaker1: Also wir reden ja immer nur vor eine dunkle Wand quasi,

Speaker1: wir sehen euch nicht und wir sind auch natürlich sehr glücklich über Feedback

Speaker1: und ja gut, ich sehe keine dunkle Wand, ich sehe den Jan jetzt gerade und ja,

Speaker1: also das so Richtung Ende gesagt,

Speaker1: Bitte kümmert euch da um eure Umwelt, schmeißt kein Zeug einfach auf die Straße,

Speaker1: das kostet in vielen Ländern mittlerweile richtig Geld.

Speaker1: Auch in vielen Städten. Ich habe letztens in Berlin 200 Euro Strafe bezahlt,

Speaker1: weil ich eine Zigarette auf den Boden geworfen habe.

Speaker1: Das ist zu Recht auch teuer, weil das soll man auch nicht machen.

Speaker1: Und ich als Hundebesitzer kriege jedes Mal einen Vogel, wenn mein Zwerg in Richtung

Speaker1: von Zigarettenstummeln sich bewegt, weil das ist ja trotzdem Gift für Tiere.

Speaker1: Oder auch Kinder, habe ich auch schon gesehen. Irgendein Kind saß da am Boden

Speaker1: und schnappte sich einen Zigarettenstummel und wollte ihn sich gerade in den Mund schieben.

Speaker1: Ich habe es ihm dann schnell weggenommen. Und da kriegst du dann natürlich einen

Speaker1: bösen Blick von den Eltern, warum du jetzt da am Kind irgendwie hinfasst.

Speaker1: Aber ich glaube, so ein Zigarettenrest für ein Kind ist mit Sicherheit auch nicht ganz gesund.

Speaker1: Gut, auch eine Frage habe ich übersehen. Wie reagiert denn eigentlich,

Speaker1: oder hat dein Umfeld reagiert, als du gesagt hast, du gründest jetzt da einen Verein?

Speaker0: Ja, das war sehr unterschiedlich.

Speaker0: Also natürlich sind Vereine, wenn man Verein hört, reagieren die meisten so

Speaker0: von wegen, ach, das ist so altmodisch, so altbacken.

Speaker0: Brauchst du denn wirklich jetzt einen Verein?

Speaker0: Du weißt auch, was das für Arbeit mit sich zieht und was da für Verantwortung auch hintersteckt.

Speaker0: Aber aus dem direkten Umfeld, da war...

Speaker0: Halt der Bauchschmerz so unheimlich groß bei uns, also bei uns Ehrenamtlichen,

Speaker0: weil wir hatten lange Zeit das Problem, wir wollten gerne Projekte umsetzen,

Speaker0: wollten die gerne machen,

Speaker0: wollten Pflanzaktionen organisieren, dafür mussten wir aber natürlich Geld generieren.

Speaker0: Ohne Geld konnte man natürlich keine Bäume anschaffen etc.

Speaker0: Und als Privatperson ist das unheimlich schwierig, da stößt man schnell an seine

Speaker0: Grenzen, Gerade auch, wenn man mit Unternehmen darüber spricht,

Speaker0: die wollen natürlich auch eine Spendenquittung haben.

Speaker0: Und dann haben wir gesagt, wir machen einen Verein.

Speaker0: Wir gründen einen Verein. Ich habe das lange kommuniziert im Freundeskreis,

Speaker0: weil man natürlich auch die gewissen Pflichtpersonen braucht,

Speaker0: um einen Verein zu gründen.

Speaker0: Und das hat wunderbar geklappt zum Glück. Wir waren am Ende,

Speaker0: glaube ich, 16 bei der Gründungsversammlung, 16 Leute.

Speaker0: Und der Verein wächst weiter an Ehrenamtlichen, die da mitwirken wollen.

Speaker0: Das ist auch das, was uns eben halt bestärkt, dass das das Richtige ist.

Speaker0: Wir haben den Verein so gegründet, dass wir ein Dachverein sein wollen,

Speaker0: für andere Projekte offen sein wollen, dass wir sagen, wir ermöglichen anderen

Speaker0: Ehrenamtlichen, ihre Projekte im Bereich unserer Satzung halt umzusetzen.

Speaker0: Alles, was mit Naturschutz, Klimaschutz zu tun hat, können bei uns umgesetzt

Speaker0: werden und das hilft den Ehrenamtlichen wirklich, ihre Projekte umzusetzen, eine Basis zu haben.

Speaker0: Wir können Spenden sammeln über den Verein.

Speaker0: Wir sind zwar noch autark als Arbeitskreis, können unsere Entscheidungen für sich treffen.

Speaker0: Wir bieten die Plattform, die rechtliche Grundlage und sie bauen ihre Projekte

Speaker0: bei uns auf und wir konnten dadurch halt wirklich schöne Pflanzaktionen machen

Speaker0: und den Klimadeckel super voranbringen im letzten Jahr.

Speaker0: Wir haben jetzt über vier Tonnen im letzten Jahr gesammelt an Kronkorken.

Speaker0: Allein diese Mengen, die da anfallen, das ist beachtlich, auch wenn Wuppertal,

Speaker0: ich glaube, die 17. größte Stadt in Deutschland ist.

Speaker0: Aber ja, da kommen unheimliche Mengen zusammen.

Speaker0: Und wenn man das den Leuten nochmal vor Augen führt, das schafft nochmal einen

Speaker0: Mehrwert, alleine nur um zu sehen, was wir an Müll jeden Tag vor uns herschieben

Speaker0: oder selber produzieren.

Speaker0: Das schafft nochmal auch einen ganz anderen Mehrwert als nur eine Pflanzaktion

Speaker0: für die einzelnen Leute.

Speaker0: Und deswegen Vereinsgründung würde ich immer weiter empfehlen,

Speaker0: aber wir haben ihn halt als Sachverein gegründet, um halt nicht,

Speaker0: dass jeder einzelne Verein für sich gründen muss,

Speaker0: damit jeder die Chance hat, seine Projekte zu machen, seine Initiative umzusetzen,

Speaker0: damit nicht jeder halt die Rechtsformen erst aussuchen muss und die Arbeit machen

Speaker0: muss, eine Satzung zu schreiben,

Speaker0: einen Vorstand aufzustellen, Kassierer zu suchen, Und Finanzgeschichte ist ganz

Speaker0: wichtig mit enger Zusammenarbeit mit dem Finanzamt.

Speaker0: Da haben wir auch tolle Unterstützung bekommen, was das angeht vom Finanzamt

Speaker0: selber, die da wirklich auch ehrenamtliche Beratung anbieten mittlerweile,

Speaker0: was auch nicht selbstverständlich ist.

Speaker0: Und deswegen Vereinsgründung kann ich nur weiter empfehlen.

Speaker0: Freundeskreis hat es akzeptiert, sind happy und sind auch viele Mitglied geworden.

Speaker0: Und deswegen bin ich da sehr froh drüber und auch stolz drauf.

Speaker1: Ja, das glaube ich gerne. Das hört sich auch super an. Dachverein heißt also,

Speaker1: du kannst, wenn du jetzt irgendein Projekt hast, dann komme ich zu dir und sage,

Speaker1: hier, pass mal auf, ich habe da ein Projekt, das würde zu eurem Thema passen

Speaker1: und ich möchte gern selbst da mich anhängen.

Speaker1: Dann ist quasi der Dachverein der Ansprechpartner und ich bin dann eine Unterorganisation

Speaker1: des Dachvereins. Ist das richtig?

Speaker0: Ein Arbeitskreis. Wir haben es in den Arbeitskreisen unterteilt.

Speaker0: Also wir sagen dann, wir wollen jemanden aus dem Arbeitskreis,

Speaker0: sollte dann schon mit im Vorstand sein, um einfach die Rückkopplung zu haben, was Finanzen angeht.

Speaker0: Also wenn jetzt gesagt wird, wir wollen hier ein Projekt umsetzen,

Speaker0: wir wollen ein Upcycling-Projekt anbieten in der Stadt, wir hätten da richtig Lust drauf.

Speaker0: Wir haben auch schon eine konkrete Idee, wo das gemacht werden könnte.

Speaker0: Wir brauchen halt, wir würden da gerne Spenden für sammeln.

Speaker0: Dann können wir das gerne listen über die Webseite oder über Better Place,

Speaker0: können dann Spenden da sammeln drüber und gegebenenfalls auch noch anders unterstützen,

Speaker0: sei es Manpower, sei es Kontakte.

Speaker0: Wir haben ein unglaubliches Netzwerk aufgebaut, wo wir wissen,

Speaker0: wo was gemacht werden kann, Räumlichkeiten, die kostenlos angeboten werden hier in der Stadt.

Speaker0: Da haben wir super Kontakte in die Stadtverwaltung, in die Stadtsparkasse Wuppertal,

Speaker0: in unterschiedliche Institutionen, die uns da unterstützen.

Speaker0: Und da ist auf jeden Fall immer ein Weg, ein Projekt umzusetzen.

Speaker0: Es muss halt im Bereich der Nachhaltigkeit liegen. Das ist uns ganz wichtig.

Speaker0: Wir als Vorstand entscheiden, dann können wir das Projekt zulassen und werden dann uns abstimmen.

Speaker0: Können wir das mittragen? Können wir dahinterstehen? Und dann geht es eigentlich

Speaker0: relativ fix, dass wir Projekte umsetzen. Es sind ja auch manchmal nur kleine

Speaker0: Projektaktionen, die geplant werden.

Speaker0: Wenn jetzt eine einzelne Pflanzaktion geplant wird, dann kann man da auch unter

Speaker0: einem kleinen Deckmantel bei uns im VMD dann umsetzen.

Speaker0: Das muss jetzt nicht so ein großes Projekt sein wie ein Kronkorkenprojekt oder

Speaker0: eine Talbuddel, eine Pflanze, Pflanzen jedes Jahr.

Speaker0: Das kann auch kleinere Aktion sein. Da sind wir offen für alle Anregungen,

Speaker0: kann sich gerne gemeldet werden bei uns und wir finden da schon eine Lösung.

Speaker1: Ja, das hört sich auf jeden Fall super an. Wenn ich noch oben wohnen würde,

Speaker1: hätte ich als Idee vielleicht irgendwie,

Speaker1: auch in der Jugendarbeit oder einfach zum Austausch untereinander von Gleichaltrigen

Speaker1: oben auf Schloss Burg einmal im Monat so eine Dungeons & Dragons-Runde anzubieten.

Speaker1: Das würde ganz gut passen. Das wäre dann vielleicht so die Idee,

Speaker1: den Drachenzüchterverein auf Schloss Burg.

Speaker0: Ja, sehr schön. Da bin ich bei.

Speaker1: Ja, Schloss Burg, muss ich sagen, war echt schön. Also ich war da,

Speaker1: mit der Schule waren wir da oben und wir waren eben vor zwei Jahren auch mal

Speaker1: oben mit einer guten Freundin aus Solingen und hat mir gut gefallen.

Speaker0: Ja, also.

Speaker1: Vor allem diese Bahn, die da ins Tal runter geht, dieses Sessellift-artige Dings, das ist auch cool.

Speaker0: Ja, die bin ich noch selber nicht gefahren, muss ich gestehen,

Speaker0: auch wenn ich schon oft bei Schlossburg war.

Speaker0: Schlossburg wurde ja jetzt auch in den letzten Jahren massiv umgebaut, renoviert, aufwendig.

Speaker0: Da gab es, glaube ich, letztes Jahr eine Neuöffnung nach dem großen Umbau der letzten Jahre.

Speaker0: Es ist ein wunderschöner Ausflugsort, wo man gut hinfahren kann.

Speaker0: Wunderschöne Märkte werden da immer wieder angeboten. Führungen durch die Burg,

Speaker0: ist ja auch ein Museum drin.

Speaker0: Also da kann man gut hinfahren. Gut mal die Gegend Münzener Brücke,

Speaker0: ganz in der Nähe mit dem Münzener Brückenpark.

Speaker0: Also in Ausflugszielen hier im Bergischen mangelt es nicht.

Speaker0: Und da kann man auch hier in Wuppertal, Schwebodrom, ist auch wunderschön, auch mit digital.

Speaker0: Schwebebahnfahrt am Ende, noch mal 100 Jahre zurückversetzt,

Speaker0: vor 100 Jahren Schwebebahnfahren mit VR-Brillen in der echten Schwebebahn zu

Speaker0: sitzen, ist auch ein echtes Highlight geworden hier in der Stadt.

Speaker0: Kann ich auch nur empfehlen. Also wenn man mal nach Wuppertal kommt,

Speaker0: immer ins Schwebebahnmuseum, Schwebot Rom gehen, das ist ein Ausflugsziel.

Speaker0: Und für alle Miniatur-Wunderland-Fans, wir haben jetzt auch ein eigenes Miniatur-Wunderland

Speaker0: seit letztem Jahr, wo wirklich die Bergische Land nachempfunden wurde.

Speaker0: Also es gibt tolle Ausflugsziele hier, kann ich nicht anders sagen.

Speaker1: Das stimmt, ja. Und wer sich jetzt wundert, warum wir Schloss Burg sagen und

Speaker1: ob wir uns nicht einig werden können, ob es jetzt ein Schloss oder eine Burg

Speaker1: ist, das heißt halt einfach so. Es ist ein Schloss.

Speaker1: Punkt. Es war ziemlich groß und ich glaube Burg heißt die Ortschaft, oder?

Speaker0: Genau, Burg heißt die Ortschaft, also es kommt von den Grafen von Burg.

Speaker0: Die Grafen von Burg haben da drin gelebt und gewohnt.

Speaker0: Deswegen kommt auch das Stadtwappen von Wuppertal, ist auch ein Teil dem Burgherrn

Speaker0: von Schlossburg im Prinzip nachempfunden.

Speaker1: Ich habe gerade gesehen, du hast auch irgendwie ein T-Shirt oder einen Pulli

Speaker1: mit der Schwebebahn drauf an.

Speaker0: Ja, richtig. Mit oder ohne Tuffi. Mit Tuffi. Also Tuffi muss sein.

Speaker0: Ja, Tuffi ist weltbekannt geworden durch den Absturz in der Schwebebahn.

Speaker0: Die Geschichte hat, also als Wuppertaler wird man damit geprägt, wächst man damit auf,

Speaker0: dass Tuffi die Schwebebahn, den Absturz hatte und die Kinderbücher dazu sind

Speaker0: wunderschön und die hat jeder Wuppertaler zu Hause gehabt im Kinderzimmer. Also deswegen...

Speaker1: Ja, ich habe eine Vesperdose von der Bergischen Universität, da ist auch Tufi dabei.

Speaker0: Sehr schön. Ja, wir hatten jetzt auch Jubiläum, wir haben jetzt Jubiläum dieses

Speaker0: Jahr, 125 Jahre Schwebebahn.

Speaker0: Da gibt es auch schöne, viele Aktionen. Es gab jetzt vor zwei Wochen,

Speaker0: das Wochenende konnte man um Sonnenschwebebahn fahren.

Speaker0: Da waren alle herzlich eingeladen, da wurden die Stationen umbenannt in Frohwinkel,

Speaker0: Also die heißt ursprünglich Vorwinkel und HDDGL Hauptbahnhof und all solche Geschichten.

Speaker0: Also kreative Ideen und das war eine schöne Aktion.

Speaker0: Wir haben, glaube ich, nochmal ein größeres Fest Ende des Jahres, was da geplant wird.

Speaker0: Also da gibt es dieses ganze Jahr über. Der Kaiserwagen wird dieses Jahr jetzt

Speaker0: wieder Testfahrten gemacht.

Speaker0: Da freuen wir uns als Wuppertaler auch sehr drüber. Das ist dieser ursprüngliche Wagen der ersten Reihe.

Speaker0: Der Kaiserwagen, der fährt auch, der fuhr jahrelang immer nur am Wochenende für Führung.

Speaker0: Da konnte man eine Führung buchen, wo dann einmal mit dem Kaiserwagen komplett

Speaker0: durch die Stadt gefahren wird.

Speaker0: Wie zu Kaiserzeiten, wo der Kaiser mit gefahren ist, deswegen Kaiserwagen.

Speaker0: Und das war so vor 125 Jahren, wo der damit gefahren ist.

Speaker0: Und ja, das ist ein wunderschöner Ausflugsziel hier für alle Wuppertaler und

Speaker0: für alle in der Umgebung.

Speaker0: Der ist nur gerade noch, weil wir die Strecke, wo die jetzt die letzten.

Speaker0: Ich glaube, die wurde vor zehn Jahren oder so, wo die komplett saniert,

Speaker0: die Schwerbahnstrecke.

Speaker0: Auf den kompletten, jetzt müsste ich, 13,3 Kilometer glaube ich oder so,

Speaker0: nee, ich glaube 13,3 ist die über die Wupper,

Speaker0: da kommen dann nochmal 5 Kilometer über die Stadt hinzu, hinten in Vorwinkel,

Speaker0: von Sonnenborn bis Vorwinkel.

Speaker0: Und über die gesamte Strecke wurde die Schwerbahn saniert, wurden die ganzen

Speaker0: Träger ausgetauscht, weil die ja schon über 100 Jahre alt waren.

Speaker0: Und die Schwerbahnen wurden auch alle ausgetauscht, die waren alle vorher orange,

Speaker0: blau und jetzt sind sie in so einem hellblau.

Speaker0: Relativ modern, die Technik wurde angepasst und die sollen auch von der Taktung

Speaker0: her in Zukunft im 2-Minuten-Takt fahren, um halt mehr Fahrgäste transportieren

Speaker0: zu können durch die Stadt.

Speaker0: Weil es einfach das effizienteste Transportmittel hier in Wuppertal ist, was wir haben.

Speaker0: Und ja, das ist von einer halben Stunde kann man von dem einen Ende der Stadt

Speaker0: in der anderen Ende der Stadt sein.

Speaker0: Das ist wunderbar und ein echtes Highlight für alle, die noch nie Schwerbahn gefahren sind.

Speaker1: Ja, und es ist gemütlich, muss man auch sagen.

Speaker0: Es ist gemütlich und dieses ein bisschen Schwanken, also ich hatte viele Besucher

Speaker0: aus Bayern auch schon hier,

Speaker0: die die Firma besucht hatten und mit denen bin ich dann Schwedbahn gefahren

Speaker0: nach der Arbeit und also dem wurde teilweise schlecht, weil es ein bisschen

Speaker0: wie eine Schifffahrt ist und wenn man das nicht gewöhnt ist,

Speaker0: dann ist es ganz was anderes.

Speaker0: Aber es ist ein Erlebnis, so 13 Meter über den Fluss hinweg zu schweben.

Speaker0: Sie hängt ja im Prinzip, sie schwebt ja nicht, sie hängt.

Speaker0: Man sagt ja auch böse, wir hängen die Bahnen zum Trocknen hier auf in der Stadt.

Speaker0: Aber ja, nee,

Speaker0: sie ist wirklich einmalig so und das Transportmittel hat sich bewährt über die

Speaker0: Jahre hinweg und wir sind da sehr stolz drauf hier in der Stadt, weil sie praktisch ist.

Speaker0: Also ich kann mal eben alle vier Minuten in eine Schwerbahn steigen und komme

Speaker0: dann von der einen Innenstadt in die nächste Innenstadt, weil wir sind ja zwei

Speaker0: geteilte Innenstädte, weil wir eigentlich ursprünglich mal zwei Städte waren,

Speaker0: die zusammengelegt wurden zu Wuppertal.

Speaker0: Und ja, das ist aber wunderbar, ergänzt sich wunderbar.

Speaker0: Wir haben dadurch ein wunderbares Transportmittel und wir sind da echt stolz drauf.

Speaker1: Ja, wie gesagt, ist gemütlich, macht

Speaker1: auch Spaß und nachhaltig und umweltfreundlich ist das auf jeden Fall.

Speaker1: Ich kann mich erinnern, die haben damals, es fuhr die Straßenbahn überall,

Speaker1: dann haben sie die Straßenbahnschienen rausgekloppt und haben dann drüber geteert

Speaker1: und da fahren jetzt heute Busse.

Speaker1: Also mit Diesel, nicht irgendwie mit Elektro. Nein, es sind Dieselbusse.

Speaker0: Ja, wir sind jetzt mittlerweile, sind wir ja auf Wasserstoff.

Speaker0: Wir haben ja eine Wasserstoffflotte hier an Bussen.

Speaker0: Die WSW ist da sehr stark im erneuerbaren Energiesektor unterwegs.

Speaker0: Also die versucht wirklich alles.

Speaker0: Da sind wir auch sehr stolz drauf, was sie alles machen.

Speaker0: Wir sind jetzt auch mit den Fernwärmeleitungen, werden gerade durch die Elberfelder

Speaker0: Innenstadt gezogen bei uns.

Speaker0: Was natürlich auch viel Unmut auslöst, weil viel Baustellen,

Speaker0: viel Umstellerei ist vom Verkehrslagen her.

Speaker0: Aber es wird auf lange Sicht uns allen helfen.

Speaker0: Wir sind auch stark jetzt im Ausbau der Schwammstadt, weil wir hatten natürlich

Speaker0: das Hochwasserflut vor ein paar Jahren, wo wir wirklich hier die Wupper über

Speaker0: den Fluss ist halt übergetreten,

Speaker0: wirklich auf die Straße. Die Keller sind vollgelaufen.

Speaker0: Wir hatten hier in Beinburg Riesenüberschwellungen von dem Stadtteil.

Speaker0: Das war eine Riesenkatastrophe und das hat natürlich zum Umdenken umbewegt.

Speaker0: Die Leute, wir haben jetzt den Ausbau, die Baustellen gerade momentan.

Speaker0: Wir sind jetzt auch in der Planung für die Buga 2032.

Speaker0: Da wird auch viel an Baustellen erzeugt.

Speaker0: Also im Moment ist viel Baustelle in der Stadt, aber auf lange Sicht wird uns

Speaker0: das allen helfen und die Verkehrssituation auch beruhigen.

Speaker1: Ja, wobei das letzte Mal ging es eigentlich. Und da musst du sagen,

Speaker1: mit dem Wohnmobil dann noch durch die ganzen Baustellen gondeln.

Speaker1: Das war jetzt nicht so toll, aber es geht.

Speaker0: Ja, es geht. Also, ja, es ist Gewöhnungssache.

Speaker0: Also, klar, es ist immer so.

Speaker0: Also, die ersten Tage, wenn eine neue Baustelle öffnet, ist es ja immer so.

Speaker0: Man muss sich auf neue Wege einlassen, muss fünf Minuten mehr Fahrtweg in Anspruch nehmen.

Speaker0: Das ist halt so. Aber wir wissen ja alle, es hat dann irgendwann ein Ende und

Speaker0: damit müssen wir halt umgehen.

Speaker0: Veränderung ist halt, eine Baustelle ist halt Veränderung.

Speaker0: Und das gehört zum Leben dazu, da kommen wir nicht drum rum,

Speaker0: Das stimmt.

Speaker1: Ja Ich weiß noch nicht, wann die Folge hier rauskommt, der Podcast-Ton geht bis zum 20.

Speaker1: März Ich werde zugucken, dass ich die vorher rausbringe und wenn sie vorher

Speaker1: rauskommt und ihr das hier hört und ihr Zeit und Bock habt und vielleicht auch

Speaker1: Tickets fürs Cloudfest euch schon besorgt habt dann lade ich euch ganz herzlich ein am 25.

Speaker1: März, so zwischen 20.25 Uhr und 21 Uhr, dürft ihr mich gerne in live besuchen.

Speaker1: Ich habe nämlich eine Bühnenbuchung im Hotel Santa Isabel auf der D-Slam-Bühne,

Speaker1: also Convento heißt es hier.

Speaker1: Mein Thema ist How a Doctor's Appointment Stow the CEO's Laptop.

Speaker1: Das ist im Rahmen des D-Slams.

Speaker1: Da würde ich mich freuen, wenn ich ein paar von meinen Hörerinnen und Hörern

Speaker1: dort sehe und ihr dürft mich gerne ansprechen, wenn ich fertig bin.

Speaker1: Die Slam ist ja wie immer maximal zehn Minuten, kein Name-Dropping,

Speaker1: kein Bullshit, keine PowerPoint-Präsentation.

Speaker1: Also wirklich frei aus der Hüfte zehn Minuten Storytelling auf Englisch.

Speaker1: Und da freue ich mich natürlich, wenn jemand von euch sich dann da reinsetzt

Speaker1: und sich das anhört und mich hinterher anquatscht.

Speaker1: Und dann können wir vielleicht mein VIP-Ticket nutzen, um irgendwo Getränke zu organisieren.

Speaker1: Genau. Das wollte ich bloß noch sagen. Ansonsten, Jan, wenn ich das nächste

Speaker1: Mal raufkomme, würde ich mich bei dir melden.

Speaker1: Dann gehen wir bestimmt auch irgendwo mal ein kühles Getränk genießen.

Speaker1: Gibt es noch wie kühler oder sind die mittlerweile auch wie Becks und Co.

Speaker1: In irgendeiner großen Hand?

Speaker0: Ja, die sind alle in einer großen Hand. Es gibt auch keinen Schwelmer mehr.

Speaker0: Das ist, glaube ich, von Fege übernommen worden in Bochum.

Speaker0: Aber wir schaffen das bestimmt, ein schönes, leckeres Getränk im Brauhaus zu

Speaker0: trinken. Die Brauhausbiere sind auch sehr lecker.

Speaker1: Alles klar, dann machen wir das. Mit Blick auf die Uhr würde ich sagen,

Speaker1: dir erstmal vielen Dank für deine Zeit und die ausführlichen Antworten.

Speaker1: Du schickst mir bitte noch den Kontakt zwecks Spenden, dann packe ich den unten

Speaker1: mit rein, finde den in den Shownotes, wie alles andere auch.

Speaker1: Wenn ihr Fragen habt dazu, meldet euch gerne bei mir direkt und dann werden wir das auch aufklären.

Speaker1: Super, dann danke erstmal und hoffe, wir hören uns bald mal wieder Sehr gerne Bis dann, tschüss Ciao

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