095: Was bedeuten Interims-, Strategie- und Krisenmanagement? Mit Dr. Tjorben Bogon (risecon GmbH).

Shownotes

In dieser Episode von BlueScreen sprechen wir mit Dr. Tjorben Bogon, dem Geschäftsführer von risecon GmbH, über die bedeutenden Themen Interimsmanagement, Strategie und Krisenmanagement in Unternehmen. Diese Bereiche sind in der heutigen schnelllebigen und herausfordernden Geschäftswelt von großer Relevanz. Dr. Bogon erklärt, wie seine Firma Unternehmen durch Interimsmanagement unterstützt, um kritische Positionen wie CDO und CIO neu zu besetzen und dabei gleichzeitig operatives Geschäft sicherzustellen. Es wird deutlich, dass die Nachfrage nach Krisenmanagement gestiegen ist, da Unternehmen zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert sind, die eine schnelle und effektive Lösung erfordern.

Dr. Bogon teilt seine Beobachtungen zu den Veränderungen im Krisenmanagement und stellt fest, dass der Bedarf an Interimsmanagern in den letzten Jahren gestiegen ist. Diese Experten bringen ein umfassendes Verständnis für die Digitalisierung mit und helfen Unternehmen, die erforderlichen Veränderungen umzusetzen, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben. Während des Gesprächs beleuchten wir auch den steigenden Fachkräftemangel und die Komplexität der IT-Welt, die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen.

Ein zentrales Thema in der Diskussion ist die Notwendigkeit für Unternehmen, mutiger zu sein und innovative Ansätze in Betracht zu ziehen, um zukunftsfähig zu bleiben. Dr. Bogon betont, dass viele Firmen noch immer in alten Denkmustern verhaftet sind und oft zögern, notwendige Veränderungen anzustoßen. Diese Zögerlichkeit kann dazu führen, dass die Aufmerksamkeit auf moderne Technologien wie künstliche Intelligenz und Cloud-Lösungen ausbleibt.

Wir diskutieren auch die Rolle des Sicherheitsclusters in der Region Regensburg, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen. Dr. Bogon hebt die Bedeutung eines starken Netzwerks hervor, um Unternehmen zu unterstützen, die in der heutigen Zeit besonders auf die Sicherheitsaspekte ihrer IT-Infrastruktur achten müssen.

Abschließend ermutigt Dr. Bogon die Hörer, keine Angst vor der Zukunft zu haben, sondern proaktiv zu handeln und die Möglichkeiten der Digitalisierung aggressiv zu ergreifen. Die Episode schließt mit einem Hinweis auf die bevorstehende Veranstaltung des IT-Sicherheitsclusters, die eine hervorragende Gelegenheit bieten wird, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen in der IT-Sicherheit zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Shownotes:

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Speaker1: Hi und willkommen zurück bei einer weiteren Folge von Blue Screen,

Speaker1: eurem Lieblingstech-Podcast.

Speaker1: Ich habe heute eine Frage mir überlegt, die ich meinem Gast stellen möchte,

Speaker1: nämlich was bedeutet denn eigentlich Interims, Strategie und Krisenmanagement für Unternehmen?

Speaker1: Und dazu habe ich mir den Dr. Thjorden Bogon von der RiceCon eingeladen und

Speaker1: der wird uns dazu ein bisschen was erzählen, was für mich auch super spannend

Speaker1: ist, weil das ist tatsächlich ein Spielfeld, mit dem ich mich halt tatsächlich

Speaker1: fast noch gar nicht beschäftigt habe.

Speaker1: Viel Spaß in der aktuellen Ausgabe von Blue Screen.

Speaker1: Blue Screen, der Tech-Podcast. Ja, Tjom, erst mal hallo bei uns hier im Studio.

Speaker1: Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für uns nimmst.

Speaker1: Magst du uns mal ein bisschen erzählen, wer du bist und was du so machst?

Speaker0: Hallo, auch von meiner Seite. Dankeschön, Alexander, für die Einladung.

Speaker0: Sehr gerne bin ich der gefolgt.

Speaker0: Ja, wie schon in der Einladung erwähnt, die RISE-Con macht klassisches Interimsmanagement,

Speaker0: IT-Interimsmanagement und hilft und unterstützt Firmen, Firmen dabei,

Speaker0: an kritischen Positionen wie dem CDO, CIO neue Personen einzuarbeiten beziehungsweise

Speaker0: operatives Geschäft zu übernehmen. Also wirklich im ganz klassischen Sinne.

Speaker0: Das ist das eine Standbein, was wir machen. Das andere ist, dass wir eben auch

Speaker0: Krisenprojekte übernehmen und die Unternehmen dabei unterstützen,

Speaker0: eben das sehr wichtige, für das Unternehmen wichtige Projekt erfolgreich zu Ende zu führen.

Speaker0: Und ich bin selber Geschäftsführer der RISECON und in meiner zweiten Tätigkeit

Speaker0: auch im Vorstand vom IT-Sicherheitscluster,

Speaker0: weil das ganze Thema Security natürlich auch immer mehr wichtig wird für die

Speaker0: Unternehmen beziehungsweise einen hohen Stellenwert bekommen soll und muss in den Unternehmen.

Speaker1: Ja, danke dir erstmal. Da haben wir uns auch kennengelernt beim IT-Sicherheitscluster,

Speaker1: da bist du ja Vorstandsmitglied.

Speaker1: Und da haben wir uns auch schon so ein bisschen über dieses ganze Thema mal unterhalten.

Speaker1: Und jetzt aus deiner Perspektive, du machst ja das schon durchaus jetzt alles

Speaker1: doch eine gewisse Zeit lang, du bist sehr umtriebig, wenn man dir so auf deinem

Speaker1: LinkedIn-Profil mal sich durchscrollt, also du hast schon sehr viel gemacht,

Speaker1: du hast da in Summe irgendwie 15,

Speaker1: 16 Berufserfahrungen drinstehen.

Speaker1: Das ist schon mal ein gutes Zeichen dafür, dass du dich wirklich beschäftigst

Speaker1: und auch scheinbar immer einen unruhigen Geist hast und nicht loslassen kannst

Speaker1: von Themen, was ich cool finde, wenn jemand sich da so reinbeißt in die ganze Geschichte.

Speaker1: Aber jetzt mal über die langjährige Berufserfahrung von dir gesprochen.

Speaker1: Würdest du sagen, ist das Thema Krisenmanagement oder auch Interims ein Thema,

Speaker1: was in den letzten Jahren mehr geworden ist, die Notwendigkeit dafür mehr geworden ist?

Speaker0: Ja, definitiv ja. Wir merken dort einen klaren Anstieg, dass immer mehr Krisenmanager gefordert werden.

Speaker0: Das ist nicht zwingend immer in der IT.

Speaker0: Wir hatten das große Passwort Digitalisierung, was eigentlich immer noch korrekt

Speaker0: ist, aber weniger genutzt wird, weil es wahrscheinlich zu viel durchs Dorf getrieben

Speaker0: worden ist von der Beraterschaft.

Speaker0: Aber letztendlich trifft es das immer noch ganz gut. Und wir sehen gerade dort

Speaker0: einen Anstieg, dass da immer mehr Leute gefordert werden,

Speaker0: die einfach einen Gesamtblick mitbringen und nicht nur für einzelne Lösungen

Speaker0: irgendwelche Ideen einbringen, sondern wirklich auf das gesamte Unternehmen

Speaker0: schauen und diese Digitalisierung aus allen Bereichen betrachten.

Speaker0: Und da muss man fairerweise sagen, sind nicht so viele Menschen immer verfügbar,

Speaker0: die das alles mitbringen.

Speaker0: Und darum greift man auf Interimsmanager zurück, um diese dann zu nutzen und

Speaker0: auch die Erfahrung zu nutzen.

Speaker0: Bis Weiteren haben wir auch in der ganzen Bereiche Restrukturierung,

Speaker0: Finanzen gerade einen enormen Anstieg an Bedarfen.

Speaker0: Gerade in der jetzigen Zeit, in der jetzigen wirtschaftlichen,

Speaker0: ja, ich möchte das Wort Krise ungern benutzen, aber wir steuern vielleicht gerade darauf zu,

Speaker0: ist gerade dort auch ein Bedarf zu merken, dass die Firmen immer mehr in dem

Speaker0: Bereich Umstrukturierung, wie wollen wir unsere Finanzen aufstellen,

Speaker0: wie gehen wir in die Zukunft brauchen und da auch auf das Interimsmanagement zurückgreifen.

Speaker0: Ein weiterer Punkt ist dort, dass auch wir einen Wechsel bei den IT-Lern feststellen.

Speaker0: Das heißt, die Leute, die in den 90ern, Anfang 2000 in die Unternehmen gegangen sind als CDO, CIO.

Speaker0: Damals gab es den CDO noch nicht als Namen, aber als CIO, die werden auch jetzt

Speaker0: langsam so alt, dass sie austreten aus den Unternehmen und die Unternehmen sich

Speaker0: wirklich Gedanken machen müssen, wer kommt danach und wer kann das Ganze übernehmen.

Speaker0: Also es ist ein Wandel, der gerade stattfindet, wo wir schon einen Anstieg in

Speaker0: den letzten Jahren festgestellt haben, dass der Bedarf immer größer wird an Interim-Win-Shop.

Speaker1: Würdest du denn sagen, dass der Fachkräftemangel, der ja von der Presse auch

Speaker1: immer ziemlich gehypt wird, dazu beiträgt, dass das notwendig wird,

Speaker1: dass ihr dann auch Unternehmen unter die Arme greift?

Speaker1: Weil natürlich, wenn man sich mal anguckt in der Historie, was da alles an Themen

Speaker1: die letzten 20 Jahre hinzugekommen ist. Das ist gerade so, du sagtest gerade

Speaker1: die 90er Jahre IT-Verantwortlichen.

Speaker1: Man hat halt einfach so sein Werkzeugköpferchen gehabt.

Speaker1: Da hattest du irgendwie einen Windows-Server und ein paar Windows-Clients und

Speaker1: dann halt vielleicht noch Netzwerk und Firewall.

Speaker1: Und ansonsten war es das halt dann. Und im Laufe der letzten 10,

Speaker1: 20 Jahre kamen halt auf einmal Technologien dazu, sei es jetzt Containerisierung,

Speaker1: sei es Cloud, sei es irgendwo jetzt natürlich die letzten zwei Jahre auch ganz

Speaker1: besonders das Thema künstliche Intelligenz.

Speaker1: Kannst du da einen Knowledge Gap feststellen, sowohl bei den Unternehmern als

Speaker1: auch bei den Verantwortlichen, der es dann vielleicht auch notwendig macht,

Speaker1: dass ihr dann als Business Accelerator sozusagen mit reinkommt?

Speaker0: Ja und nein. Also ich glaube, da gibt es keine klare Antwort.

Speaker0: Was wir feststellen ist, das kann jeder, glaube ich, selber für sich auch beantworten,

Speaker0: dass die IT-Welt immer komplexer, immer größer wird.

Speaker0: Und wir haben ein großes Problem, das wir alle, glaube ich, in uns spüren.

Speaker0: Das ist die Geschwindigkeit.

Speaker0: Die Geschwindigkeit, wie sich die Welt weiterentwickelt, wie neue Techniken

Speaker0: vorgestellt werden, auch schon integriert werden und man quasi Technik,

Speaker0: die vor einem Jahr als großes neues Ding vorgestellt worden ist,

Speaker0: ein Jahr später schon wieder zur Commodity gehört und jeder das eigentlich nutzen muss.

Speaker0: Das macht es natürlich ganz, ganz schwer, gerade für größere Unternehmen,

Speaker0: diese Schritte mitzugehen.

Speaker0: Ich glaube, dass das Knowledge vorhanden ist und das stellen wir auch immer

Speaker0: wieder fest, wenn wir in die Unternehmen reinkommen und mit den Mitarbeitern reden.

Speaker0: Irgendein Mitarbeiter ist darauf aufgesprungen, irgendein Mitarbeiter hat das

Speaker0: Wissen. Diese Menschen werden aber in ihrem Daily Business meistens nicht dazu

Speaker0: befähigt, dieses neue Knowledge auch einzubringen, beziehungsweise wenn,

Speaker0: wird leider nicht oft genug auf diese Menschen gehört.

Speaker0: Das heißt, das Wissen ist meistens schon vorhanden in gewissen Strahlen,

Speaker0: wird nur nicht genutzt, weil aber auch...

Speaker0: Die Strategie dahinter fehlt, weil aber auch die klare Ausrichtung des Unternehmens

Speaker0: fehlt, diese neuen Technologien sofort zu integrieren.

Speaker0: Das liegt auch ein bisschen in unserer Historie, einfach mal ein bisschen abwarten.

Speaker0: Wir sind nicht die Early Adapter, sondern wir sind meistens die Optimierer und

Speaker0: gucken, was daraus gemacht wird und dann bauen wir uns die Strategie darum und

Speaker0: machen es dann wirklich vernünftig und wirklich richtig gut und steigen nicht

Speaker0: am Anfang schon mit drauf und gucken mal, dass wir Fehler machen.

Speaker0: Das müssen wir erst lernen.

Speaker0: Das sehen wir an vielen Stellen, dass wir dort viel nachzuholen haben und ein

Speaker0: bisschen risikofreudiger werden müssen.

Speaker0: Aber das Wissen ist da bei den großen Firmen.

Speaker0: Bei den kleineren ist es ganz oft so, dass man auch keine Zeit hatte,

Speaker0: sofort da mitzugehen, dass das Daily Business so wichtig ist,

Speaker0: dass man versucht, einfach mitzuschwimmen und eben nur die wichtigen Punkte dann zu integrieren.

Speaker0: Und da helfen wir natürlich sehr gerne aus und bringen neue Ideen mit und schlagen

Speaker0: die vor und versuchen die so aufzubereiten, dass das Unternehmen versteht,

Speaker0: was es damit machen kann.

Speaker0: Wir werden natürlich jetzt im Moment überall gefragt bezüglich KI.

Speaker0: Das ist natürlich das Thema, was jeder fragt. Brauchen wir, das brauchen wir nicht?

Speaker0: Und wenn man da ganz ehrlich ist, KI ist die nächste Technologie,

Speaker0: das ist der nächste Meilenstein. Nein, wir werden diese nutzen und werden da

Speaker0: immer mehr darauf eingehen müssen, was auch vollkommen super und okay ist.

Speaker0: Wir brauchen aber im Moment noch nicht für jede Lösung eine KI, die dahinter steht.

Speaker0: Nur um das Wort KI in den Mund zu nehmen. Ganz oft machen es einfache Regelsysteme,

Speaker0: immer noch Expertensysteme, wie man sie früher genannt hat, die immer noch die

Speaker0: beste Lösung, auch die schnellste Lösung bringen.

Speaker0: Man macht es aber jetzt mit KI, weil es eben gerade im Mund ist,

Speaker0: um zu sagen, man macht KI. Das ist aber nicht die Lösung von KI.

Speaker0: Das muss man einfach anders in ein Unternehmen einbringen und anders nutzen.

Speaker0: Und bezüglich Fachkräftemangel, ja, der ist da, das ist ganz klar.

Speaker0: Aber auch da bietet uns KI ja eine Chance.

Speaker0: Also wir können mit der KI, gerade in der IT, gerade im Bereich Programmierung,

Speaker0: wird es ja schon ganz, ganz viel und effizient genutzt, dass wir Junior-Programmierer

Speaker0: schon teilweise durch KI-Techniken ersetzen können und damit natürlich dem Fachkräftemangel

Speaker0: ein bisschen entgegenwirken.

Speaker0: Und das sind aber alles Themen, die man erst ins Unternehmen reinbringen muss,

Speaker0: wenn man sich damit nicht beschäftigt hat.

Speaker0: Und das bringen wir mit, das machen wir gerne und da helfen wir den Unternehmen

Speaker0: natürlich auch damit umzugehen, beziehungsweise eben dann diese Problematiken,

Speaker0: die wir gerade hatten, entgegenzuwirken.

Speaker1: Wenn wir jetzt mal einen Blick auf die Mittelstandslandschaft so werfen,

Speaker1: mit welchen Anforderungen kommen Kunden denn explizit zu euch oder wie kommen

Speaker1: die denn überhaupt auf die Idee, dass man jetzt sich bei der RiceCon mal meldet?

Speaker1: Da muss ja vorher schon einiges passieren im Unternehmen, damit man am Ende

Speaker1: dann tatsächlich mit dir oder deinem Team auch ein Gespräch führt.

Speaker1: Wie ist da so die Vorgeschichte und mit welchen Anforderungen seid ihr da konfrontiert?

Speaker0: Es sind meistens zwei Wege, die sehr prominent sind. Einmal der ganz,

Speaker0: ganz klassische Interimsweg.

Speaker0: Das heißt, ein Unternehmen hat einen scheidenden CDO, CIO, der sich einfach

Speaker0: aus Altersgründen das Unternehmen verlässt oder vielleicht auch aus anderen

Speaker0: Gründen das Unternehmen verlässt und man braucht jemanden Neuen und man möchte

Speaker0: natürlich gerade auch so einen wichtigen Posten.

Speaker0: Die moderne IT ist in jedem Prozess des Unternehmens involviert,

Speaker0: oder sollte es zumindest sein, mit dabei.

Speaker0: Und dieser wichtige Posten soll natürlich auch mit einer der richtigen Person besetzt werden.

Speaker0: Und man kann sich mit einem Interimsmanager dort Zeit erkaufen,

Speaker0: indem man sagt, wir holen jemand rein,

Speaker0: der wirklich fähig ist, der das operative Geschäft sofort übernehmen kann,

Speaker0: die ganze Struktur weiterführen kann, vielleicht sogar neue Impulse geben kann

Speaker0: und dann mit uns den neuen IT-Chef sucht und auch einarbeitet.

Speaker0: Das heißt, das ist eigentlich eine nette Dienstleistung, um einfach das Unternehmen

Speaker0: weiter aus IT-Sicht am Laufen zu halten.

Speaker0: Da ruft man bei uns an, man sucht danach und kommt auf uns und sagt, bitte hilf uns.

Speaker0: Das sind meistens drei Monate, sechs Monate, neun Monate Laufzeit und dann verabschiedet

Speaker0: man sich und freut sich, dass man das Unternehmen weiter am Leben gehalten hat

Speaker0: und dann auch sicher mit dem neuen IT-Chef weiterläuft.

Speaker0: Und der andere Weg ist, auch der mittlerweile häufiger kommt,

Speaker0: ist wirklich, dass man Probleme hat, dass man den IT-Chef jemand zur Seite stellen

Speaker0: möchte oder eine neue IT-Abteilung aufbauen möchte.

Speaker0: Man hat gemerkt, wir sind vielleicht ein produzierendes Gewerbe,

Speaker0: IT war eigentlich immer nur Operating.

Speaker0: Mehr nicht. Wir brauchen jetzt aber jemand, der auch Innovation mit reinbringt,

Speaker0: der einfach auch digitale Produkte entwickelt, was vorher gar nicht im Fokus war.

Speaker0: Und wir müssen diese Abteilung aufbauen. Wir wollen eine KI-Abteilung,

Speaker0: wir wollen eine Innovationsabteilung im Bereich IT mit integrieren.

Speaker0: Und dann werden wir gerufen, um diese neue Abteilung aufzubauen,

Speaker0: die Prozesse halt dort anzugleichen und mitzusetzen und dort eben das Ganze

Speaker0: für diese Firma zu strukturieren und zu organisieren und dann in das Daily Business wieder zu übergeben.

Speaker0: Das sind so die Hauptstränge, mit denen wir zu tun haben aus der Interimssicht

Speaker0: und aus der Krisenmanagementsicht, ist ganz klassisch, wir müssen jetzt was tun.

Speaker0: Wir haben Projekte, die an irgendeiner von dem Dreieck, Budget,

Speaker0: Zeit, Ressourcen, wie auch immer man das beziffern möchte, kränkelt und es ist

Speaker0: wahnsinnig wichtig für uns, beziehungsweise wir haben das Thema Digitalisierung noch vor uns.

Speaker0: Wir haben unsere ganze IT-Landschaft nicht so aufgebaut, dass man da die neuesten

Speaker0: Techniken sofort adaptieren kann, sondern wir wissen eigentlich gar nicht, wo unsere Daten sind.

Speaker0: Wir haben Silos, Daten, die nicht von überall zugreifbar sind und wollen die

Speaker0: eigentlich mehr nutzen und brauchen einfach eine Grundstruktur von moderner

Speaker0: IT in dem Unternehmen, weil man es einfach in den letzten 10 Jahren, 15 Jahren verpasst.

Speaker0: Das klingt immer so böse, dass man nicht aufgepasst hat, aber meistens ist es

Speaker0: wirklich nicht mutwillig verpasst, sondern einfach der Druck war noch nicht groß genug,

Speaker0: um da was zu machen, sondern wir laufen jetzt gut, wir haben einen anderen Fokus

Speaker0: und jetzt realisieren wir erst, dass die Welt sich weiter gedreht und eben in

Speaker0: dieser Geschwindigkeit, die ich vorhin schon genannt habe.

Speaker0: Dass wir das falsch eingeschätzt haben und jetzt was nachholen müssen.

Speaker0: Und damit holen sie uns und sagen, bitte baut mit uns und in dem Fall als rechte

Speaker0: Hand vom IT-Chef zusammen dieses Unternehmen auf eine moderne IT,

Speaker0: setzt es auf einen modernen IT-Standard auf,

Speaker0: damit wir dann in der Zukunft eigentlich gut aufgestellt sind und weitermachen können.

Speaker1: Wenn man das jetzt mal vergleicht mit dem Baugewerbe, gibt es ja da auch das,

Speaker1: dass man so einen Bauregulierer sich holt,

Speaker1: der dann gerade bei Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Gewerken einfach

Speaker1: dafür sorgt, dass es halt regelmäßige Show-Fix-Termine gibt,

Speaker1: dass der Fliesenleger halt nicht anfängt, Fliesen zu legen, bevor der Bodenleger

Speaker1: und der Estrich drin gewesen ist und dass halt auch nicht der Elektriker mit

Speaker1: der Hubbühne über den frischen Estrich fährt und dabei die Fußbodenheizung kaputt macht.

Speaker1: So ungefähr stelle ich mir dann euren Job an der Stelle vor,

Speaker1: kann man das so sagen? Oder ist auch ein Teil davon?

Speaker0: Ja, ja, ja. Okay, also ja.

Speaker1: Und wie viel Handlungsbefugnis habt ihr denn dann? Also ist das so,

Speaker1: dass dann im Grunde genommen, wenn ich jetzt mal sage, wir haben vielleicht

Speaker1: bei einem Mittelständler halt ein, zwei Systemhäuser auch mit drin,

Speaker1: die dann auch mit koordiniert werden müssen in Koordination mit dem IT-Verantwortlichen.

Speaker1: Wer hat da das Sagen dann?

Speaker0: Das ist eine super wichtige Frage. Das ist uns auch ganz wichtig.

Speaker0: Also es ist nicht so, dass man uns anruft, wir sind morgen da und es läuft sofort.

Speaker0: Sondern wir führen sehr viel Vorgespräche.

Speaker0: Aus zwei Gründen wieder.

Speaker0: Der eine Grund ist, mittlerweile spielt der, ich nenne immer Nasenfaktor,

Speaker0: also die Sympathie, einen ganz, ganz großen und wichtigen Punkt in der Zusammenarbeit,

Speaker0: auch mit uns. weil man vertraut uns ja schon sehr viel an.

Speaker0: Wenn man sagt, hier ist die IT-Landschaft und hier sind die Prozesse,

Speaker0: jetzt macht mal, da sind wir am Kern eines Unternehmens meistens dran.

Speaker0: Das heißt, das Vertrauen muss da sein.

Speaker0: Und da ist ganz wichtig, dass man sich anschauen kann, dass man miteinander

Speaker0: arbeiten kann und zwar in beide Richtungen.

Speaker0: Nicht nur, dass wir als RiseCon mit den Kunden arbeiten können,

Speaker0: das ist meistens einfacher, aber dass der Kunde auch mit uns.

Speaker0: Ein Faktor ist dort, und das machen wir in unseren Vorgesprächen auch ganz klar,

Speaker0: dass wir diese Befugnis brauchen.

Speaker0: Wir müssen was verändern dürfen und müssen uns nicht immer 27 Mal absichern

Speaker0: beziehungsweise 33 Okays oder Unterschriften holen. Das klappt nicht.

Speaker0: Wenn das so gewollt ist, ist das vollkommen in Ordnung. Das muss jeder Kunde für sich entscheiden.

Speaker0: Dann sind wir aber die Falschen, weil wir mit einer doch sehr starken, ja.

Speaker0: Gewalt ist ein blödes Wort, aber mit einer sehr großen Macht letztendlich in

Speaker0: das Unternehmen reindrücken, mit sehr vielen neuen, sehr vielen Ideen,

Speaker0: die konträr zu den Ideen vorher stehen und das neu aufbauen.

Speaker0: IT ist kein Kostenstelle mehr, sondern IT verbrennt Geld im positiven Sinne,

Speaker0: weil wir investieren müssen, um dann in der Zukunft bereitzustehen.

Speaker0: Der Return of Invest ist nicht immer sofort gegeben.

Speaker0: Der Return of Invest ist meistens auch einfach nur, euch gibt es in zehn Jahren

Speaker0: noch, weil ihr einfach mit eurem System, mit den anderen arbeiten könnt.

Speaker0: Und das führt zu einer anderen Denkensweise, wie man IT sieht.

Speaker0: Und das muss erlaubt sein, diese Denkensweise.

Speaker0: Und die muss von vornherein auch schon für jeden klar sein. Da kommt jetzt jemand,

Speaker0: der baut uns das um, aber im positiven Sinne um und wir müssen uns da ein bisschen mitgehen.

Speaker0: Das ist ein Change-Prozess, der ist immer schmerzhaft, der tut immer weh und

Speaker0: dafür brauchen wir einfach die Fähigkeit, das durchzuführen bzw.

Speaker0: Auch die Erlaubnis an einigen Stellen mal was umzudrehen. Und das klären wir

Speaker0: vorher ab und da sind wir auch sehr transparent und sehr offen und da ist es

Speaker0: auch überhaupt nicht schlimm, wenn man sagt, das wollen wir nicht,

Speaker0: das ist uns dann doch zu viel, dann geht das nicht.

Speaker0: Dann ist das auch vollkommen okay, das muss ja jeder für sich entscheiden,

Speaker0: ob er da den Weg gehen will.

Speaker0: Aber das ist wirklich essentiell, weil sonst können wir nichts bewegen.

Speaker0: Sonst sind wir wirklich eingefecht und dann macht es uns keinen Spaß,

Speaker0: macht es dem Kunden keinen Spaß, weil er dafür ja auch Geld zahlt.

Speaker0: Und dann tritt man auf der Stelle und hat eigentlich noch mehr Diskussionen,

Speaker0: die man vorher nicht hat.

Speaker0: Dann sollte man sich erst mal lieber das klären, vielleicht erst mal eine Strategie

Speaker0: bauen, wo das ganz klar abgesteckt wird.

Speaker0: Dann lässt man sich nochmal ein halbes Jahr Zeit, um das sacken zu lassen und gibt dann Gas.

Speaker0: Es ist alles möglich und auch alles korrekt. Wichtig ist, man muss wissen, es wird was verändert.

Speaker1: Das klingt so, als ob das natürlich auch zu Akzeptanzproblemen unter Umständen

Speaker1: im Unternehmen dann führt.

Speaker1: Also ich sag mal, wenn jetzt der IT-Verantwortliche natürlich von Anfang an

Speaker1: mit im Boot ist, der vielleicht auch der Initiator dafür war, dass die RISECON kommt,

Speaker1: Okay, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es dann an manchen Positionen

Speaker1: oder in verschiedenen Projekten auch zu Reibereien kommt so ungefähr.

Speaker1: Warum sind die jetzt da? Das merken wir selber auch im Consulting und auch in

Speaker1: der technischen Realisierung.

Speaker1: Oft sind die ganz froh, weil du weißt ja, der Prophet im eigenen Land wird selten

Speaker1: halt gehört oder wahrgenommen.

Speaker1: Da freuen sich die ITler dann, wenn wir kommen, weil uns hört man dann halt wenigstens mal zu.

Speaker1: Aber wir haben auch Kunden, wo es dann halt genau das Gegenteil ist.

Speaker1: Wenn die Geschäftsführung uns holt und sagt, so, jetzt zeig mal unsere IT,

Speaker1: wie es geht, dann wirst du viel Ping-Pong erleben oder halt einfach auch Bockigkeit

Speaker1: auf Seiten der Verantwortlichen. Wie erlebst du das?

Speaker0: Ja, eins zu eins, genau. Das ist so.

Speaker0: Aber da differenzieren wir uns auch ein bisschen von anderen Interimsmanagern

Speaker0: beziehungsweise auch Unternehmensberatern. Und das ist auch ganz wichtig und

Speaker0: das ist auch bei den Einstellungen meiner Kollegen immer eine der wichtigen

Speaker0: Fragen. Wir haben kein großes Ego.

Speaker0: Nicht, weil wir es nicht wirklich haben, sondern einfach nur,

Speaker0: weil wir es nicht wollen und damit nicht hausieren wollen.

Speaker0: Das heißt, uns ist wichtig, gerade weil das Knowledge ja meistens vorhanden

Speaker0: ist und der Prophet im eigenen Land, den hört man nicht zu.

Speaker0: Da muss ich auch jedes Mal schmunzeln, wo ich sage, Mensch, ich wiederhole eigentlich

Speaker0: nur das, was eigentlich dein Kollege gestern schon gesagt hat.

Speaker0: Und mir wird geglaubt, aber dem Kollegen nicht, der eigentlich ein viel höheres

Speaker0: Standing haben sollte, als ich das haben sollte, als Externer.

Speaker0: Das ist so. Das ist aber auch überall so. Wenn man irgendwo hinkommt und da

Speaker0: ist jemand Fremdes, man kriegt erstmal Vorschusslorbeeren, weil man glaubt,

Speaker0: der hat einfach eine gewisse Kompetenz, sonst wäre er jetzt nicht hier und dann

Speaker0: glaube ich denen erstmal mehr. Aber wir nehmen die Menschen mit.

Speaker0: Das heißt, wir fungieren meistens als rechte Hand oder als Schatten wirklich

Speaker0: und sagen, pass auf, wir bereiten vielleicht die Folien nochmal ein bisschen

Speaker0: schöner für dich, wir geben dir ein

Speaker0: paar Wordings noch an die Hand und letztendlich sollst du es vortragen.

Speaker0: Das wäre uns am liebsten, wenn du deine eigene Idee nochmal mit unserem Wording

Speaker0: untermauert und wir stehen dahinter und sagen, hört auf ihn, das ist genau richtig.

Speaker0: Das ist uns eigentlich der liebste Weg und das führt auch dazu,

Speaker0: dass die Akzeptanz von uns steigt, weil die sehr schnell merken,

Speaker0: oh, das ist nicht jemand, der sich profilieren möchte, der sich als Heilsbringer

Speaker0: hier in dem Unternehmen platziert und dann rausgeht und sagt,

Speaker0: siehst du, ohne mich wäre egal gewesen.

Speaker0: Nein, das ist uns egal. Eigentlich wollen wir, dass es den Kunden gut geht,

Speaker0: weil das ist auch unsere Art, Werbung zu machen.

Speaker0: Wir leben primär von Empfehlungswerbung. Das heißt also, dass man uns weiter

Speaker0: empfiehlt, weil wir einen guten Job gemacht haben und nicht,

Speaker0: weil wir irgendwo Plakate aufhängen oder irgendwie im Fernsehen rumhüpfen,

Speaker0: sondern dass die Leute sagen, Mensch, das war eine tolle Arbeit,

Speaker0: die die geleistet haben.

Speaker0: Ruf den an, der hilft euch sofort oder die RiceCon hilft euch sofort.

Speaker0: Darauf könnt ihr bauen. Und das geht wirklich nur, wenn man mit den Leuten zusammenarbeitet

Speaker0: und die auch mitnehmen. Wir hatten vorhin schon gesagt, dass es ein Change-Prozess

Speaker0: ist, den man machen muss.

Speaker0: Beim Change ist immer ganz wichtig, dass die Menschen über jeden Schritt der

Speaker0: Veränderung Bescheid wissen und ganz, ganz wichtig, auch die Begründung dafür hören.

Speaker0: Warum verändern wir das jetzt? Warum müssen wir jetzt diesen Prozess anpassen?

Speaker0: Warum darf ich nicht mehr auf das rote Knöpfchen drücken, sondern muss auf das

Speaker0: grüne Knöpfchen drücken?

Speaker0: Nur wenn sie es verstehen, wenn sie den Sinn dahinter verstehen,

Speaker0: auch wenn es ein komplexer Sinn ist, also langfristig erst das Ergebnis sichtbar

Speaker0: ist, sollte man die Menschen dort mitnehmen.

Speaker0: Und das führt meistens dazu, dass die Akzeptanz höher ist und steigt.

Speaker0: Lustig, und das hast du ja auch gerade erwähnt, ist eigentlich,

Speaker0: dass das bei den normalen operativen Level weniger problematisch ist,

Speaker0: als denn doch bei den Managern, weil die Manager oft denken,

Speaker0: ja, und muss man verändern, ich muss ja weiter, mein Mensch.

Speaker0: Nein, in der modernen IT hat der Manager sich auch zu verändern und hat auch

Speaker0: anders zu führen und anders zu denken.

Speaker0: Und wenn wir dann dahin kommen, haben wir meistens die größeren Probleme bei

Speaker0: den Managern als bei den operativen Level, die teilweise das sogar ja schon

Speaker0: gefordert haben und auf denen nie gehört wurden, sondern die eigentlich schon

Speaker0: ganz froh sind, dass es endlich mal in die Richtung geht, weil sie es ausgären.

Speaker1: Ja, absolut. Was natürlich auch eine große Hürde ist, das erleben wir auch immer

Speaker1: wieder, ist halt einfach das Vermitteln zwischen IT-Sprache und Management-Sprache.

Speaker1: Da tun sich halt viele Techniker einfach auch schwer, wenn sich Techniker untereinander

Speaker1: miteinander unterhalten.

Speaker1: Das habe ich immer wieder, wenn wir mal Besuch von Kollegen oder Partnern hier

Speaker1: zu Hause haben, dass dann halt alle Zivilisten, nenne ich sie mal,

Speaker1: überhaupt nicht verstehen, worüber wir gerade reden.

Speaker1: Da merke ich auch immer wieder, und das hätte ich auch nie gedacht,

Speaker1: dass das mal so ein wichtiges Thema wird, dass du halt in der Lage sein musst,

Speaker1: das Ganze in einem CEO-tauglichen Deutsch zu vermitteln, was du jetzt da eigentlich

Speaker1: vorhast, um dann halt die Akzeptanz auch vielleicht ein bisschen besser zu bekommen.

Speaker1: Oder vielleicht auch einfach mal ein Szenario, wenn der Techniker sagt,

Speaker1: ja, wenn wir das nicht machen in zigreffacher Redundanz, dann ist Downtime hier.

Speaker1: Nein, das versteht dein Controller und Einkäufer nicht. Du musst ihm sagen,

Speaker1: wenn wir das nicht lösen, riskieren wir Situation XY und die kostet dich in

Speaker1: der Stunde, am Tag, im Jahr so viel Geld, wenn das dann passiert.

Speaker1: Also wirklich dann auch mal in Richtung Business Impact Analyse zu gehen und

Speaker1: das Ganze halt einfach auf ein anderes Sprachniveau zu bringen.

Speaker1: Und das ist faszinierend, wenn man das verstanden hat, wie leicht man sich dann

Speaker1: manchmal wirklich tut, auch ein Projekt dann zum Ende zu bekommen,

Speaker1: weil halt die beteiligten Personen jetzt auch wirklich Teil der Lösung sind

Speaker1: und nicht mehr einfach nur irgendwo der Sidekick,

Speaker1: der halt notwendigerweise da sein muss.

Speaker0: Komplett d'accord. Also das ist auch das, was ich vorhin gesagt habe.

Speaker0: Wir führen unser Wording dazu.

Speaker0: Das schießt genau in diese Lücke rein, dass wir den IT-Lern,

Speaker0: die die gute Idee haben, eben genau erklären, nein, nicht das technische Know-how.

Speaker0: Oh, das ist super, dass du es hast und dass du das verstehst,

Speaker0: musst du auch, das versteht aber dein Geschäftsführer nicht,

Speaker0: das ist auch nicht sein Level,

Speaker0: sondern einfache Sprache und das meine ich gar nicht negativ,

Speaker0: sondern verständliche Sprache für die Geschäftsführung, dass die diese komplexen

Speaker0: Themen begreift, umreißt und auch abwägen kann, denn das ist ja deren Aufgabe

Speaker0: und ich bin da komplett bei dir,

Speaker0: das ist wahnsinnig wichtig geworden, einfach weil wir so schnell mit der Technik

Speaker0: voranschreiten und immer neue Begriffe auftauchen,

Speaker0: die man als Nicht-Techniker und als Nicht-Fokus-ITler ganz oft gar nicht,

Speaker0: noch nie gehört hat oder dann einordnen kann.

Speaker1: Ist das denn eine überwiegend endliche Tätigkeit oder habt ihr auch Kunden,

Speaker1: die euch dann dauerhaft beschäftigen?

Speaker0: Das wäre schön, aber wir sind endlich, das ist uns auch immer bewusst und so treten wir auch auf.

Speaker0: Das ist auch einfach eine Preisfrage am Ende des Tages, das muss man auch ganz

Speaker0: deutlich sagen. Diese Leistung, diese Fähigkeiten, die man haben muss,

Speaker0: die wir haben, dass wir innerhalb von einer Woche uns ein komplettes Unternehmen

Speaker0: eigentlich verinnerlichen müssen und die operativ führen müssen.

Speaker0: Also diese Leistung, die wir da bringen, die ist natürlich auch was wert und

Speaker0: die lassen wir uns auch dafür bezahlen.

Speaker0: Und das ist nicht ausgelegt, dass wir eigentlich diesen IT-Chef Ewigkeiten stellen.

Speaker0: Liegt auch nicht in unserem Mindset. Also du hast eingangs gesagt,

Speaker0: ich habe 14, wusste ich gar nicht, dass das 14 Stellen im LinkedIn-Profil sind,

Speaker0: wo ich schon tätig war oder tätig bin.

Speaker0: Ich liebe das Neue, wir oder meine Kollegen auch. Wir brauchen die Herausforderung.

Speaker0: Es ist genau dieser, ich sage es mal jetzt, Kick, der uns da auch fesselt,

Speaker0: zu sagen, wir kommen jetzt in ein Unternehmen und wir müssen jetzt innerhalb

Speaker0: von einer Woche, zwei Wochen maximal verstehen, was hier passiert,

Speaker0: verstehen, wie es passiert und müssen schon operativ arbeiten können oder Lösungen entwickeln dafür.

Speaker0: Dafür. Das ist natürlich auch wahnsinnig intensiv die Zeit, auch für uns.

Speaker0: Das heißt, nach einem halben Jahr sind wir meistens auch platt und können auch

Speaker0: nicht mehr diese Leistung bringen und wir würden dann auch irgendwann ab einem

Speaker0: gewissen Zeitraum, also fairerweise muss man sagen, wir haben Kunden,

Speaker0: wo wir Organisationsveränderungen unterstützen,

Speaker0: wo wir auch neue Prozesse einführen, die wir dabei unterstützen,

Speaker0: die auch längerfristig sind.

Speaker0: Das ist dann aber ein anderes Doing als jetzt das Interestmanagement.

Speaker0: Aber bei dem klassischen Interest-Manager sind wir froh, wenn wir dann auch

Speaker0: rausgehen können nach einem halben, dreiviertel Jahr und das Ganze übergeben

Speaker0: können und sagen können, wunderbar, es hat geklappt.

Speaker0: Und dann braucht der Kollege, der da war, auch erstmal Urlaub,

Speaker0: um da wieder runterzukommen und das wieder ein bisschen freizukriegen,

Speaker0: bis es dann wieder juckt und er sagt, so, jetzt bin ich wieder soweit und wir steigen ein.

Speaker0: Aber dass wir sagen, wir sind jetzt wirklich die nächsten drei,

Speaker0: vier, fünf Jahre beim Kunden, das ist natürlich immer der Wunsch,

Speaker0: wer als Geschäftsführer welch Bildkirch dann anders behaupten würde.

Speaker0: Aber das ist nicht das Ziel und Und das ist auch gut so, sonst dürften wir uns

Speaker0: auch nicht Interimsmanager nehmen. Das Wort Interim wäre dann ad acta gelegt.

Speaker1: Ja, ich nehme mal an, ihr macht das nicht alles selbst, wenn ihr jetzt irgendwo

Speaker1: eine Situation vorfindet, so wirklich kleiner Mittelstand, 20 Leute,

Speaker1: noch Small Business Server und der Kunde sagt, ich möchte in die Cloud,

Speaker1: weil ich habe festgestellt, das ist nicht gut, was ich hier an Setup habe,

Speaker1: so viel Verständnis haben wir schon.

Speaker1: Und wie schaut es aus, wenn ihr nicht das Thema selbst bedienen könnt,

Speaker1: sondern ihr wisst zwar, wie die Lösung aussieht, ihr habt aber weder vielleicht

Speaker1: die Kapazitäten noch das Know-how oder weiß ich nicht was.

Speaker1: Vermittelt ihr dann auch irgendwie innerhalb von einem Partnernetzwerk?

Speaker0: Genau, also wenn es denn an bestimmte Bereiche geht, auch Programmierung.

Speaker0: Wir sind alles ITler, wir können alle programmieren, aber jeder Programmierer

Speaker0: würde uns, also der es professionell macht, sauber wegprogrammieren und in die Tasche stecken.

Speaker0: Also wir würden wahrscheinlich durch die KI auch ersetzt werden können von unseren

Speaker0: Leistungen, aber wir verstehen das, das ist das Wichtige.

Speaker0: Geben wir weiter. Das heißt, wir entdecken, dass da etwas zu tun ist oder machen

Speaker0: eine Lösung, wo man sagt, das könnte man tun, bereiten das Aufschlagen das vor,

Speaker0: setzen die Projekte auf,

Speaker0: durchdenken das alles soweit für den Kunden und übergeben das dem Kunden.

Speaker0: Und der Kunde kann dann entscheiden, wie er damit umgeht.

Speaker0: Und wir sind nicht, also einer der USPs von AriseCon ist, wir kommen mit einem,

Speaker0: ein Mensch von uns, mehr brauchst du nicht.

Speaker0: Und wenn dieser eine Mensch rausfindet, dass dann noch Stellen vielleicht nötig

Speaker0: sind oder ein neues Potenzial entdeckt worden ist, wo man irgendjemand dazu

Speaker0: benötigt, weil die Firma das nicht hat, dann wird das so kommuniziert und die

Speaker0: Firma kann sich überlegen, wie er es macht. So, da gibt es zwei Möglichkeiten.

Speaker0: Die Firma sagt, ich habe einen intern, dann schreien wir am lautesten Hurra.

Speaker0: Das wäre für unser Schönste, weil dann kann die Firma das selber bedienen.

Speaker0: Das Zweite ist, sie sagen, ja, wir gucken uns um und stellen jemand ein beziehungsweise

Speaker0: wir haben in unserem Netzwerk Firmen, mit denen wir das umsetzen wollen.

Speaker0: Total gut. Und die dritte Möglichkeit ist, sie fragen, ja, könnt ihr uns da helfen?

Speaker0: Und erst, wenn diese Frage kommt, werden wir aktiv mit unserem Netzwerk,

Speaker0: das wir haben und sagen, ja, wir haben Partnerfirmen wie die Pegasus,

Speaker0: die ja eine Cloud-Lösung aufsetzen kann oder das auch hosten kann oder managen kann für euch.

Speaker0: Und würden dann mit diesen ausgewählten Partnern, die wir haben,

Speaker0: die letztendlich unser Trusty-Stempel auf dem Kopf haben, sagen,

Speaker0: mit denen haben wir schon zusammengearbeitet, die kennen wir,

Speaker0: die machen das gut, das sind kleinere Firmen, wie wir auch eine kleinere Firmen

Speaker0: sind, sind auch von den Preisen her meistens fair, also das heißt nicht günstig,

Speaker0: aber auch nicht überteuert, sondern wirklich so, dass wir es vertreten können,

Speaker0: sagen, die Leistung spiegelt sich auch in den Preis wieder.

Speaker0: Wir können diese Firmen für euch reinbringen. Und da gibt es auch zwei Möglichkeiten,

Speaker0: entweder als Subunternehmen von uns, wo wir sagen, dann habt ihr das alles aus

Speaker0: einem Guss, kriegt eine Rechnung gemeinsam.

Speaker0: Oder dass wir auch dann wirklich das rübergeben und sagen, bitteschön,

Speaker0: liebe Partnerfirma, den haben wir für euch akquiriert.

Speaker0: Ihr könnt da euren Job machen, dass wir oben drüber sitzen, dass wir euch da

Speaker0: auch aussteuern und das euch übernehmen.

Speaker0: Aber das können wir auch gar nicht stemmen und wollen wir nicht.

Speaker0: Das ist auch nicht unser Fokus. Also gerade, je operativer es geht bei der Umsetzung,

Speaker0: programmieren, wie du schon gesagt hast, Cloud-Lösungen aufsetzen, wir sind anbieterfrei.

Speaker0: Das heißt, wir machen wirklich das, was die Firma am besten ist und da helfen

Speaker0: wir dann jemanden zu finden, wenn es denn gewünscht ist. Aber die Anfrage muss

Speaker0: vom Kunden kommen, direkt.

Speaker0: Also ich gehe nirgendwo hin und wedle mit der Fahne und sage,

Speaker0: hier, wir haben da noch mehr für euch und komme mit der ganzen Herrschaft von Beratern rein.

Speaker0: Das ist mir zuwider, also wirklich zuwider.

Speaker1: Ja, finde ich auch, aber gut so, ehrlich gesagt. Also, weil natürlich,

Speaker1: du hast gerade den offenen Brustkorb der Firma vor dir auf dem Tisch und könntest

Speaker1: theoretisch natürlich jetzt deine Position auch nutzen.

Speaker1: Ist aber auch was, wo wir selber auch immer wieder sagen, nö,

Speaker1: also wir können dir in die richtige Richtung helfen, aber bitte selber dann auch entscheiden.

Speaker1: Wir wollen da jetzt nicht irgendwie einen Vertrag über die nächsten 100 Jahre,

Speaker1: wo dann noch die Enkelkinder uns weiterfinanzieren müssen, sondern genau so, wie du sagst.

Speaker1: Wie sieht es denn aus, wenn die Finanzierung ein Problem wird?

Speaker1: Unterstützt ihr da auch dabei?

Speaker0: Finanzierung im Sinne.

Speaker1: Des Projektes oder von Ressourcen im Projekt, die man halt benötigt,

Speaker1: um jetzt irgendwas zu tun.

Speaker1: Keine Ahnung, du hast jetzt wirklich diesen Small Business Server Kunden und

Speaker1: der müsste jetzt halt einfach mal 100.000 Euro in die Hand nehmen für irgendwelche Dinge.

Speaker1: Habt ihr da auch irgendwie eine beratende oder eine vermittelnde Funktion?

Speaker0: Also wir sind natürlich keine CFOs. Wir stellen keinen CFO. Das ist unser Kerngeschäft.

Speaker0: Da haben wir auch wenig Ahnung von.

Speaker0: Aus dem ganzen Bereich Finanzen kennen wir die Prozesse, ja,

Speaker0: aber die Finanztricks oder wie auch immer, da sind wir weit von entfernt.

Speaker0: Was wir machen, ist natürlich, wir achten, was kann der Kunde stemmen.

Speaker0: Das heißt, unsere Lösung, die wir dann anbieten oder die wir mit denen vielleicht

Speaker0: auch erarbeiten, zielt natürlich schon auf eine Machbarkeit hin.

Speaker0: Es ist kein Blueprint nach dem Motto, hier bitteschön, so setzt man das auf

Speaker0: und das müsst ihr machen und dann kann man dahinter schreiben AWS oder andere

Speaker0: Cloud-Systeme und nutzt es und das kostet so und so viel,

Speaker0: wohl wissend, dass es eigentlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist,

Speaker0: sondern wir gucken dann schon bei der Lösungsfindung auf möglichen Einsparpotenziale

Speaker0: beziehungsweise Möglichkeiten, wie man das günstiger machen kann.

Speaker0: Und wenn der Kunde uns suggeriert, dass er das unbedingt haben möchte,

Speaker0: es aber so nicht leisten kann, dann liegt es an uns zu überarbeiten und zu schauen,

Speaker0: was sind denn die kleinen Schritte für Schritte, wie wir uns vielleicht daran

Speaker0: nähern, um das so möglichst günstiger zu machen.

Speaker0: Allerdings, dass wir jetzt mit Banken sprechen oder mit irgendwelchen Finanzgebern,

Speaker0: Investoren suchen, das ist nicht unser Fokus.

Speaker0: Das muss man auch ganz klar sagen. Da sind wir auch, glaube ich, die Falschen.

Speaker0: Wir können höchstens helfen, die IT darzustellen für den Investor dann,

Speaker0: aber nicht den Investor ranholen.

Speaker1: Okay, danke dir. Gibt es sowas wie eine Try-and-Buy-Option?

Speaker1: Jetzt mal angenommen, ich bin der Unternehmer und da kommt jemand,

Speaker1: der wirklich einen tollen Job liefert von der RiceCon und ich denke mir, boah.

Speaker1: Das ist eigentlich, der ist in einem Jahr oder wann wieder weg.

Speaker1: Ich will den aber jetzt dauerhaft bei mir haben.

Speaker1: Ist wahrscheinlich ein Thema, was bei euch schon mal vorgekommen ist.

Speaker1: Aus unternehmerischer Sicht von dir natürlich jetzt nicht so gut,

Speaker1: wenn dir deine Kunden dann dein Personal abwerben oder, was heißt abwerben,

Speaker1: gerne übernehmen möchten. Aber wie geht ihr damit um?

Speaker0: Ja, also das ist natürlich immer ein Thema und eigentlich ist es ja positiv.

Speaker0: Eigentlich ist es ja genau das, was wir wollen. Das heißt ja,

Speaker0: dass der Kollege von der Risecon eine wahnsinnig tolle Arbeit geleistet hat,

Speaker0: soweit, dass das Unternehmen überzeugt hat.

Speaker0: Das ist ja eigentlich genau unser Verkaufspunkt, wo wir sagen,

Speaker0: kommt zu uns diese Leute Christus. Das heißt, bei jedem Kunden,

Speaker0: wo ich bin, hoffe ich, dass der Kunde ihn abwerben möchte, wenn man das mal

Speaker0: ganz böse sagt. Was spricht dagegen?

Speaker0: Zum einen, die Kolleginnen und Kollegen, die wir bei der RiseCon haben,

Speaker0: haben sich bewusst für die RiseCon entschieden, weil die diesen Kitzel des Neuen

Speaker0: brauchen, das Daily Business 0815, um böse zu sagen.

Speaker0: Das reizt sie nicht, sondern die wollen diese Herausforderung haben,

Speaker0: wenige Unternehmen so in der Fülle, wie das ein Interimmanager bekommt,

Speaker0: stellen kann. Und das heißt, das führt dazu, dass sie sich geschmeichelt fühlen

Speaker0: und sagen, wunderbar, nee, ich bleibe aber bei der RISE-Con.

Speaker0: Wenn es anders ist, dann ist es so, kann man auch nicht, das ist in Ordnung.

Speaker0: Da haben wir zumindest in der Richtung meistens keine Bedenken,

Speaker0: weil die Leute sich schon freuen auf das nächste Projekt wieder.

Speaker0: Zum anderen helfen wir ja, uns zu ersetzen.

Speaker0: Also wir sind ja dabei, jemanden zu finden, der eben genau diese Fähigkeiten

Speaker0: für das Unternehmen mitbringt, der eine Festanstellung möchte,

Speaker0: um dann diese Festanstellung auch auszuführen. Das heißt also,

Speaker0: wir arbeiten ja dran, dass diese Abwerbung nicht passiert.

Speaker0: Und das Dritte ist natürlich auch der Faktor Geld.

Speaker0: Also die Kollegen und Kolleginnen von Risecom verdienen jetzt nicht schlecht

Speaker0: und wollen natürlich auch dieses Gehalt mitnehmen oder verbessern,

Speaker0: was auch ganz natürlich ist.

Speaker0: Und da ist es für einige Firmen schon eine Frage, ob wir uns das auch leisten wollen in dieser Höhe.

Speaker0: Das heißt also, ich habe einen gewissen Stellfaktor mit dem Gehalt,

Speaker0: wo man sagt, das kann ich denen bieten oder die Extras oder Bonuses,

Speaker0: wie man das so nennt, die Inzentivierung kann ich bieten, dass sie bei der RISE.com bleiben.

Speaker0: Aber viel wichtiger ist für mich eigentlich, dass diese Anfrage des Abwerbens

Speaker0: eigentlich kommt, weil ich dann weiß, der Kollege hat einen wirklich tollen

Speaker0: Job gehabt und bin wahnsinnig stolz auf meine Mitarbeiter, dass es da so gut geklappt hat.

Speaker1: Es ist eine schöne Ansicht, ehrlich gesagt, gefällt mir. Ja doch,

Speaker1: das ist eine schöne Perspektive, ja.

Speaker1: Ja, aber ich kann das verstehen. Also ich bin auch jemand, der nicht auf der Stelle stehen kann.

Speaker1: Ich habe genau aus dem Grund auch vor etwas über sieben Jahren wieder zurück

Speaker1: ins Systemhaus gewechselt, weil die interne IT mir einfach auf Dauer,

Speaker1: einfach wie du sagst, dieses 0815 Business, gut, das war es bei mir nie.

Speaker1: Aber du hast halt einfach diesen Anspruch, du willst neue Dinge kennenlernen,

Speaker1: du willst wieder neue Herausforderungen haben und das hast du halt in eurem Job und auch in unserem.

Speaker1: Ich habe, wenn es hochkommt, manchmal mit vier verschiedenen Situationen am

Speaker1: Tag zu tun in Consulting-Gesprächen und du musst dich immer wieder reindenken

Speaker1: und da ist so dieser Standardbetrieb, den man halt normalerweise in der Firma

Speaker1: hat, einfach langweilig.

Speaker1: Das klingt komisch vielleicht für den einen oder anderen. Manche sagen auch,

Speaker1: ja, ist doch geil, 9 to 5. Ich weiß alles, ich weiß jeden Knopf, den ich drücken muss.

Speaker1: Ist doch total angenehm. Und vielleicht habe ich nebenbei auch noch Zeit dann

Speaker1: im Homeoffice irgendwie die Wäsche zu bügeln.

Speaker1: Aber das ist auch nie mein Ding gewesen. Also ich mag das nicht.

Speaker1: Und von dem her kann ich das absolut nachvollziehen.

Speaker1: Mal so in Richtung Partner nochmal geguckt und auch vor allem in Richtung IT-Sicherheitscluster.

Speaker1: Du bist ja zusammen mit dem Thomas Michalski auch im Vorstand.

Speaker1: Den Thomas Michalski hatten wir, jetzt muss ich kurz auf meine Notizen spicken,

Speaker1: in Folge 84 von Blue Screen ja schon zu Gast mit seiner Firma.

Speaker1: Und wie sieht es denn da aus?

Speaker1: Helft ihr da auch in dieser Richtung, wenn jetzt ein Unternehmen nach einem

Speaker1: Cybervorfall aus der Wiederanlaufphase quasi raus ist? Also die ersten großen

Speaker1: Probleme sind jetzt mal behoben. Man kann irgendwie wieder arbeiten.

Speaker1: Der Thomas hat seinen Job gemacht. Es ist jetzt erst mal wieder soweit gelöst.

Speaker1: Polizei, Staatsanwaltschaft mag noch ermitteln. Und jetzt geht es aber darum,

Speaker1: wie stelle ich mich für die Zukunft auf, beziehungsweise wie muss ich mein System

Speaker1: jetzt umbauen, damit ich halt wirklich wieder performant arbeiten kann oder

Speaker1: dass mir sowas halt nicht nochmal passiert.

Speaker0: Auf jeden Fall. Also das gehört zu unserem Netzwerk damit zu.

Speaker0: Also gerade der Tom, der wird das bestätigen können. Da habe ich schon öfter

Speaker0: angerufen und gesagt, du, wir haben da Kunden, kannst du da mal helfen?

Speaker0: Und der hat mit seiner Firma wirklich einen Job und einen Bereich,

Speaker0: der wahnsinnig spannend ist. Ich höre ihm immer gerne zu, wenn er erzählt und

Speaker0: wenn er wieder lostigert und irgendwelche Firmen versucht, dort einzudringen bzw.

Speaker0: Schwachstellen zu finden. Das ist immer sehr spannend, wo ich auch mal denke,

Speaker0: da hätte ich eigentlich auch Lust, mal sowas zu machen.

Speaker0: Aber letztendlich steckt da ja auch wahnsinnig viel Wissen und Fähigkeiten und

Speaker0: Expertise, die der Tom mit seiner Firma hat und auf die wir liebend gerne zurückgreifen.

Speaker0: Weil wir gesagt, wir können das Konzept aufstellen, wir können das in gewisser

Speaker0: Weise in die Strategie verankern und was wir auch tun, die Sicherheit ist ja

Speaker0: wirklich ein Punkt, der gerne mal hemmsähnlich betrachtet wird bei einigen Firmen,

Speaker0: der aber wirklich wichtig ist.

Speaker0: Und wenn wir da, wie Tom, eine Firma beiseite haben, den wir uns jetzt auch

Speaker0: freundschaftlich kennen,

Speaker0: ist es noch besser, weil das Vertrauen ist komplett da und ich kann sagen,

Speaker0: Mensch, sprecht mal mit der Firma und dann machen wir da zusammen ein tolles

Speaker0: Konzept, wie wir euch sicher machen können.

Speaker0: Also das gehört zu unserem Netzwerk dazu. Das kriegt man mit der RISECON quasi

Speaker0: dazu, dass wir dieses Netzwerk haben und damit arbeiten.

Speaker1: Ja, und da ist natürlich der Sicherheitscluster schon eine ganz tolle Institution auch.

Speaker1: Ich muss sagen, gerade diese Möglichkeit, dass man halt eben sagt,

Speaker1: wir sind jetzt keine Konkurrenten im Markt, weil wir sind alle hier in der Region

Speaker1: um Regensburg herum, sondern wir sind halt einfach Marktbegleiter des Kunden.

Speaker1: Um das geht es. Jeder kann irgendwas halt besonders gut und dann vermittelt

Speaker1: man halt einfach untereinander zwischen den verschiedenen Mitgliedern.

Speaker1: Und das ist ja jetzt nicht nur der Bereich Regensburg. Also wir haben ja teilweise

Speaker1: auch Mitglieder im Cluster aus Nürnberg, also Braun und Paul zum Beispiel,

Speaker1: der Alex Politz, der werdet ihr wahrscheinlich auch demnächst noch hier im Podcast mal hören.

Speaker1: Und dadurch entsteht natürlich einfach wieder eine ganz breite und vielfältige

Speaker1: Wissensbasis innerhalb dieser Institution und letzten Endes natürlich auch für

Speaker1: die Kunden und für die Interessenten wieder eine gute Sache.

Speaker1: An der Stelle, Klammer auf, möchte ich Werbung machen.

Speaker1: Ihr hört die Folge im März und am 28.

Speaker1: April findet der nächste Kongress vom IT-Sicherheitscluster statt in Regensburg

Speaker1: im JAN-Stadion, also in unserem Fußballstadion.

Speaker1: Und da möchte ich euch auch ganz herzlich alle einladen, wenn ihr das jetzt

Speaker1: hier hört und ihr sagt, Mensch, da hätte ich jetzt mal richtig Bock drauf,

Speaker1: mich da nochmal zu informieren.

Speaker1: Also die Veranstaltung ist wirklich fantastisch, die ist auch nicht zu groß,

Speaker1: sie kostet nichts, das ist auch nochmal ein ganz toller Aspekt dabei und da

Speaker1: kommen einfach Leute eben,

Speaker1: wie zum Beispiel eben der Thjorben,

Speaker1: wie auch der Tom Michalski wird dort wieder sein. Wir haben den Dr.

Speaker1: Matthias Kampmann, der auch schon hier im Podcast zu Gast gewesen ist.

Speaker1: Das Ganze wird dann noch zusätzlich unterstützt von Polizei Niederbayern-Oberpfalz.

Speaker1: Die IHK hat einen Beitrag dabei.

Speaker1: Dann haben wir noch das BSI.

Speaker1: Und das ist eine Veranstaltung, die halt genau eben für den Mittelstand gemacht ist.

Speaker1: Einfach, um dort mal hinzukommen und sich mal einen Tag einfach ein paar Dinge

Speaker1: anzuhören. Was sind die Trends? Wo geht es hin?

Speaker1: Worüber müsste ich mich mal vielleicht informieren? Und dann auch in den Pausen

Speaker1: eben die Möglichkeit hat, einfach zu netzwerken mit Unternehmen wie wir oder

Speaker1: auch die RiceCon, die halt dann entsprechend euch dort auch zur Verfügung steht.

Speaker1: Also macht euch das schon mal ganz dick, einen Merke in euren Kalender rein. 28.

Speaker1: April 2025 würde ich mich freuen, wenn wir uns dann auch alle mal in echt sehen.

Speaker1: Ich habe auch mein Mikro und meine Kamera dabei.

Speaker1: Also vielleicht können wir da noch ein paar Aufnahmen entsprechend mitnehmen.

Speaker0: Kann ich nur zustimmen. Also kommt vorbei. Das ist wirklich ein ganz tolles

Speaker0: Format, was in den letzten Jahren gewachsen ist.

Speaker0: Und auch die Location im Jahnstadion lohnt sich, da mal reinzuschauen.

Speaker0: Und ja, letztendlich so ein bisschen das Stadion mal nicht im Fußballrausch

Speaker0: zu erleben, sondern anders.

Speaker0: Also es ist die letzten Male, war es wirklich fantastisch, kann ich 1 zu 1 so

Speaker0: dem Alexander Zusturm, kommt vorbei.

Speaker0: Es macht Spaß sich auch zu tauschen mit Leuten, die wirklich wissen,

Speaker0: wovon sie reden und neue Impulse zu bekommen.

Speaker1: Ja, die Veranstaltung hat auf jeden Fall mehr Qualität als unser Fußballspiel zurzeit.

Speaker0: Dazu äußere ich mich hier.

Speaker1: Ne, na gut, das ist das Los der bayerischen Mannschaften. Außerdem FC Bayern

Speaker1: kann keine bayerische Mannschaft sich lange halten, das ist leider so.

Speaker1: Gut. Ja, erzähl doch mal vielleicht noch so ein bisschen, was machst du sonst

Speaker1: noch im IT-Sicherheitscluster? Was sind da so deine Aufgaben?

Speaker0: Genau. Also als Vorstand sind wir natürlich letztendlich die rechte Hand von

Speaker0: Matthias Kampmann, unterstützen den Geschäftsführer dabei,

Speaker0: die Visionen auszuarbeiten, wo wir mit dem Cluster hingehen wollen,

Speaker0: was das Sicherheitscluster für Ideen noch weiterentwickeln kann und unterstützen

Speaker0: da auch wieder das tolle Wort Netzwerk mit unseren Kontakten,

Speaker0: die wir haben und die wir reinbringen.

Speaker0: Ich habe gerade jetzt auch wieder mit zwei neuen Firmen kennengelernt,

Speaker0: die auch im Sicherheitsbereich tätig sind, wo wir natürlich auch nahelegen,

Speaker0: dort eben mitzuwirken und machen da natürlich dann auch Werbung an vielen Stellen,

Speaker0: um das jetzt besser wachsen zu lassen und dort auch weiter gedeihen zu lassen,

Speaker0: beziehungsweise die positiven Eigenschaften, die jetzt auch gerade mit Matthias

Speaker0: Kampmann nochmal frischen Schwung reingebracht haben, weiterzuführen und auszubauen.

Speaker0: Das ist eigentlich so unser großer Fokus, den wir haben.

Speaker0: Wir wollen natürlich auch an anderer Stelle das Cluster unterstützen,

Speaker0: indem wir Veranstaltungen mit dem Cluster zusammen organisieren,

Speaker0: auch aufbauen und da eben noch ein bisschen weiterentwickeln.

Speaker0: Einfluss aus Bereichen bringen, die jetzt nicht im ersten Satz vielleicht mit

Speaker0: dem Sicherheitscluster in Verbindung stehen, aber eben doch erweitern und verbessern können.

Speaker0: Das heißt also, wir arbeiten da an vielen Stellen mit Matthias zusammen,

Speaker0: beziehungsweise versuchen Matthias Ideen mit auszuarbeiten und die auch dann

Speaker0: umzusetzen, beziehungsweise ja, so weit einzutüten, dass das alles auf einem

Speaker0: sauberen Fundament steht.

Speaker1: Ja, es muss ich auch sagen, gefällt mir auch im Cluster besonders gut,

Speaker1: dass halt auch aktuelle Themen wirklich aufgegriffen werden.

Speaker1: Also letztes Jahr ging es ja doch sehr viel um künstliche Intelligenz.

Speaker1: Jetzt dieses Jahr wird es mehr in Richtung OT Security auch entwickelt,

Speaker1: Identity Management, Passkey und solche Geschichten.

Speaker1: Und das finde ich halt auch super, dass man halt wirklich da auch am Puls der

Speaker1: Zeit ist und auch einfach am Bedarf für die Dinge, die halt auch letzten Endes

Speaker1: dann im Unternehmen halt eine Rolle spielen.

Speaker0: Genau. Wir haben uns entschieden, dass wir mehr mit unseren Mitgliedern auch

Speaker0: uns austauschen müssen über diese Topics.

Speaker0: Also was sind denn die Topics, die die Mitglieder wirklich interessiert?

Speaker0: Es ist immer auf der einen Seite einfach zu sagen, wir entscheiden,

Speaker0: welche Topics jetzt im Fokus stehen. Aber letztendlich ist ja wichtig,

Speaker0: dass die Mitglieder sich dort wiederfinden und dort arbeiten.

Speaker0: Das heißt, es ist so ein Mix aus, wir geben vielleicht zukunftsträchtige Themen

Speaker0: ein bisschen vor, weil wir einfach das Cluster doch auch natürlich weiterentwickeln wollen.

Speaker0: Aber es ist ganz viel Gespräche mit den Mitgliedern, was da Matthias Kampmann

Speaker0: wirklich exzellent auch durchführt und da einfach auch mal am Puls der Zeit

Speaker0: einfach mitfühlt und das eben ins Cluster mit reinbringt, damit man da sich

Speaker0: wirklich als Mitglied wohlfühlt, aufgehoben fühlt,

Speaker0: eine Ansprechstelle hat für Cyber Security oder für Security Themen allgemein,

Speaker0: bei denen sofort ein offenes Ohr da ist, mit dem man sich helfen kann,

Speaker0: mit dem wir uns austauschen können.

Speaker0: Und wir machen dort, ja, in den letzten zwei Jahren, glaube ich,

Speaker0: ein bisschen mehr auf die Mitglieder fokussiertes Topics.

Speaker0: Und ja, das ist, glaube ich, der richtige Weg und macht auch allen Spaß.

Speaker0: Zumindest ist das meine Wahrnehmung. Und ich finde mich da auch sehr,

Speaker0: sehr oft wieder und bin da sehr happy.

Speaker1: Ja, auf jeden Fall. Man, der Reden kann er da, Matthias. Der ist auch so ein Duracell-Hasin.

Speaker1: Ich glaube, das Interview mit ihm war die längste Folge, die ich jemals im Podcast

Speaker1: hatte. Also die würde wahrscheinlich jetzt noch gerade laufen.

Speaker0: Das stimmt, das stimmt.

Speaker1: Aber das ist halt das Schöne. Also du merkst halt einfach da auch die Leidenschaft

Speaker1: und das macht dann halt auch Spaß.

Speaker0: Voll.

Speaker1: Ja, am Puls der Zeit, Thema, wie geht es denn weiter?

Speaker1: Was denkst du, wie wird sich denn unsere Arbeits- und IT-Welt so die nächsten

Speaker1: paar Jahre verändern und welchen Einfluss hat KI dabei?

Speaker0: Also ich bin ja promovierter KIler, das heißt also ich habe das große Glück,

Speaker0: mich schon seit über 20 Jahren, mittlerweile 25 Jahren mit KI zu beschäftigen,

Speaker0: aus einer Leidenschaft heraus, das muss man wirklich sagen. Ich hatte immer...

Speaker0: Als fauler Student habe ich mir gedacht, es ist nett, wenn ich dem Computer

Speaker0: einmal was beibringen kann und dann kann das für mich alles erledigen.

Speaker0: Das war so die intrinsische Motivation. Habe ich natürlich auch viel darüber

Speaker0: nachgedacht und bin sehr happy zu sehen, was jetzt auch gerade im Bereich KI

Speaker0: alles passiert und was jetzt auch alles möglich ist.

Speaker0: Weil die Technik dahinter an vielen Stellen ist ja noch das,

Speaker0: was wir schon vor 20, 30 Jahren gemacht haben.

Speaker0: Hatten damals einfach nicht die Rechenkapazität, um das in der Geschwindigkeit

Speaker0: oder in der Masse und auch in der Datenmasse zu verarbeiten.

Speaker0: Und sehe jetzt, dass viele Ideen, die man damals schon hatte,

Speaker0: jetzt wirklich auch so fruchten und so genutzt werden können,

Speaker0: wie es eigentlich angedacht war und nicht nur in einem synthetischen Umfeld.

Speaker0: Das heißt, ich denke da ja auch viel drüber nach und auch für unsere Kunden, wie es dann weitergeht.

Speaker0: Und ich bin der Meinung, dass wir in den ganzen LNMs und wie wir jetzt auch ChatGPT und so nutzen.

Speaker0: Dass das nicht die Zukunft ist, wie wir sie in 5, 6, 7, 8, 10 Jahren noch nutzen

Speaker0: werden, sondern dass da neue Techniken kommen müssen, um diese KI jetzt weiterzuentwickeln.

Speaker0: Wir nutzen jetzt gerade das Potenzial von LNMs wahnsinnig toll aus und gehen

Speaker0: da jetzt, wie das typisch ist in der IT, viele Use Cases reingucken,

Speaker0: können wir es damit auch lösen, können wir den Case damit lösen mit dieser Technik

Speaker0: und sehen, dass es klappt und kommen da auch an gute Ergebnisse.

Speaker0: Ich glaube aber, dass der nächste Schritt ein anderer sein muss,

Speaker0: auch von der Technik her, dass L&Ms da vielleicht an die Grenze stoßen,

Speaker0: sondern dass da eine neue Entwicklung stattfindet.

Speaker0: Und da bin ich sehr gespannt und da wird es auch hingehen. Wenn wir jetzt sehen,

Speaker0: wie die USA jetzt auch mehr Geld reinstecken will in das Thema KI,

Speaker0: wie er das gemacht hat und wie das laufen wird, möchte ich mich nicht so äußern,

Speaker0: aber zumindest ist da der klare Fokus auf KI gesetzt worden jetzt erstmal in den Aussagen.

Speaker0: Wird da garantiert etwas entstehen, was neuartiger ist, als jetzt die L&M's es sein wird.

Speaker0: Das ist das eine, das heißt, wir müssen unbedingt mitgehen mit der Technik,

Speaker0: wir müssen dieser KI wirklich offen entgegenstehen und schauen,

Speaker0: dass wir vielen Leute motivieren, KI zu nutzen, keine Angst davor zu haben,

Speaker0: ganz klar darauf hinweisen, was KI ist, vielleicht noch mehr erklären an vielen

Speaker0: Stellen, was es denn wirklich kann und was es denn wirklich auch,

Speaker0: wo es Sinn macht und wo es auch keinen Sinn macht.

Speaker0: Aber weitergehen und auch da weiterforschen, denn.

Speaker0: Die nächste große Schlag in der KI wird eine andere Technik sein.

Speaker0: Bin ich fast von überzeugt, dass das so sein wird. Das ist der eine Punkt.

Speaker0: Und der andere Punkt ist auch der Umgang mit den LNMs.

Speaker0: Ich sehe ganz viele, die jetzt sagen, ja, ich nutze ja Creativity, ich nutze ja KI.

Speaker0: Und wenn man dann fragt, wie, dann sagt, ja, ich frage die halt,

Speaker0: wie ich Google frage. Dann kriege ich halt eine bessere Antwort für Google.

Speaker0: Die programmieren mal außen vor. Es gibt tolle Tools, wo man mittlerweile programmieren kann.

Speaker0: Aber auch da sind eher kleinere Kurzsnippets, die man rausnimmt.

Speaker0: Ich habe letztens gelesen, dass Stack Overflow, glaube ich, über 80 Prozent.

Speaker0: Die Zahl, bitte nicht festnageln, auf jeden Fall extrem viel Nutzeraufrufe verloren

Speaker0: hat, weil man eben zu JetGPT abgewandert ist und das damit macht.

Speaker0: Das heißt also, das Nachgucken nach Snippets, nach Code-Snippets ist wirklich

Speaker0: effizient und man kann auch Programme mittlerweile mit KI schreiben,

Speaker0: kleinere, die auch wirklich ausführbar sind und Sinn machen.

Speaker0: Da gibt es ja tolle Tools mittlerweile auch schon für. Allerdings habe ich mich

Speaker0: gefragt, wie es da weitergehen kann und wie man eigentlich mit diesen LNMs arbeiten soll.

Speaker0: Denn der Faktor Mensch ist für mich immer noch sehr wichtig,

Speaker0: weil wir eine gewisse Kreativität mitbringen.

Speaker0: Ich würde mich auch sonst selber an einigen Stellen anzweifeln,

Speaker0: wenn ich ChatGPT fragen könnte, wie sieht die Unternehmenstrategie von Firma

Speaker0: XY auf und bekommt denn was raus und würde das ablesen.

Speaker0: Das würde meine Arbeit in dem Fall ja schmälern, was vollkommen okay ist.

Speaker0: Das gehört dazu, da darf man auch keine Angst vorhaben.

Speaker0: Aber man muss natürlich auch hinterfragen. Und das habe ich getan,

Speaker0: habe überlegt, warum würde ich das jetzt nicht so machen, beziehungsweise warum stimmt das so?

Speaker0: Und bin da auf dieses Thema Kreativität gestoßen, die uns Menschen im Moment

Speaker0: noch die Fähigkeit als einzigartiges Lebewesen lässt,

Speaker0: eben über den Tellerrand hinauszuschauen und Sachen zu kombinieren,

Speaker0: die eigentlich so konträr zu dem stehen, was man vorher gemacht hat,

Speaker0: dass ein LLM gar nicht lernen kann.

Speaker0: Weil wir diesen Schritt der Abduktion, also der Verschaffung von neuem Wissen,

Speaker0: noch nicht so abgebildet haben in den LNMs, wie es denn vielleicht sein müsste

Speaker0: oder wie wir denken und so.

Speaker0: Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe gemerkt, dass man diese LNMs wahnsinnig gut

Speaker0: nutzen kann, um sich selber auszufragen.

Speaker0: Also sprich, ich renne los und habe Gedanken im Kopf und nehme die,

Speaker0: wie wir es mit Podcasts meinetwegen,

Speaker0: auf und lasse die einmal kurz in ChatGPT oder in einem anderen Tool reinladen

Speaker0: und kann mich dann zusammenfassen, das Gespräch,

Speaker0: mir Informationen geben und mich dann dazu ausfragen lassen.

Speaker0: Man kann also quasi sagen, frag mich, ob da irgendwas nicht klar ist oder was

Speaker0: ist nicht klar, wie kann ich das anders benutzen und merke dadurch, durch diese Fragerei,

Speaker0: so ähnlich wie man Psychiater mit seinem Patienten, wollte ich schon fast sagen,

Speaker0: mit seinem Kunden spricht,

Speaker0: einfach, wie man seine Gedanken weiter vertiefen kann und wie man da einen Sparringspartner

Speaker0: hat, der letztendlich nur fragt.

Speaker0: So, Alexander, wie du jetzt mich auch fragst, wie man auf Gedanken kommt,

Speaker0: die vielleicht vorher gar nicht da waren.

Speaker0: Und da wird das Ganze interessant, finde ich, dass man dann nämlich sagt,

Speaker0: jetzt nutze ich meine Power, die ich noch habe, die die KI noch nicht kann,

Speaker0: gepaart mit dieser Power der KI, dass sie einfach ohne Vorbehalt Sachen fragt,

Speaker0: die vielleicht andere gar nicht fragen würden, weil da vielleicht auch emotional

Speaker0: etwas anderes dazwischen steckt.

Speaker0: Und damit kommen wir auf die Sorte. Und ich glaube, dass das in den nächsten

Speaker0: Jahren, also in den Jahren ist immer so weit gesprochen, aber zumindest in der

Speaker0: nächsten Zeit, wahnsinnig toll werden kann.

Speaker1: Ja, erlebe ich ganz genauso. Das, was du gerade sagst, ich nutze das auch zum

Speaker1: Beispiel, um auch für Prüfungen zu lernen, indem man halt einfach mal den Wissens-Stack

Speaker1: da reinlädt und dann sich passend zum Inhalt Fragen stellen lässt.

Speaker1: Aber der Sparrings-Partner, das ist genau der Punkt, seitdem man die verschiedenen

Speaker1: KIs, sei es jetzt JGPT oder Perplexity, halt auch per Sprache im Dialog benutzen

Speaker1: kann, ist das genau das, was es wirklich dann auch ausmacht.

Speaker1: Ich merke das immer wieder auch, ich bin auf einer längeren Autofahrt.

Speaker1: Und dann spiele ich diesen Gedanken einfach mal im Dialog mit Perplexity zum Beispiel durch.

Speaker1: Und dann entstehen auf einmal auch Probleme oder Fragestellungen,

Speaker1: die du vielleicht beim ersten Durchlauf

Speaker1: in deinem Kopf noch gar nicht so gesehen hast. Und das ist super.

Speaker1: Zusätzlich geht es halt auch immer mehr in die Richtung Assistenten- und Agentenbasierter

Speaker1: Lösungen, was es auch wirklich dann fokusbezogen sehr sinnvoll macht.

Speaker1: Also ich merke das immer wieder, gerade wenn man das Ganze mit Audiotranskription

Speaker1: in einem längeren Teams-Call macht, dass man halt nicht mehr mitschreibt,

Speaker1: sondern dass man wirklich sagt, okay, ich habe jetzt hier drei,

Speaker1: vier Stunden Audio-Recording, lass mal das Ganze zusammenfassen.

Speaker1: Wo sind Aufgaben? Welche Themen hatten wir? Was sind die nächsten Schritte und so weiter?

Speaker1: Es bringt halt wirklich Beschleunigung in die ganzen Dinge rein und das macht

Speaker1: es dadurch dann auch tatsächlich wertvoll.

Speaker1: Natürlich, wir sind Deutsche, wir müssen uns immer auch wieder die Frage nach

Speaker1: dem Datenschutz und der Sicherheit stellen.

Speaker1: Und da wird es schwierig in manchen Situationen, wo man sagt,

Speaker1: ja, das Modell wäre eigentlich ziemlich cool, aber ich kann da halt nicht alle

Speaker1: Daten drin verarbeiten lassen oder auch diese Information, die hat jetzt da

Speaker1: einfach nichts drin verloren.

Speaker1: Da ist noch so ein bisschen diese Gratwanderung, dass man halt für sich selber

Speaker1: einfach eine Lösung finden muss.

Speaker1: Ein LLM zu nutzen, dem man dann auch halt vertraut, ob man jetzt wirklich diese

Speaker1: Idee, die man gerade hat, jetzt nicht gerade vielleicht in ein öffentliches Modell reintrainiert.

Speaker1: Aber auch da gibt es natürlich, es gibt ja Lösungen dafür. Ganz klar.

Speaker0: Genau, aber bin ich ganz bei dir. Ich denke, dass man sollte es im Kopf haben

Speaker0: und jeder sollte für sich abwägen, was er wo preisgibt.

Speaker0: Aber das ist seit über 25 Jahren so, seit den sozialen Netzwerken so groß sind.

Speaker0: Sollte man eigentlich bei allen Sachen, die man im Internet hinterlässt,

Speaker0: sich fragen, will ich das da hinterlassen oder will ich das da nicht hinterlassen.

Speaker1: Ja, richtig, ganz genau. Ja, aber es wird auf jeden Fall noch eine sehr spannende Zeit.

Speaker1: Ich bin mal auch schon sehr gespannt, wie das noch weitergeht.

Speaker1: Aber gerade eben der Wechsel zu Sprachbedienung, das macht schon eine Menge aus.

Speaker1: Also das hat die Dinge auch unglaublich beschleunigt, weil Tippen ist halt einfach

Speaker1: zu langsam, gerade bei Gedankenspielen.

Speaker0: Das ist auch nicht die Zukunft des Eingabemediums, das muss man einfach sagen.

Speaker0: Es war eine gute Überbrückung, aber wir werden da auch weitergehen und Sprache

Speaker0: ist ja auch letztendlich der Hauptpunkt,

Speaker0: warum ChatGBT so in aller Munde war, weil man zum ersten Mal das Gefühl hat,

Speaker0: man kann mit natürlicher Sprache sich mit einer Maschine unterhalten und bekommt

Speaker0: die richtigen Antworten.

Speaker1: Ja, und keine eintrainierten Sätze wie bei Siri, wo du halt wie so ein Roboter

Speaker1: mit einer Maschine sprichst, sondern halt wirklich natural language und das macht es einfach aus.

Speaker1: Auch das Thema ist alt eigentlich. Ich kenne das noch aus einem sehr alten Projekt

Speaker1: in Arztpraxen, dieses Dragoon oder Dragon oder irgendwie, wie dieses System heißt,

Speaker1: mit dem ja Ärzte teilweise heute noch ihre Notizen diktieren in irgendwelche Patientenakten.

Speaker1: Das gibt es ja schon ewig, aber es war halt nicht so in der breiten Masse einfach

Speaker1: verfügbar, dass man das halt an seinem Heimcomputer benutzen kann.

Speaker1: Dadurch wird es natürlich auch zugänglich.

Speaker0: Wenn man fair ist, kann man das sogar noch weiter treiben und sehen auch in

Speaker0: den 70ern, 80ern, wie die Geschäftsführer teilweise ihre Texte gesprochen haben

Speaker0: in kleine Kassetten und diese dann von der Assistentin haben abtippen lassen.

Speaker0: Letztendlich ist es ja genau das Gleiche. Ich möchte einfach dieses Tippen,

Speaker0: dieses zu Papier bringen, Daten erzeugen, überspringen, indem ich sage,

Speaker0: ich möchte direkt von meiner Stimme die Daten vorliegen haben.

Speaker1: Ganz genau, ja.

Speaker1: Ja, Mensch, wie gesagt, spannende Zeiten. Ich bin schon sehr gespannt,

Speaker1: was da noch so alles auf uns zukommt.

Speaker1: Mit Blick auf die Uhr, hättest du denn abschließend für unsere Hörerschaft noch

Speaker1: eine Nachricht oder eine Botschaft, die du ihnen mit auf den Weg geben möchtest?

Speaker0: Wie schon angedeutet, natürlich mein Credo, keine Angst vor der Zukunft.

Speaker0: Das ist, glaube ich, das Wichtige. Und dass wir aus IT-Sicht an vielen Stellen

Speaker0: einfach mutiger werden müssen,

Speaker0: was zu riskieren und auch mal in unsichere Gewässer zu rudern oder zu schiffen,

Speaker0: um da keine Angst vor haben, beziehungsweise abzuwarten, was andere machen und

Speaker0: das dann nachzumachen, dass wir einfach ein bisschen proaktiver werden müssen.

Speaker0: Ist, glaube ich, in vielen Bereichen wichtiger, nicht nur in der IT,

Speaker0: ein bisschen das Risiko mehr aufzunehmen und lieber darüber nachzudenken,

Speaker0: was ist das Risiko und wenn es eintritt, kann ich das irgendwie dann für mich

Speaker0: nutzen beziehungsweise wie kann ich das denn möglichst geschmeidig beenden.

Speaker0: Aber wenn wir alle ein bisschen mutiger werden würden, dann würde die Angst

Speaker0: auch weniger werden, glaube ich, das Verständnis höher, das denke ich.

Speaker1: Das kann ich nur unterschreiben, sehe ich ganz genauso. In diesem Sinne,

Speaker1: seid vor allem jetzt erstmal mutig und tragt euch den 28.

Speaker1: April in eurem Kalender ein. Guckt auf der Website vom IT-Sicherheitscluster.

Speaker1: Findet ihr auch alles nochmal unten in den Shownotes.

Speaker1: Dort findet ihr ebenfalls die Kontaktmöglichkeiten, um mit dem Tjorben euch

Speaker1: zu vernetzen über LinkedIn beziehungsweise dort findet ihr auch die Website von der RISECON.

Speaker1: Da könnt ihr euch nochmal zu dem Thema informieren.

Speaker1: Und natürlich würde es mich jetzt interessieren, ist das Thema Interimsmanagement

Speaker1: oder Krisenmanagement ein Thema, was bei euch schon mal stattgefunden hat?

Speaker1: Ist das was, was ihr euch vorstellen könnt, dass ihr sowas mal benutzt?

Speaker1: Dann lasst mir gerne auch mal einen Kommentar da.

Speaker1: Entweder, wenn ihr uns auf Spotify hört, da gibt es die Q&A-Sektion.

Speaker1: Oder schreibt mir gerne Nachrichten. Meine Kontaktdaten sind wie immer auch

Speaker1: in den Shownotes zu finden.

Speaker1: Und ich freue mich natürlich auch immer über Sprachnachrichten, über Speakpipe.

Speaker1: Auch diesen Link findet ihr dann unten in den Shownotes.

Speaker1: Ja, in diesem Sinne, Thjobben, vielen Dank erstmal für deine Zeit heute.

Speaker1: Hat sehr viel Spaß gemacht und hat mir auch ein paar neue Einblicke in das ganze

Speaker1: Thema gebracht. Das ist auf jeden Fall sehr spannend.

Speaker1: Und dann würde ich sagen, sehen wir uns sehr wahrscheinlich dann ja spätestens

Speaker1: sowieso im April im Fußballstadion.

Speaker0: Sowieso. Vielen Dank für die Einladung.

Speaker1: Ja, bis dann. Macht es gut und bis zum nächsten Mal bei Blue Screen. Ciao.

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